Talent Pools beim Active Sourcing

Talent Pools im Active Sourcing

Sie durchforsten gerade LinkedIn, XING oder Facebook auf der Suche nach passenden Kandidatinnen und Kandidaten für eine gewisse Stelle und stossen dabei auf Profile, die möglicherweise für eine andere Vakanz in Frage kommen? «Keine Zeit, die schaue ich mir später an», werden Sie sich wohl denken. Nur schade, wenn Sie später nicht mehr wissen, auf welcher Plattform Sie den talentierten Grafiker oder die vielversprechende IT-Expertin gesehen haben. Das muss nicht sein! Nutzen Sie Talent Pools.

Ordnung dank Kontakt-Datenbank

Legen Sie eine Datenbank an für Kandidatinnen und Kandidaten, die Sie für den nächsten Recruiting-Prozess in Erwägung ziehen. Das können Leute sein, die ein spannendes Berufsprofil haben oder soeben bei der Stellenbesetzung Second-Best-Kandidat wurden. Ob Sie als Datenbank ein spezifisches Tool nutzen oder eine simple Excel Liste erstellen, ist Ihnen überlassen. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie die für Sie wichtigen Angaben vorab festlegen und bei jedem Talent detailliert notieren: Name, aktuelle Funktion/Stufe, Abschluss/Ausbildung, Link des LinkedIn-Profils, Soft Skills, Bemerkungen zum Cultural Fit etc. Achten Sie darauf, dass Sie diese Kriterien filtern und miteinander koppeln können. So verlieren Sie auch bei einem schnell wachsenden Talent Pool den Überblick nicht…
Übrigens: Selbstverständlich können Sie im Talent Pool auch bestehende Mitarbeitende notieren. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn diese gerne intern die Stelle wechseln möchten.

Online-Plattform: ein Selbstläufer?

Eine Möglichkeit von Talent Pools ist, diese von potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten selbst befüllen zu lassen. Wie das geht? Natürlich online: Sie können beispielsweise auf Ihrer Karriereseite eine Plattform anlegen, bei der sich Interessierte selbständig eintragen können. Der Vorteil für Sie als Recruiter liegt auf der Hand: Sie sparen Zeit. Aber aufgepasst! Damit die Online-Plattform zum Selbstläufer wird, müssen die Kandidatinnen und Kandidaten überhaupt davon erfahren… Machen Sie Werbung auf Social Media und verlinken Sie dabei direkt auf die Plattform. Selbstverständlich müssen Sie dabei stets die Privatsphäre der Kandidaten wahren.

Offene Talent Pools: Sharing is caring

Eine Variante von Talent Pools sind solche, auf die verschiedene Unternehmen zugreifen können. Das können Unternehmen aus derselben Branche oder Region sein, die sich dadurch gegenseitig vielversprechende Talente empfehlen, welche ein Unternehmen beispielsweise aus finanziellen Gründen nicht einstellen kann. Der Vorteil dieser Art von Talent Pools? Sie verfügen über einen grösseren Talent Pool und können auf Kandidaten aus der Region oder auf wahre Branchen-Experten zurückgreifen.

Fazit: Ein lohnenswerter Aufwand

Ein Talent Pool entsteht nicht von heute auf morgen: Er muss systematisch aufgebaut werden und bedarf eines methodischen Ansatzes. Ausserdem ist nur ein aktueller Talent Pool ein guter Talent Pool – unterschätzen Sie die Pflege der Daten nicht. Trotzdem lohnen sich Talent Pools, denn damit müssen Sie beim Rekrutieren nicht bei null starten. Zeitgewinn und Kostenersparnis sind Ihnen sicher.

Welche Erfahrung haben Sie mit Talent Pools? Haben Sie Tipps & Tricks?

Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar