Eine runde Alexa steht auf einem Tisch

Sprachassistent Alexa im Recruiting

«Alexa, wie wird das Wetter heute?» So oder so ähnliche Fragen werden dem Sprachassistenten von Amazon zu tausendfach gestellt. Dabei entwickelt sich die Assistententechnologie immer weiter und wird bereits im Recruiting verwendet. Wie, das verraten wir Ihnen hier.

Neue Mittel zur Mitarbeitendengewinnung

Dass der Fachkräftemarkt hart umkämpft ist, wissen Unternehmen nicht erst seit gestern. Bessere Ausbildungen und eine veränderte Wertvorstellung sind nur zwei der Punkte, die potenzielle Kandidaten mit sich bringen und wählerisch werden lassen. Und seit Beginn der Pandemie herrscht auch eine gewisse Vorsicht, wenn es um einen Stellenwechsel geht. Sicherheit geht momentan vor. Unternehmen, die neue Mitarbeitende suchen, müssen nun kreativ werden und über ihren gewohnten Horizont hinausblicken, um ihre Kandidaten zu erreichen. Innovatives, digitales Recruiting steht nun an erster Stelle und ist hier, um zu bleiben. Einige Schweizer Unternehmen haben dies bereits für sich entdeckt und verbreiten ihre Stellenanzeigen nicht mehr nur über klassische Karriereplattformen. Auch Social Media und interne Influencer werden eingesetzt – und das mit Erfolg. Der nächste Trend, der einen Aufschrei in der HR-Welt freisetzt: Alexa. Genau, der Sprachassistent von Amazon.

Alexa, der nächste Recruiting-Trend?

Aber wie genau soll denn Alexa beim Recruiting-Verfahren unterstützen? In erster Linie gibt es drei Möglichkeiten, wie Bewerbende auf eine Stellenanzeige aufmerksam werden. Erstens, sie fragen direkt. «Alexa, welche Jobs werden in Zürich als Personaler angeboten?» Oder zweitens, Karriereportale mit Voice Apps werden durch Alexa aktiviert. «Alexa, suche mir auf Jobs.ch alle Personalstellen in der Umgebung von Zürich heraus.» Oder drittens, der Sprachassistent wird gebeten, die Voice App eines Unternehmens anzufragen. «Alexa, frage Unternehmen XY, welche Stellen offen sind.» Solche Sprachassistenten helfen nicht nur schneller Stellenangebote zu finden, sie überwinden oftmals auch Barrieren, die körperlich beeinträchtigte Personen zunächst vor eine Herausforderung stellt. Um sicherzugehen, dass Sprachassistenten wie Alexa Ihre Stellenanzeige aber auch abrufen kann, müssen Drittanbieter – wie Job.ch oder JobScout24 einen Sprachassistenten anbieten. Wer auf seiner eigenen Karriereplattform solch einen Dienst anbieten möchte, der braucht eine Voice App oder muss sicherstellen, dass gewisse technische Daten und Kennzeichnungen vorhanden sind. Sonst können Google und die restlichen Suchmaschinen die Texte nicht richtig erkennen und auch nicht durch Sprachassistenten wieder geben.

Weiterführende Fragen klären

Hat ein Kandidat eine passende Stellenausschreibung durch seinen Sprachassistenten vernommen, so möchte er weiterführende Fragen klären. Unternehmen müssen deshalb Dialoge entwickeln, die Fragen wie Remote Office, Ferien, Fringe Benefits, Standorte, mögliche Gehaltsvorstellungen etc. abdecken. Und natürlich: Wie sich die Kandidaten bewerben können. Auch eine eventuelle Bereitstellung von PDF muss berücksichtigt werden.

In welchen Branchen können Sprachassistenten erfolgreich werden?

Mit der immer weiterführenden Digitalisierung ist es nicht unwahrscheinlich, dass in einigen Jahren Sprachassistenten und ähnliche Tools gang und gäbe im Recruiting sein werden. Unternehmen, die etwa in der IT-Branche tätig sind, sollten diese Wahrscheinlichkeit berücksichtigen. Doch auch andere Branchen sollten einen Blick in die Thematik hineinwerfen, wohl auch, weil die Generation Z auf dem Vormarsch ist und bekanntlich gern und oft digital unterwegs ist.

Haben Sie schon mithilfe von Sprachassistenten Bewerbungsverfahren eingeleitet? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.

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