Gamification im Personalmarketing

Virtuelles FIFA-Turnier der Helvetia Versicherungen: Talent-Acquisition-Programm in Krisenzeiten

Manchmal kommen nicht Mitarbeitende zum Unternehmen, sondern Unternehmen zu den Mitarbeitenden. Gerade in Bereichen, wo es an Fachspezialisten mangelt, ist es wichtig, als Firma gezielt die Aufmerksamkeit potenzieller Kandidatinnen und Kandidaten zu gewinnen. Wie das gelingen kann? Indem man sich als Unternehmen aktiv dort zeigt, wo sich die Zielgruppe befindet. Und wenn dies aufgrund von Corona physisch nicht möglich ist? Dann eben virtuell. Hier ein mustergültiges Beispiel der Helvetia Versicherungen.

 

Die Helvetia Versicherungen sucht Gamer

Eigentlich hatte die Versicherung geplant, im August 2020 an der Gamescom in Köln Präsenz zu markieren, um dort ein neues Feld potenzieller Kandidatinnen und Kandidaten zu öffnen. Eigentlich. Denn auch diese Messe fiel der aktuellen Situation zum Opfer. Um sich diesem spezifischen Publikum dennoch als attraktive Arbeitgeberin zu zeigen, rief die Helvetia ein E-Sport-FIFA-Turnier – die Helvetia Couch Trophy – ins Leben, das innerhalb von zwei Wochen realisiert wurde. Und zwar in der Zeit, als das gesellschaftliche Leben stillstand.

 

FIFA zocken – und dabei einen (neuen) Job finden?

Das virtuelle Turnier bestand aus vier Qualifikationsrunden und einem Finaltag, der symbolisch am 12. Juli 2020 stattfand – der Tag, an dem eigentlich die Europameisterschaft 2020 hätte entschieden werden sollen.

Insgesamt nahmen rund 220 Spielerinnen und Spieler Teil, und es wurde gesamthaft 23‘130 Minuten gespielt. Damit das Turnier auch die angestrebten Recruiting-Zwecke erfüllt, war es für die Verantwortlichen der Versicherung ausschlaggebend, während der ganzen Zeit mit den Teilnehmenden in Kontakt zu bleiben. Dazu richteten sie auf dem Gaming-Messenger-Kanal „Discord“ einen Chat ein. Damit ausserdem auch Personen erreicht werden konnten, die nicht aktiv am Turnier teilnahmen, wurden die Spiele auf „Twich“ gestreamt.

Schliesslich engagierten die Verantwortlichen der Helvetia Versicherungen für den Finaltag einen professionellen E-Sport-Kommentator inklusive virtuellem Studio, um dem virtuellen das Flair eines echten Turniers zu verleihen. Die Versicherung hat dieses „Fenster“ auch dazu genutzt, um Informationen über die Helvetia als Arbeitgeberin einzublenden und die Zielgruppe damit aktiv zu triggern.

 

Die Siegerehrung, eine Trophäe für beide Seiten

Die drei Gewinner des Turniers konnten sich Preisgelder zwischen CHF 400 und CHF 1000 sichern. Die Scheckübergabe fand im FIFA Museum in Zürich statt, anschliessend wurden die Sieger zum Essen eingeladen. So wurden einerseits wichtige Kontakte geknüpft, andererseits konnte die Helvetia Versicherungen durch den lockeren Austausch wertvolle Informationen für die allfällige Rekrutierung von Angehörigen der Zielgruppe „Gamer“ gewinnen – und mindestens bei den drei Siegern einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

 

Besten Dank an Martin Maas, Leiter Employer Branding und Nachwuchs der Helvetia Versicherungen, der nicht nur Initiant dieser Idee ist, sondern sich auch als Gesprächspartner im Recruiting Talk #6 zur Verfügung gestellt hat. Weiter wird er Referent an der nächsten Prospective Recruiting Convention am 24. September sein. Wir freuen uns jetzt schon auf seinen Input!

 

Haben Sie Erfahrung mit virtuellen Talent Acquisition? Oder planen Sie, in diesem Bereich besondere Massnahmen zu ergreifen? Dann lassen Sie es uns wissen – wir sind gespannt.

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