Workonomix ist eine Plattform auf Blockchain-Basis, wo Arbeitnehmer Profile erstellen können.

Wird Workonomix das neue LinkedIn?

In unserem letzten Blog-Beitrag haben wir darüber berichtet, wie die Blockchain-Technologie das HR allgemein und die Arbeit der Recruiter im Besonderen revolutionieren könnte. Doch die Technologie allein bringt die Veränderung noch nicht, sondern Plattformen und Tools, die auf Blockchain-Basis funktionieren und die von den Kandidaten wie den Recruitern genutzt werden können. Also quasi LinkedIn 2.0.

Die HR Tech Night von 6. Februar, die Blockchain im HR in den Fokus rückte, hatte als Präsentatoren auch Dr. Dorothea Wegener und Vivek Anand geladen. Sie sind die Gründer des Start-ups Workonomix, eine auf Blockchain fussende Plattform, auf der Talente eine Art «digitale ID» anlegen können. Diese enthält alles, was zu den vollständigen Bewerbungsunterlagen gehört.

Im Zentrum steht der User …

… und nicht die Technologie. Diese stellt zwar die Grundlage dar, ermöglicht also die digitale ID erst, doch schliesslich geht es um die jeweiligen Profile bzw. um die Personen, die dahinterstecken.

Die digitale Talentidentität

Doch was genau sind nun die Vorteile dieser ID? Seitens HR ist es ganz klar die Effizienzsteigerung bei der Rekrutierung und beim Talentmanagement. Die Blockchain-Technologie oder im konkreten Fall Workonomix soll als (einzige) Quelle für verifizierte Aufzeichnungen fungieren, auf deren Wahrheitsgehalt sich die Recruiter verlassen können. Denn auch über die Aktualität der aufgeschalteten Dokumente – zum Beispiel im Falle eines Strafregisterauszugs – ist das HR-Personal jederzeit im Bilde.

Wie bereits im vorhergehenden Blogbeitrag erwähnt, stellt die Blockchain-Technologie höchste Anforderungen an die Sicherheit und den Datenschutz. Die Besitzer der Workonomix-Profile können Rechte verteilen und selbst bestimmen, wer was sehen kann, bzw. wer überhaupt etwas sehen kann. Die ausgewählten Firmen wiederum sind über die Zulassungen informiert. Die Daten von Workonomix sind auf einem Schweizer Server abgelegt, es werden also keine Informationen ins Ausland gesendet.

Workonomix: Recruiting 2.0

Auch LinkedIn bietet die Möglichkeit, umfassende Informationen über den Werdegang preiszugeben inklusive Abschlüsse und Zertifikate. Während angegebene Kenntnisse von anderen Personen bestätigt werden können, besteht diese Funktion bei den Diplomen nicht. Wer sich bewirbt, muss also meistens noch zusätzlich die Originaldokumente als «Beweise» mitliefern. Auch Referenzen müssen nach wie vor analog (zum Beispiel per Telefon) eingeholt werden. Mit Workonomix entfallen diese Schritte, weil jeder, der ein Profil erstellt und Dateien hochlädt, diese direkt von der jeweiligen Institution oder Firma verifizieren lassen kann. Ausserdem können sämtliche Daten wie etwa ein Foto der Identitätskarte oder des Passes hochgeladen werden, sodass Recruiter zu jeder Zeit wissen, mit wem sie es zu tun haben.

Die Plattform ist ab 1. März 2019 – auch als App – verfügbar. Mehr Infos zur Plattform gibt’s hier.

Ausblick: Digitale Diplome

Das Massachusetts Institut of Technology (MIT) wagt derzeit ein Pilotprojekt, wobei Diplome der Absolventinnen und Absolventen direkt und verifiziert auf der Blockchain hinterlegt werden. Wer ein Profil erstellt, muss sich wohl künftig also nicht einmal mehr um das Hochladen der Dateien kümmern.

Können Sie sich vorstellen, bei Workonomix ein Profil anzulegen bzw. die Plattform für die Rekrutierung zu nutzen? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.

1 Comment
  • Pascal R. Müller

    20. Februar 2019 at 16:26

    Ich kann mir das auf jeden Fall vorstellen und werde mir die Anwendung anschauen. Meiner Ansicht nach ist das eine naheliegende Entwicklung und ein sehr sinnvoller Einsatz dieser Technologie. Sie sollte das Leben sowohl des Bewerbers als auch des Recruiters einfacher machen.

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