Trendreport: Elektronische Bewerbungen werden sowohl von Arbeitnehmern als auch von Arbeitgebern bevorzugt

Nachdem wir Ihnen in unserem letzten Post Ergebnisse zum Thema Informationssuche und Informationsbereitstellung vorgestellt haben, möchten wir Ihnen diese Woche Erkenntnisse zum Thema Bewerbung – und Bewerbungsmanagement aus unserem Trendreport Online-Recruiting in der Schweiz vorstellen. Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: Welche Bewerbungsarten werden von Arbeitnehmern und welche von den Unternehmen bevorzugt?

1. Welche Bewerbungsarten werden von Arbeitnehmern bevorzugt?
Es ist auch in diesem Bereich ein ganz klarer Trend hin zur Digitalisierung zu erkennen. So bewerben sich 62 Prozent der Befragten am liebsten per E-Mail. Die Vorteile dieser Bewerbungsart liegen für den Arbeitnehmer klar auf der Hand. So ist eine Bewerbung per E-Mail, im Gegensatz zur klassischen Bewerbungsmappe, mit weniger Aufwand verbunden und deutlich kostengünstiger. Schliesslich entfallen Druckkosten sowie Verpackung und Versand. Bewerbungsformulare auf Firmen-Websites erfreuen sich allerdings bei den Arbeitnehmern noch geringer Beliebtheit. Ebenso haben sich bisher die Bewerbungsvideos noch nicht durchgesetzt. Lediglich 2 Prozent aller Befragten nutzen diese Bewerbungsart. Es liegt hier die Vermutung nahe, dass viele vom hohen Erstellungsaufwand und den damit verbundenen Kosten abgeschreckt werden.

2. Welche Bewerbungsarten werden von Unternehmen bevorzugt?
Unser Trendreport zeigt ganz klar, dass die Bewerbung via E-Mail am beliebtesten ist. Diese liegt somit vor der Bewerbungsmappe. So gaben 89 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie eine Bewerbung via E-Mail gerne zulassen. Eine Bewerbung per Online-Stellenplattform lassen bereits 54 Prozent gerne und 14 Prozent ungerne zu. Online-Bewerbungsformulare, welche auf der eigenen Firmen-Website angeboten werden, werden insgesamt von 55 Prozent der Unternehmen akzeptiert.

Besonders interessant ist die Erkenntnis, dass bereits 50 Prozent eine Bewerbung via Social Network zulassen. Dies zeigt erneut, wie relevant Social Media im Recruiting sind. Ebenfalls interessante Ergebnisse zu diesem Thema brachte die Studie „Quo Vadis Recruitment 2010“, welche vom Institut für „Competitive Recruiting“ (kurz ICR) erstellt wurde. Demnach finden erfolgreiche Unternehmen durch Aktivitäten in Social Networks doppelt so viele Bewerber wie der Durchschnitt. Ebenso realisieren diese über diesen Kanal mehr Einstellungen. Allerdings sei hier angemerkt, dass diese Studie primär für den deutschen Markt gilt.

Fazit
Unser Trendreport hat ganz klar gezeigt, dass Schweizer Arbeitnehmer und Arbeitgeber Bewerbungen per E-Mail bevorzugen. In diesem Punkt sind sich also beide Parteien einig. Weniger Einigkeit herrscht hingegen bei den Bewerber-Managementsystemen. Unternehmen begrüssen diese Art der Bewerbung auf Grund ihrer hohen Effizienz. Bei Arbeitnehmern hingegen stossen diese auf etwas weniger Begeisterung. Es bleibt also abzuwarten ob sich durch Verbesserungen der Bewerbungsformulare eine wachsende Akzeptanz von Seiten der Arbeitnehmer erreichen lässt.

Nächste Woche stellen wir Ihnen fünf Typen von Firmen, welche wir im Rahmen des Trendreports identifizieren konnten, vor. Damit schliessen wir unsere Serie ab.

Den kompletten Trendreport können Sie auch weiterhin hier für CHF 85,- bestellen.

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