Tipps: So schreiben Sie attraktive und aussagekräftige Stellenanzeigen

Das Verfassen von Stelleninseraten, welche Talente anziehen sollen, das ist eine echte Königsdisziplin. Denn viele Kandidaten haben genug von standardisierten Texten. Wie schreibe ich ein Stelleninserat, welches die Aufmerksamkeit weckt und zum Bewerben animiert? Hier kommen unsere Tipps.

Auch in Zeiten von Karriereseiten mit vielen wertvollen Informationen und Video-Material hat die Stellenanzeige immer noch einen sehr hohen Stellenwert im Rekrutierungsprozess. Hier unsere Tipps, wie Stellenanzeigen aussagekräftig und attraktiv daherkommen.

Wählen Sie einen aussagekräftigen Titel

Wer online um Talente wirbt, muss zwingend dafür sorgen, dass im Inserate-Text die richtigen und relevanten Keywords verwendet werden. Dies beginnt beim Titel, der schon auf den ersten Blick klarmachen muss, was gesucht wird. Hier kann es sich bei einer Stellen-Neubesetzung lohnen, zuerst eine kurze Keyword-Analyse zu machen, um zu sehen, welche Job-Begriffe von Kandidaten gesucht werden und ein hohes Suchvolumen haben. So kann der Titel der Stellenausschreibung optimiert werden. Ebenfalls wichtig: Geben Sie in der Überschrift an, wie viel Stellenprozent die besetzende Stelle hat, damit auf den ersten Blick ersichtlich ist, ob es sich um eine Voll- oder Teilzeitstelle handelt.

Priorisieren Sie Tätigkeiten und Voraussetzungen

Das Zusammenstellen von Tätigkeiten und Voraussetzungen für eine Stelle ist vergleichsweise ein leichtes. Eine der grössten Knacknüsse beim Verfassen eines Stelleninserates ist, diese Informationen zu priorisieren und so herauszufiltern, welche Art von Kandidat man damit ansprechen könnte. Die Kandidaten sollten beim Lesen der Stellenanzeige klar ersehen können, welche Kriterien ein Muss sind und welche Kriterien optional.

Stellenanzeigen texten

Strukturieren des Stelleninserates

Eine gute Struktur des Stelleinserates hilft der Übersicht und Lesbarkeit. Die meisten Stelleinserate werden in folgende Bereiche unterteilt:

  • Kurzvorstellung der Firma inkl. Link zur Karriereseite für weiterführende Informationen
  • Beschreibung des Stelleninhaltes
  • Anforderungen an den Kandidaten
  • Auf welche Art(en) kann man sich bewerben und bis wann

Wer Bulletpoints und Untertitel einsetzt, erhöht nicht nur die Übersichtlichkeit für die Kandidaten, sondern profitiert von einem weiteren Bonus: Aussagekräftige Untertitel mit relevanten Keywords wirken sich bei online geschalteten Stellenanzeige im besten Fall positiv auf die Suchmaschinen-Resultate aus.

Mit Transparenz punkten

Viele Kandidaten informieren sich vor der Bewerbung online über die Unternehmung und möchten dabei so viel wie möglich über einen möglichen Arbeitgeber herausfinden. Sie können das Stelleninserat noch ein Stück persönlicher machen, indem Sie beispielsweise das Team vorstellen darin (siehe ein Beispiel hier). Denn nebst den üblichen Informationen zu Unternehmensgrösse und Sozialleistungen interessiert es viele Kandidaten, mit wem sie es künftig zu tun haben werden. Eine weitere Möglichkeit für einen persönlichen Touch sind Mitarbeiter-Testimonials auf der Karriere-Website, idealerweise mit einem Foto des Mitarbeiters und einem Quote. Eine weitere – wenn auch etwas aufwändigere Möglichkeit – sind Video-Portraits, in welchem man die Mitarbeiter und ihre Funktionen vorstellt.

Ein weiterer Faktor, der für viel Transparenz sorgen kann: Wenn in einer Stellenausschreibung der Lohn oder zumindest eine Lohn-Bandbreite steht. Vor- und Nachteile dieses Modells haben wir in diesem ausführlichen Post zusammengetragen.

Inkludieren Sie eine Anleitung für die Bewerbung im Inserat

Die Stellenanzeige kann inhaltlich gut dafür genutzt werden, um zu überprüfen, wie genau ein Kandidat eine solche liest. Wenn Sie im Text eine Anleitung wie beispielsweise „Erwähnen Sie im Motivationsschreiben 3 konkrete Gründe, weshalb Sie die richtige Person für diese Stelle sind“ platzieren, merken Sie beim Anschreiben sogleich, wer wirklich Interesse am Job hat – und wer das Inserat nur kurz überflogen hat.

Stellenanzeigen sind ein Marketing-Instrument

Etwas sollte beim Verfassen von Stelleinseraten immer im Hinterkopf sein: Diese haben eine Aussenwirkung, welche weit über die Rekrutierung hinausgeht. So hat sich beispielsweise das ZDF in den letzten Tagen viel Spott auf den sozialen Netzwerken geerntet, weil der TV-Sender einen „Corporate Social Media Manager“ sucht und Kandidaten sich ausschliesslich per Postweg auf diese Stelle bewerben können. Genau aus solchen Gründen ist es enorm wichtig, sich zwischendurch auch in die Position eines Kandidaten zu versetzen, wenn eine Stellenanzeige verfasst wird. Wie könnte dieser ticken und was wäre für ihn ausschlaggebend, dass er sich für eine Stelle bewirbt – oder eben auch nicht. Denn: Möglicherweise ist ein Stellensuchender zwar kein Kandidat für die ausgeschriebene Stelle – könnte aber unter Umständen zum Kunden der Firma werden. Es ist darum wichtig, über den Tellerrand hinaus zu denken. Und eventuell haben Sie ja Kollegen in der Marketing- und PR-Abteilung, welche Ihnen gerne Inputs dazu geben, wie man eine Stellenanzeige aus Marketingsicht noch verbessern könnte.

Reichweite der Stellenanzeige vergrössern

Auch die bestformulierte Stellenanzeige nützt herzlich wenig, wenn diese nicht an den richtigen Stellen platziert und weiterverbreitet wird. Zu diesem Thema haben wir in diesem Blogpost einige wertvolle Tipps für Sie zusammengestellt.

Haben Sie weitere Tipps zum Thema „Stelleninserate schreiben“?

 

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