Kündigung

Studie: Warum Arbeitnehmende die Stelle wechseln

Ein höherer Lohn ist zwar ein Faktor, aber oft nicht der ausschlaggebende: Die Studie von LinkedIn zeigt, was Mitarbeitende zu einer Kündigung oder einem Stellenwechsel bewegt – und was Unternehmen tun können, um aus der hohen Zahl wechselwilliger Arbeitnehmender passende Kandidaten zu rekrutieren.

Schweizweit kündigt im Durchschnitt jeder Fünfte Arbeitnehmende die Stelle. Genauer: Gemäss aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) wechselten innerhalb eines Jahres 12 Prozent aller Erwerbstätigen ihren Job, daneben verliessen 6,7 Prozent der Arbeitnehmenden den Stellenmarkt (beispielsweise wegen Pensionierung).

Werden aus der Statistik die Stellenwechsel innerhalb einer Unternehmung exkludiert, vollzieht rund jeder sechste Arbeitnehmende innerhalb eines Jahres einen Stellenwechsel (siehe Grafik).

Stellenwechsel Statistik

Die Grafik des BFS zeigt eine seit 2010 stabile Quote an Stellenwechselnden – Wechsel innerhalb eines Unternehmens sind davon ausgenommen (Quelle: www.bfs.admin.ch).

Das Business-Netzwerk LinkedIn eruiert in der Studie «Why & How People Change Jobs», was Arbeitnehmende zu einer Kündigung Ihrer Anstellung bewegt. Von der Auswertung der Antworten von 10’536 Studienteilnehmenden und über sieben Millionen auf LinkedIn angemeldeten NutzerInnen aus aller Welt lassen sich folgende Erkenntnisse ableiten:

Karriere vor Lohn

Logisch, dass eine angemessene Entlöhnung wichtig ist. 54 Prozent der Befragten gibt an, dass eine höherer Lohn und/oder höhere Boni den Jobwechsel beeinflusste. Wie das Business-Netzwerk festhält, für die Mehrheit der Arbeitnehmenden aber Karrierechancen eine grössere Motivation als das Gehalt.

Zusätzlich zeigt sich, dass jüngere Generationen eher auf der Suche nach Herausforderungen in einer für sie neuen Branche sind, während ältere Arbeitnehmende ihrem Metier eher treu bleiben.

Obwohl die Karriere wichtiger als der Lohn scheint, erhält knapp Drei Viertel der Wechselnden am neuen Arbeitsplatz einen höheren Lohn als zuvor (siehe Grafik).

LinkedIn Jobwechsel Grafik

74 Prozent der Stellenwechselnden erhalten an ihrem neuen Arbeitsplatz mehr Lohn als zuvor, während bei 12 Prozent das Gehalt sinkt und bei neun Prozent gleich bleibt (Quelle: business.linkedin.com).

Klein ist das neue Gross

Weltweit wechseln mehr und mehr Arbeitnehmende zu kleinen Unternehmungen, was sicherlich auch mit oben erwähnter Devise «Karriere vor Lohn» zusammenhängt. LinkedIn empfiehlt dabei kleinen wie grossen Firmen, geeignete Kandidaten anzuziehen, indem dargelegt wird, welche Kompetenzen und Verantwortungen eine Anstellung an einem neuen Arbeitsplatz bringt und welche Entwicklungschancen ein offener Job für Stellensuchende birgt.

Employer Branding

Für LinkedIn das grösste Hindernis vor einem Stellenwechsel: Nicht zu wissen, was die potenzielle neue Stelle bringt. Wer in Personalmarketing investiert und aktives Employer Branding betreibt, reduziert oder beseitigt im besten Fall erwähnte Ungewissheit für Stellensuchende. Wie dies funktioniert und welche Möglichkeiten HR-Abteilungen rund um’s Employer Branding nutzen sollten, um die eigene Unternehmung als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, erläutern wir im kommenden Prospective-Blogpost.

Via und Bildmatrial

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