Stellenanzeigen-Texte optimieren mit Textio

Attraktive Stellenanzeigen zu schreiben, ist eine Königsdisziplin in der Rekrutierung. Beim Startup „Textio-Talent“ können Stellenanzeigen-Texte untersucht und optimiert werden – dies bereits bevor sie veröffentlicht werden.

Beim Schreiben von Stellenanzeigen besteht die Gefahr, dass man immer wieder auf altbewährte Textbausteine zurückgreift und Kandidaten mit Sätzen langweilt, welche sie schon hundertmal gelesen haben. In der Regel erkennt man erst am Rücklauf auf eine Stellenanzeige, ob diese bei den Kandidaten gut angekommen ist. Die Macher von Textio haben eine Vision, wie sich dies verändern soll: Die Software soll Recruitern dabei helfen, ihre Texte zu optimieren, bevor diese überhaupt veröffentlicht werden. Basierend auf tausenden Stellenanzeigen, welche bereits ausgewertet wurden, hat Textio einen Kriterienkatalog entwickelt, was eine erfolgreiche Stellenanzeige ausmacht. Mithilfe dieses Kriterienkatalogs werden Stellen-Ausschreibungen auf ihre Wirksamkeit getestet.

So kann Textio genutzt werden

Als Unternehmen hat man die Möglichkeit, einen gratis Probe-Account bei Textio anzulegen. Auf der Benutzeroberfläche kann man den Stellenanzeigen-Text eingeben, woraufhin dieser untersucht wird. Es gibt einen Textio Gesamtscore, der auf einer Skala von 1 bis 100 anzeigt, wie die Stellenanzeige im Vergleich zu anderen Stellenanzeigen in der gleichen Branche abschneidet. Diesem Score liegen Daten aus bereits erschienenen Stellenanzeigen von über 10‘000 verschiedenen Firmen zugrunde. Mithilfe eines Algorithmus wird bei Textio ausgewertet, wie viele Bewerbungen aufgrund von einer Stellenanzeige bei der Firma eintreffen und wie schnell eine Stelle mit einem passenden Kandidaten besetzt werden kann.

Zu den Stärken eines Textes kann beispielsweise zählen, dass nur wenige Klischees darin vorkommen, Adjektive angemessen genutzt werden und der Text in aktiver Sprache geschrieben ist. Negativ kann beispielsweise sein, dass Sätze zu lang sind, der Text insgesamt zu wenig gut strukturiert wurde oder wenn zu viele inhaltliche Wiederholungen darin vorkommen. Nebst der Länge der einzelnen Sätze wird auch die Gesamtlänge der Anzeige kritisch unter die Lupe genommen. Die positiv und negativ bewerteten Textbestandteile werden direkt im Text hervorgehoben.

TextioTalent Screenshot

Der Text kann direkt auf der Benutzeroberfläche editiert werden. Während des Schreibens erhält der Verfasser nützliche Hinweise, wie er den soeben getippten Satz optimieren kann. Ebenso wird detailliert begründet, warum gewisse Textbausteile vorteilhaft sind und weshalb andere umgeschrieben werden sollten.

Leider ist die Dienstleistung von Textio bis anhin nur in englischer Sprache verfügbar. Eine solche Text-Analyse-Software wäre bestimmt auch für Recruiter in anderen Sprachregionen interessant.

Kurz-Checkliste für das Verfassen einer guten Stellenanzeige:

  • Wählen Sie einen aussagekräftigen Titel inklusive den wichtigsten Keywords
  • Tätigkeiten und Voraussetzungen sollten priorisiert werden
  • Achten Sie auf eine gute Struktur des Stelleninserates inkl. Kurzvorstellung der Firma, Beschreibung des Stelleninhaltes, Anforderungen an die Kandidaten sowie auf welche Arten man sich bewerben kann und bis wann
  • Punkten Sie mit Transparenz in Sachen Firmenkultur, zum Beispiel mit Testimonials von Mitarbeitenden und/oder Video-Portraits
  • Viele Kandidaten interessieren sich dafür, welchen Salär-Rahmen und welche Sozialleistungen sie bei einer Anstellung erwarten können – eine Kurz-Information darüber kann hilfreich sein

Unseren ausführlichen Post mit weiteren Inputs zum Schreiben von Stellenanzeigen finden Sie hier.

Würden Sie einen solchen Text-Roboter zur Optimierung von Ihren Stellenanzeigen nutzen?

 

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