Glückliche Mitarbeiter wie dieser junge Mann prägen den Unternehmenserfolg entscheidend. Deshalb sollte in deren Gesundheit und Wohlbefinden mit digitalen Lösungen investiert werden.

Wie Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeitenden zum Unternehmenserfolg beitragen

Die Gesundheit der Menschen hat wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit der Wirtschaft. Hier steht viel auf dem Spiel. Welche Möglichkeiten die Digitalisierung bietet, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der arbeitenden Bevölkerung zu erhalten oder zu steigern, war Thema der HR Tech Night vom 12. Juni 2019 mit dem Titel «People Development & Health Tech».

Sicherlich haben Sie schon von der Aktion «Bike to Work» gehört oder Sie beteiligen sich mit Ihrem Unternehmen gar daran. Ziel dieser Aktion ist es, die Mitarbeitenden dazu zu animieren, mit dem Velo zur Arbeit zu fahren und so etwas für die Gesundheit zu tun. «Betriebliches Gesundheitsmanagement» haben sich viele Firmen auf die Fahne geschrieben und fest in die Unternehmensprozesse integriert. Das ist gut und wichtig, doch im Bereich People Development & Health Tech geht’s noch um sehr viel mehr.

Auswirkungen und Chancen der Digitalisierung

Die Angst, dass dereinst Roboter unsere Arbeit machen und wir so wegrationalisiert werden, ist konstant vorhanden. Das ist verständlich. Es darf allerdings nicht vergessen werden, dass die Digitalisierung auch neue Möglichkeiten eröffnet und beispielsweise bis anhin noch unbekannte Jobprofile schafft. Umso wichtiger ist es – gerade im HR –, mithilfe der Digitalisierung die Mitarbeitenden kontinuierlich weiterzubilden und in deren Entwicklung, Gesundheit und Wohlbefinden zu investieren. Das bedeutet einerseits die Förderung der Soft Skills – denn diese sind es, die den Menschen immer von der Maschine unterscheiden werden – und andererseits die Schaffung einer attraktiven Arbeitsumgebung, um die Arbeitnehmenden langfristig zu motivieren und ihre Leistungen aufrechtzuerhalten.

Well-being führt zu hoher intrinsischer Motivation

Die erste Referentin des Abends, Anja Buser von HR Campus, hob die Vorteile hervor, die entstehen, wenn Unternehmen ins Wohlbefinden der Arbeitnehmenden investieren. Well-being umfasst dabei physische, psychische sowie finanzielle Aspekte. Zentral ist, dass sich Unternehmen an den Bedürfnissen ihrer Mitarbeitenden ausrichten. Denn Fakt ist erstens, dass durch Ausfälle aufgrund von Krankheit und Unfall enorm hohe Kosten entstehen. Und zweitens, dass Angestellte produktiver sind und bessere Arbeit leisten, wenn sie sich wohl und geschätzt fühlen. Was aber hat das mit Digitalisierung zu tun? Buser wies darauf hin, dass es durch digitale Lösungen überhaupt erst möglich wird, dieses sehr individuelle Thema ganzheitlich anzugehen. Eingesetzt werden können verschiedene Tools, die Daten sammeln, anhand derer spezifisch optimiert werden kann. Gleichzeitig animieren sie die Mitarbeitenden, bei entsprechenden Interventionen mitzumachen. Auf dem Markt sind mittlerweile diverse Tools, die zum Beispiel auch mit Fitnesstrackern oder Fitness-Apps konfiguriert werden können. Egal für welches Tool sich ein Unternehmen entscheidet, zentral ist die transparente Kommunikation und Information der Mitarbeitenden. Denn schliesslich sollen die individualisierten Lösungen ihnen einen Nutzen bringen und sie in spezifischen Lebenssituationen optimal unterstützen.

Lösungsansatz: Gamification und Belohnung

Auch René Reinli von Visionarity, der als zweiter Speaker des Abends zum Thema referierte, hob den Fokus auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden sowie das ganzheitliche Benutzererlebnis hervor. Er ist überzeugt, dass diese Herausforderungen analog nicht bewältigt werden können und sich Erfolge nur dann abzeichnen, wenn entsprechende Massnahmen mit Spass (Gamification-Elemente) und der umfassenden Einbindung der Mitarbeitenden umgesetzt werden. Das heisst für ihn konkret, dass zum Beispiel das Gesundheitstracking per se überschritten und mit Belohnungen kombiniert werden muss, die mittels Challenges und Punktesystemen erreicht werden können.

Burn-out-Prävention: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Ein zentraler Aspekt beim Einsatz von Gesundheitstools und -Trackern ist die Früherkennung von Burn-out-Symptomen oder sonstigen Anzeichen einer Erschöpfung. Visionarity arbeitet hier mit Stresslevels, die den Stress messen und gleich konkrete Lösungsvorschläge geben, wenn die Anzeige ausschlägt. Dabei geht es nicht nur um die rechtzeitige Intervention und das Verhindern von Krankheiten und Ausfällen, sondern auch um die Sensibilisierung der Mitarbeitenden. Diese sollen wissen, dass sie in Stresssituationen nicht alleine gelassen werden.

Welche Massnahmen ergreifen Sie in Ihren Unternehmen und welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

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