Verbesserungspotentiale für Jobbörsen?

Wer heute nach freien Stellen Ausschau hält, begnügt sich längst nicht mehr nur mit Zeitungsinseraten. Die unzähligen Online-Jobbörsen haben den Stellenmarkt erobert und sich fest am Markt etabliert. Doch wo lässt es sich am besten nach passenden Stellen suchen?

Viele Online-Jobbörsen- konzentrieren sich ausschliesslich auf Besucherfrequenzen, Quantität von Stellenangeboten und von Bewerberprofilen. Eine Online-Umfrage auf CrossPro-Research.com hat gezeigt, dass Stellensuchende mit den Online-Portalen zwar überwiegend zufrieden sind, jedoch bei der Trefferqualität massive Verbesserungen wünschen. Wie könnte man das erreichen?

Mehr Fokussierung?
Der kritische Nutzungsfaktor „Suchqualität“ ist also zu verbessern. Mögliche Lösungsansätze sind eine optimierte Benutzerfreundlichkeit wie auch die Spezialisierung bzw. die Fokussierung der Jobbörse auf Branchen, auf spezifische Zielgruppen oder auf Berufsgruppen. Für Unternehmen liegt die Problematik – oder die Chance! – darin, dass sich die Plattform durch Spezialisierung in einen Nischenmarkt begeben muss und somit nicht mehr den kompletten Markt abdecken kann oder darf. Speziell für die kleinen Stellenanbieter am Markt kann dies eine Möglichkeit sein, um gegen die grossen Marktleader zu bestehen. Obwohl natürlich erwähnt sein muss, dass auch die grossen Jobbörsen-Anbieter mittlerweile bemerkt haben, dass sie ihr Produkt durch die genannten Massnahmen attraktiver machen können. Neue Plattformen sind hier etwa www.jobs4sales.ch, www.medtalents.ch, www.ingjobs.ch.

Arbeitgeber-Bewertungen mit Stellenangeboten verknüpfen- und vice versa?
Bewertungsplattformen bieten den Arbeitnehmern die Möglichkeit, sich über Unternehmen (www.kununu.com) oder Produkte (www.comparis.ch) zu informieren und diese zu vergleichen. Im Speziellen die Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu.com bietet Stellensuchenden die Möglichkeit, sich bereits im Voraus ein Bild über den potentiellen Arbeitgeber zu machen. Dabei können sie auf online und anonym publizierte Bewertungen von potentiellen (mittlerweile kann gar das Bewerbungsgespräch bewertet werden), aktuellen oder ehemaligen Mitarbeitern zurückgreifen. Und genau hier haben Unternehmen die Möglichkeit, ebenfalls ihre Stellen auszuschreiben. Die Transparenz ist damit gewährleistet und die Matching-Quantität und -Qualität kann die Ergebnisse merklich steigern.

Stellt sich die Frage, ob die grossen und kleinen Online-Stellenplattformen auf dem umgekehrten Weg ebenfalls Arbeitnehmer-Bewertungen bei den jeweiligen Inseraten platzieren und bei der Rangierung der Treffer die Bewertungen einfliessen lassen müssten?

Was wären Ihres Erachtens weitere Massnahmen, um die Trefferqualität zu erhöhen? Vielleicht mit semantischer Suche?

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