«Vertikale», spezialisierte Jobportale im Aufwind

Im der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Marketing&Kommunikation wirft Autor J. Löffler in seinem Artikel “Fachkräfte und «Vertikale» im Aufwind” einen interessanten Blick auf die Online-Recruiting-Szene in der Schweiz. Dabei identifiziert er den Markt und die Vorteile «horizontaler Job-Plattformen» und den Trend hin zu spezialisierten, «vertikalen» Job-Portalen.

Über die horizontalen Job-Portale schreibt der Autor:

Als horizontale Jobportale bezeichnet man Online-Stellenbörsen, welche alle Branchen abdecken. Unter den etablierten «Horizontalen» herrscht heute ein grosser Konkurrenzkampf, und zwar hauptsächlich um die attraktive Kategorie «Grosskunden». Diese liefern jährlich grosse Volumen an Stelleninseraten, welche – in genügend grosser Zahl – eine Verschiebung der Marktanteile bewirken können (Volumenmarkt). Zudem «strahlen» grosse Markennamen, weshalb man sich auch aus Imagegründen um sie bemüht. Zu den Topplayern der horizontalen Stellenportale gehören jobs.ch, jobwinner.ch mit alpha.ch, jobscout24.ch mit topjobs.ch und monster.ch/jobpilot.ch. Die grossen Jobportale unterscheiden sich nicht wesentlich voneinander, die Möglichkeiten zur Differenzierung sind beschränkt. Sie decken alle Bereiche ab und bieten eine grosse Reichweite, damit verbunden aber auch eine grössere Anzahl nicht genau passender Bewerbungsdossiers (weil nicht zielgruppenspezifisch). Portale wie z.B. jobs.ch oder jobwinner.ch bieten aber bereits auch ein sogenanntes Targeting/Profiling, das Jobmails – etwas rudimentär aber immerhin – zielgruppenspezifisch auslöst.

Und den Trend,  hin zu den vertikalen Job-Portalen, beschreibt er wie folgt:

Zunehmend an Bedeutung gewinnen die sogenannten «vertikalen» Online-Stellenmärkte, welche nur eine bestimmte Branche, diese aber in besserer Tiefe erschliessen. Hier ist im branchenrelevanten Umfeld von MK vor allem medienjobs.ch zu nennen (neben gastrojobs.ch und lawjobs.ch etc.).

Sowohl der Inserent wie auch der Stellensuchende können sich in einem branchenspezifischen Umfeld oft besser identifizieren.

Die Ausführungen über die beiden Arten von Job-Plattformen zeigen die Vorteile und Limitierungen der beiden Formen: Grosse, horizontale Plattformen bieten Reichweite bei relativ hohen Streuverlusten – spezialisierte, vertikale haben den Vorteil der Zielgruppengenauigkeit während deren Reichweite in der Regel beschränkt ist.

Je nach Zielsetzung, respektive Aufgabe, dürften die Recruiter auf unterschiedliche Strategien und damit Plattformen setzen. Vielleicht kommt es auch auf den Mix an?

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