eine Gruppe macht Yoga. Sie stehen für die Fringe Benefits in einem Unternehmen, von denen Arbeitnehmende profitieren

Unsere Checkliste – so werden Sie ein attraktiver Arbeitgeber

Der Kampf um die qualifiziertesten Kandidaten hat auf dem Arbeitsmarkt längst begonnen. Um in diesem Wettbewerb zu brillieren, lassen sich Unternehmen einiges einfallen. Von Joker-Days bis zu unbezahltem Urlaub ist alles vorhanden. Doch was stiftet Sinn und was nicht? Damit Sie und Ihr Unternehmen nicht als kleiner Fisch im grossen Haifischbecken untergehen, haben wir für Sie eine Checkliste erstellt. So können Sie Ihre Chancen auf Top-Kandidaten optimieren.

Warum Benefits wichtig sind

Snack-Bars, Bowling-Bahnen oder Chiropraktiker am Arbeitsplatz? Was jetzt wie ein verrückter Traum klingt, hat Google schon seit Jahren in seinem Hauptsitz in Mountain View, Kalifornien, eingebaut. All das und noch einiges mehr hat sich der Konzerngigant einfallen lassen. Warum? Damit die Mitarbeiterzufriedenheit steigt. Eigentlich keine schlechte Idee, denn die sogenannten «Fringe Benefits» sorgen für langfristige, glückliche und vor allem produktive Mitarbeitende. Dass das für viele Unternehmen nicht in einem «Google Ausmass» möglich ist, ist klar. Was aber kann man seinem Personal – und potenziellen Kandidaten – alles bieten, um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein?

Eine Checkliste der Fringe Benefits
    • Bezahlte Weiterbildungen
    • Längerer Vater- oder Mutterschaftsurlaub
    • Unbezahlte Urlaubstage (mind. 30 am Stück)
    • Joker-Tage (Tage im Jahr, an denen Mitarbeitende spontan vor 9 Uhr freinehmen können)
    • Hinterbliebenen Gehaltsauszahlung
    • Kinderbetreuungsgeld
    • Freie Tage für ehrenamtliche Handlungen (Suppenküche etc.)
    • Anspruch auf Büroequipment nach einer bestimmten Anzahl an Monaten für den privaten Gebrauch (Laptop, Tastatur etc.)
    • Nichtraucherbonus
    • Vergünstigungen für Freizeitaktivitäten (Sport, Kultur)
    • Vergünstigungen für öffentliche Verkehrsmittel
    • Nutzung (privat und dienstlich) der Unternehmensfahrzeuge
    • Bezahlung der Kranken- und Unfallversicherung durch das Unternehmen
    • Gebührenfreie Parkplätze und E-Autoladestationen (Vor allem im Bereich der Medizin gern gesehen und erwünscht)
    • Wöchentliche Lieferung von Obst- und Gemüse
    • Deals mit Lieferservice diverser Food-Lokale an den Arbeitsplatz/Homeoffice
    • u.v.m.
Das richtige Angebot

Zunächst ist es einmal bei all diesen Möglichkeiten wichtig zu entscheiden, welche Benefits für Ihr Unternehmen überhaupt Sinn ergeben. Eine Bowling-Bahn hat beispielsweise in einer Zahnarztpraxis wohl wenig Nutzen. Ein Angebot an vielen Weiterbildungen allerdings schon. Auch ein längerer Mutter- oder Vaterschaftsurlaub ist hier möglich und bei Ihren Mitarbeitenden bestimmt begrüsst. In einem Industrieunternehmen mit hohem Arbeitsrisiko ist eine prozentuale Auszahlung des Lohns an Hinterbliebene wiederum angemessen. Damit Sie bei der Planung dieser Benefits nicht über die Stränge schlagen, müssen Sie sich also über Sinn und Unsinn im Klaren sein. Was passt zu meiner Unternehmenskultur? Welche Benefits decken tatsächlich die Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeitenden ab? Auch gut zu wissen: viele dieser Fringe Benefits sind steuerfrei oder steuerreduziert. Das heisst, dass Ihr Unternehmen nicht gleich alles aus der eigenen Tasche finanzieren muss. Es lohnt sich also, solche Angebote in Erwägung zu ziehen.

Beliebte Benefits

Vor allem beliebt sind Lunch-Gutscheine, Weiterbildungen und Kinderbetreuungszuschüsse. Immer mehr im Kommen ist die private Nutzung der Unternehmensfahrzeuge wie E-Bikes und Roller. Natürlich können ältere Mitarbeitende wohl nicht viel mit Kinderbetreuungszuschüssen anfangen, da ihre eigenen bereits aus dem Alter heraus sind. Hier ist es hilfreich, ganz individuelle Benefits mit den Mitarbeitenden zu entwickeln. Das fördert nicht nur die Vertrauensbasis zwischen Unternehmen und Personal, sondern auch die Diversität. Ein weiterer, vielleicht nicht sofort ersichtlicher «Benefit» ist das Mitspracherecht im Unternehmen. Das dies nicht als Punkt auf einer Liste direkt anzubieten ist, sondern mehr zwischen den Zeilen steht, ist verständlich. Allerdings achten neue Mitarbeitende darauf, ob sie gehört und auch wertgeschätzt werden. Wer sich ungerecht behandelt fühlt, der wird gleich wieder gehen. Damit dies nicht passiert, sollten Sie unbedingt ein besonderes Augenmerk auf Ihre Unternehmenskultur werfen. Wie wir also feststellen, gibt es einige Möglichkeiten, Mitarbeitende – zukünftige wie bestehende – glücklich, zufrieden und produktiv zu machen. Welche Sie davon einsetzen möchten, ist Ihnen überlassen.

Welche Fringe-Benefits bieten Sie Ihren Mitarbeitenden an? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.

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