Stellenanzeigen hören: Prospective über Jobcasts

Video kills the radio star?

Was in diesem 80er Jahre Hit prophezeit wurde, muss mittlerweile etwas relativiert werden. Denn heute sind nicht Videos, sondern Podcasts das Medium der Stunde. Im Marketing werden die Podcasts, die heruntergeladen bzw. gestreamt und somit orts- und zeitunabhängig gehört werden können, bereits grossflächlich eingesetzt. Nun erobert Audio auch die Recruiting-Welt.

 

Was ist ein Podcast überhaupt?

Podcasts sind Audio- (oder auch Video-)Dateien, die Nutzer aus dem Internet selbst herunterladen können. Dabei handelt es sich in der Regel um eine Serie an Reportagen, Radiobeiträgen, Talks oder ähnlichem. Der Begriff «Podcast» setzt sich übrigens aus zwei Wörtern zusammen: Broadcast (engl. für Sendung, Rundfunk, Übertragung) und iPod. Wer keine Episode seines Lieblingspodcasts versäumen will, kann den Podcast abonnieren und erhält so eine Meldung, wenn eine neue Episode online ist.

 

Jobcasts – Podcasts im Recruiting

Wer sich für eine gewisse Stelle interessiert, möchte in der Regel vorab schon möglichst viel über die Stelle erfahren: Was erwartet mich dort genau? Wie ist das Unternehmen aufgebaut? Wie sieht der Arbeitsalltag in dieser Position aus? Wie gross ist mein Team? Anstelle – oder ergänzend – zu einem Unternehmensvideo können Sie all diese Fragen im Format eines Podcasts beantworten. Da sich das Gespräch bei diesem Podcast um eine Stelle dreht, nennt sich das Format auch «Jobcast» (Job-Anzeige und Podcast). Dabei handelt es sich um einen eher informellen Austausch verschiedener Mitarbeitenden, die über die zu besetzende Stelle reden und einen Einblick ins Unternehmen und das entsprechende Team geben. Beim Jobcast bietet es sich an, Mitarbeitende aus verschiedenen Funktionsstufen hinzuzuziehen: jemanden aus dem HR, den zukünftigen Vorgesetzten und ein Teamkollege. Die Fragen, die im Jobcast diskutiert werden, können vorab zur Vorbereitung an die Teilnehmenden geschickt werden – oder auch nicht. Auf jeden Fall sollte der Podcast natürlich und authentisch sein. Vorab ausgearbeitete Antworten ablesen ist ein No-Go beim Jobcast. Spontanität ist Trumpf!

 

Ein Beispiel gefällig? – Ohrbeit

Das Unternehmen Ohrbeit hat sich ganz dem Thema Jobcast verschrieben. Sie unterstützen andere Unternehmen dabei, solche Jobcasts zu erstellen, sodass potenzielle Interessenten vorab per Audio in die Stelle reinhören können. Sie sehen den Vorteil von Jobcasts gegenüber herkömmlichen Stellenanzeigen ganz klar darin, dass ein Podcast ehrlich, authentischer ist: Jobcasts sollen ein verlässlicheres Bild über die Stelle geben und auch die Werte und Kultur des Unternehmens widerspiegeln. Darum sind Floskeln und leere Worthülsen bei den Jobcasts von Ohrbeit tabu. Weiter sind die Macher von Ohrbeit davon überzeugt, dass mit einem Podcast High Potentials und Top Performer erreicht werden können. Immerhin nutzt genau diese Zielgruppe Podcasts, um sich aktiv weiterzubilden. Zu guter Letzt: Podcasts gelten als trendy!

 

So bringen Sie Ihren Podcast an den Mann

Verbreiten Sie Ihren Podcast wenn möglich auf Social Media. Dadurch gewinnen Sie an Reichweite. Denn wenn Sie den Podcast bloss auf Ihrer Karriereseite publizieren ohne dafür Werbung in irgendeiner Form zu schalten, werden ihn wenige finden. Mit passenden Posts auf Social Media können Sie dann auf Ihre Playlists verlinken und diese der Zielgruppe schmackhaft machen. Klar ist: Der Podcast, respektive der Jobcast ersetzt die klassische Stellenanzeige nicht. Er ergänzt sie aber auf sympathische und authentische Art und Weise.

 

Was halten Sie von Podcasts im Recruiting?

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