Eine Gruppe junger Leute schaut gespannt in einen Laptop rein

Zielgruppen & Candidate Persona: So finden Sie die richtige Ansprache

Das Modell der Personas wird schon lange genutzt – und das zurecht. Ursprünglich aus dem Marketing kommend, hilft es dem Unternehmen, sich seine Zielgruppe – oder Kunden – besser vorzustellen. Auch für die HR-Abteilung sind die sogenannten Candidate Personas bei der Visualisierung und späteren Kommunikation hilfreich. Wie auch Sie diese erfolgreich nutzen können, erfahren Sie hier.

Warum bekomme ich keine guten Kandidaten?

In der HR-Abteilung sind die Zielgruppen gleichzeitig auch die Kandidaten. Und nichts schreckt potenzielle Kandidaten mehr ab als eine langweilige, unpersönliche Stellenanzeige. Fazit: Es kommen keine passenden Bewerbungen rein, weil die Zielgruppe nicht angesprochen wird. Dahinter steckt ein veraltetes System, dass leider noch immer viele Unternehmen anwenden. Im Grunde genommen werden für die Stellenausschreibung stereotypische Mitarbeitende anhand von ungefähren Vorstellungen des Personalmitarbeitenden erstellt. Das Problem dabei: Es entstehen dabei kalte und statische Personas, die oft nichts mit der Realität gemeinsam haben. Wieso das? Oftmals wissen Personaler gar nicht, was wirklich gesucht wird. Und wer nicht weiss, was er sucht, wählt nach bestem Gewissen aus und hofft auf ansprechende Kandidaten. Dieses Vorgehen zieht längerfristig oftmals die falschen oder ungeeignete Kandidaten an, wobei die Guten verscheucht werden.

Candidate Personas – warum sie nützlich sind

Um diesem Problem entgegenzutreten, muss das Unternehmen eine neue Methode anwenden: die Candidate Personas. Dabei handelt es sich um fiktive Personen, die ihre Zielgruppe repräsentieren. In der HR-Abteilung können das Kandidaten sein, aber auch Mitarbeitende. Ihnen werden konkrete fachliche und persönliche Charaktereigenschaften zugeschrieben. Die Vorteile einer solchen Persona sind:

  • Die HR-Abteilung kann gezielter und viel persönlicher auf potenzielle Kandidaten zugehen
  • Die richtigen Kandidaten werden angezogen
  • Die Candidate Experience/Journey wird positiver bewertet
  • Eine direkte Folge des oberen Punktes: Das Employer Branding steigt
  • Die Bedürfnisse der Kandidaten werden schneller erkannt und können dementsprechend auf sie ausgerichtet werden
  • Sie arbeiten wirtschaftlicher, da Sie Zeit und Aufwand einsparen
  • Marketingmassnahmen können viel gezielter ausgespielt werden (Streuverlust verringert sich um ein Vielfaches)

 

Die Bewerberansprache – so gelingt’s

Um die richtige Bewerberansprache generieren zu können – und somit die oben genannten Vorteile auszunutzen zu können – müssen Sie wissen, wie man eine Candidate Persona erstellt. Dabei dürfen auf keinen Fall die persönlichen Vorlieben des HR-Mitarbeitenden oder des HR-Chefs zu viel Gewicht tragen. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Zielgruppe kritisch analysieren. Deswegen sollten Sie zunächst mit Kollegen brainstormen und sich Fragen stellen wie:

  • Welche Art von Kandidaten suchen Sie? (Lang-, mittel- oder kurzfristig)
  • Suchen Sie junge Talente, die frisch von der Universität abgegangen sind?
  • Welche Kriterien darf ein Kandidat auf keinen Fall haben?
  • Was braucht er unbedingt?
  • Etc.

 

Belassen Sie es aber nicht nur beim Brainstorming. Auch Studien, Umfragen und die Analyse von Online-Profilen kann dabei helfen. Analysieren Sie auch die aktuellen Mitarbeitenden. Ist das erfolgt, können Sie Ihrer Candidate Persona mehr als nur Haar- und Augenfarbe zuschreiben. Je detaillierter Sie sich die Persona vorstellen, also ihre Wünsche, Träume, Vorstellungen, Erwartungen und Kommunikationsweise aufschreiben, desto besser können Sie anschliessend mit Ihren echten Kandidaten kommunizieren.

Wenden Sie bereits Candidate Personas an? Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen.

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