Trendreport: Nutzung einzelner Kanäle variiert je nach Branche, Grösse und Alter des Unternehmens

Wir stellten Ihnen in den letzten Wochen ausführlich die wichtigsten Ergebnisse aus unserem Trendreport Online-Recruiting in der Schweiz vor. Diese Wochen wollen wir diese Serie mit folgenden Fragen abschliessen: Hat das Alter, die Branche oder die Grösse einer Firma einen Einfluss darauf, wie intensiv beispielsweise neue Kanäle genutzt werden? Welche Typen von Unternehmen konnten wir im Rahmen unseres Trendreports identifizieren?

1. Hat das Alter, die Branche oder die Grösse einer Firma einen Einfluss darauf, wie intensiv einzelne Instrumente genutzt werden?
Diese Frage kann eindeutig mit JA beantwortet werden. Die untersuchten Unternehmen unterscheiden sich bezüglich des Einsatzes von verschiedenen Instrumenten stark. Im Rahmen unserer Analyse konnten wir allerdings verschiedene Typen (bzw. Cluster) von Firmen identifizieren, welche wir Ihnen nachfolgend vorstellen.

2. Welche Typen von Unternehmen konnten wir identifizieren?

Mit dem Clustering-Verfahren konnten wir folgende 5 grundlegende Typen identifizieren:

1. Prozessorientiert
Diese Unternehmen setzen besonders auf Tools, welche massgeblich Prozesse optimieren, wie beispielsweise Bewerber-Managementsysteme oder E-Assesments. Aktuelle Trendthemen wie Social Media oder Mobile Recruiting spielen allerdings noch kaum eine Rolle. Insgesamt gehören 12 der Unternehmen, welche wir befragt haben, zu dieser Gruppe. Dieser Firmen-Typ verfügt zudem über das höchste Durchschnittsalter.

2. Zurückhaltend
Der Typ der Zurückhaltenden zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass diese Unternehmen modernen Kanälen sehr skeptisch gegenüberstehen und diese auch noch wenig einsetzen. Informationen über das Unternehmen werden ausserhalb der eigenen Firmen-Website kaum veröffentlicht. Insgesamt gehören 82 Unternehmen dieser Gruppe an. Dieser Firmen-Typ macht somit den grössten Anteil in unserer Befragung aus.

3. Mobil
Diese Gruppe der Unternehmen zeichnet sich durch ein ausserordentliches Interesse an Mobile Recruiting aus. Viele Unternehmen setzen dieses auch bereits ein. Darüber hinaus nutzen diese überdurchschnittlich viel Social Media/Social Networks für ihr Recruiting. Dies impliziert allerdings nicht die Platzierung von Stellenanzeigen auf Facebook.

4. Outgoing
Unternehmen die zu diesem Cluster gehören, bilden den Gegensatz zu den Prozessorientierten. So publizieren diese sehr viel ausserhalb ihrer eigenen Website. Auch Soziale Netzwerke werden für die Personalarbeit genutzt. Dieser Unternehmens-Typ wurde im Rahmen unserer Untersuchungen lediglich 8 Mal identifiziert.

5. Social
Firmen, welche zu dieser Kategorie gehören, zeichnen sich durch eine hohe Affinität zu Sozialen Medien aus und nutzen gesamthaft am meisten verschiedene Kanäle für die Personalarbeit. Insbesondere Unternehmen aus der IT/Telekommunikations/Medienbranche und Banken sind häufig in dieser Gruppe vertreten.

Fazit
Zwar zeigen in der heutigen Zeit immer mehr Unternehmen Interesse an neuen Instrumenten , allerdings sind viele bei der konkreten Umsetzung noch eher zurückhaltend. Ein Grossteil der Unternehmen betreibt immer noch hauptsächlich aktionsgetriebenes Recruiting und publiziert nur begrenzt Informationen nach aussen. Aussagen wie „Social Media ist im Recruiting angekommen“, sollten daher immer mit dem Hintergrund gesehen werden, dass dies bei einigen Unternehmen der Fall ist, aber längst nicht bei allen.

Wir wollten mit unserem Beitrag das Bewusstsein für diese Tatsache schärfen.

Den kompletten Trendreport mit vielen weiteren Informationen und Infografiken können sie hier für CHF 85,- bestellen. Die Zusammenfassung der Ergebnisse können Sie hier auf Issuu einsehen.

1 Comment
  • Mantel

    28. Juli 2011 at 10:23

    Könnten Sie mir bitte die ganze Studie zustellen? vielen Dank!

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