Wie verändert sich das Recruiting im 2017? Spannende Thesen von zwei Experten von LinkedIn

Pat Wadors, Chief Human Resources Officer bei LinkedIn und Brendan Browne, Head of Talent Acquisition, diskutieren in einem aktuellen Video die Recruiting Trends 2017. Welche Veränderungen erwarten uns in den kommenden Monaten?

Gemäss der aktuellen LinkedIn Recruiting Trends Studie, für welche über 4‘000 HR-Fachleute aus 35 Ländern befragt wurden, wird das Rekrutierungs-Volumen im Jahr 2017 nochmals stark ansteigen. Gleichzeitig sind HR-Fachkräfte auch damit gefordert, neu gewonnene Talente dank gezieltem Onboarding und attraktiven Benefits  in der Firma zu halten. Wadors und Browne haben in diesem Video-Beitrag über die wichtigsten Herausforderungen im Recruiting diskutiert.

Starker Fokus auf positiver Employee Experience

In einem immer stärker umkämpften Markt liegt der Fokus von Unternehmen immer stärker darauf, herauszufinden, was Angestellte von einer Firma erwarten. Google Trends belegt, dass der Suchbegriff „Employee Experience“ seit 2011 um 140% an Volumen zugelegt hat, Tendenz ansteigend. Eine Bestätigung also, dass dies ein wichtiges Thema für Firmen sein sollte. Dies wird mittelfristig zur Folge haben, dass sich gerade in grösseren Firmen mehr HR-Fachleute damit auseinandersetzen werden, welche Benefits für neue und bestehende Angestellte wichtig und attraktiv sind.

Die Erwartungen der Arbeitnehmer bezüglich flexiblen Arbeitszeiten, Home-Office-Angeboten und interessanten Weiterentwicklungsmöglichkeiten werden steigen – wer Talente in der Firma behalten will, sollte seine Benefits regelmässig kritisch hinterfragen und das Angebot optimieren. Hierzu eignet sich beispielsweise eine Umfrage bei der bestehenden Belegschaft, welche Hinweise darauf geben kann, was die Angestellten vermissen und was sie sich noch wünschen. Ebenso eignet sich das gezielte Monitoring von Bewertungs-Plattformen wie Kununu und Co., welche Aufschluss darauf geben können, was ehemalige Angestellten an Benefits in der Firma vermisst haben.

Chatbots und Artificial Intelligence werden unsere Arbeitswelt verändern

In der Rekrutierung dreht sich enorm viel um den „Mensch-zu-Mensch“-Kontakt. Diese menschliche Komponente wird sich durch Einsatz von Chatbots und künstlicher Intelligenz sicherlich stark verändern. Bereits heute ermöglicht eine Softwarelösung, dass man Kandidaten eine individualisierte Rückmeldung auf ihre Bewerbung geben kann – nur eines von unzähligen technischen Hilfsmitteln, welche die Rekrutierungsprozesse nachhaltig verändern werden. Wie sich die technologische Entwicklung genau auf verschiedene HR-Prozesse auswirken wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch für die beiden Experten nur schwer einschätzbar. Die Veränderungen geschehen in einem rasanten Tempo, umso wichtiger ist es, diese Entwicklungen stets im Auge zu behalten.

Stärkerer Fokus auf Skills

In Amerika dreht sich seit Jahrzehnten bei der Rekrutierung vieles darum, welche Universität ein Kandidat abgeschlossen hat. Nun ist eine Kehrtwende in Sicht, was diese Denkweise angeht. Das Motto „Skills over Schools“ wird nach der Einschätzung der LinkedIn Experten an Bedeutung gewinnen. Die Consulting-Firma Deloitte beispielsweise plant, in diesem Jahr rund 1‘500 Universitäts-Abgänger einzustellen. Dies, ohne den verantwortlichen Abteilungsleitern während des Rekrutierungsprozesses mitzuteilen, in welcher Schule diese ihre Skills erworben haben.  Ob diese Skills-orientierte Denkhaltung bei der Definierung von Stellenprofilen sich auch in Europa verstärken wird, bleibt abzuwarten.

Weitere Erfolgsfaktoren für gelungenes Recruiting im Jahr 2017 haben wir in diesem Blogpost festgehalten.

 

 

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