Studie: Wie erleben Interessierte die Candidate Experience bei den weltgrössten Firmen?

Die amerikanische Talentmarketing-Firma Phenom People hat in einer Studie die Candidate Experience bei 600 der 1‘000 weltweit grössten Firmen wie Amazon und Samsung unter die Lupe genommen. Das Ergebnis zeigt viel Verbesserungspotenzial.

Eine positive Candidate Experience wirkt sich nicht nur vorteilhaft auf das Employer Branding aus. In der Befragung gaben 87% aller Kandidaten an, dass sie nach einer positiven Erfahrung bei einem Stellen-Interview auch viel eher weiterhin gewillt sind, Produkte der Firma zu nutzen. 18% der Kandidaten gaben umgekehrt an, dass sie nach einer negativen Candidate Experience aufhören, Produkte oder Dienstleistungen der betreffenden Firma zu kaufen – was je nach Firmengrösse und Umsatz massive Kosten verursachen kann.

Candidate_Experience_Studie

Grösstes Problem: Mangelnde Kommunikation während des Bewerbungsprozesses

Was sich 2015 beim Trend Report in der Schweiz abzeichnete, ist auch zwei Jahre später in den USA nicht anders: Die Kommunikation während des Bewerbungsprozesses empfanden ganze 75% der Befragten als mangelhaft. Zwar hat ein Grossteil der Firmen automatisierte E-Mails als erstes Feedback auf eine Bewerbung. Doch danach geschieht oft über Wochen hinweg nichts mehr. Kandidaten wünschen sich, über den Prozess auf dem Laufenden gehalten zu werden und klare Angaben zu erhalten, wann mit einer Rückmeldung zu rechnen ist. Ebenso wichtig ist der Umgang mit Absagen: Kandidaten wünschen sich eine individuelle Rückmeldung dazu, weshalb sie für eine Stelle nicht berücksichtigt wurden – möglich ist dies beispielsweise mit Hilfe einer Softwarelösung.

Eine Möglichkeit, konkrete Feedbacks zur Candidate Experience einzuholen, sind Zufriedenheits-Umfragen, welche man jedem Kandidaten nach Absolvierung des Bewerbungsprozesses zustellt. Mögliche Fragen könnten hier sein, welcher Teil des Rekrutierungsprozesses angenehm war, was als negativ empfunden wurde und ob die Kandidaten allfällige Verbesserungsvorschläge zum Ablauf des Bewerbungsverfahrens haben.

Damit punkten Firmen: Einfache Bewerbungsmasken, attraktive Stellenbeschreibungen

Kandidaten wünschen sich einen möglichst einfachen Bewerbungsprozess (Stichwort One Click Bewerbungen). Was wesentlich dazu beiträgt, sind Bewerbungsmasken, mit welchen Angaben aus dem Lebenslauf oder vom LinkedIn und Xing-Profil direkt übernommen werden können. Die in der Studie Befragten bemängelten, dass in 85% der Fälle diese Angaben nicht korrekt von der Bewerbungs-Software übernommen werden. Somit wurde trotzdem ein manuelles Abfüllen der Angaben nötig, was viele Kandidaten als unnötigen Zusatz-Aufwand empfanden. Somit definitiv ein Punkt, der bei vielen Firmen noch optimiert werden kann. Gute Noten erhielten dagegen die Stellen-Ausschreibungen, welche fast zu 90% als passend und attraktiv bezeichnet wurden. Hier finden Sie unsere Tipps für aussagekräftige Stellenanzeigen.

Bessere Kommunikation und Transparenz

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass viele der insgesamt 600 unter die Lupe genommenen Firmen noch einiges verbessern können, um den Kandidaten eine rundum positive Candidate Experience zu bieten. Mit personalisiertem Content, einer transparenten Kommunikation und einem vereinfachten Bewerbungsprozess wird auf dem umstrittenen Kandidaten-Markt gepunktet.

Die detaillierten Umfrage-Ergebnisse stehen hier als E-Book zum Download bereit.

 

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