Social Networks legen weiter zu – auch beim Recruiting

Der Frühjahrsmonitor des Gesamtverbandes der Kommunikationsagenturen (GWA) zeigt, 82 Prozent der deutschen Werbeagenturen nutzen Soziale Netzwerke und Blogs – Tendenz steigend – vor allem im Bereich Recruiting.

Social Media als Werbe-Instrument

Obwohl die Rendite der Branche im Jahre 2009 insgesamt stark zurückgegangen ist, erwarten die befragten Agenturen aus Deutschland in diesem Jahr ein deutliches Wachstum auf der Einkommensseite – dieser wird insbesondere durch zunehmend anziehende Wirtschaft gefördert. Vor allem von den Bereichen der Energie- und Internetwirtschaft, als auch von der Automobilbranche und den Finanzintermediäre erhofft man sich nach einer gewissen kommunikativen Zurückhaltung im letzten Jahr eine deutliche Zunahme an Werbeausgaben. Auch unter dem Gesichtspunkt des zunehmenden Kostendrucks und einem harten Wettbewerb auf dem Markt, schätzen rund 90 Prozent der befragten Unternehmen, dass die Bedeutung sozialer Medien für die Marketing-Kommunikation weiter zunehmen wird. Der wachsende Einfluss wird sich nach Einschätzung der Befragten vor allem auf die TV-Werbung (22%), die Print-Werbung (21%) und das Dialogmarketings (20%) negativ auswirken. Drei Viertel der befragten Agenturen geben ausserdem an, schon selber Social-Media-Projekte realisiert zu haben. Eine deutliche Mehrheit der Werbetreibenden betrachtet diesen Geschäftsbereich als einen integralen Bestandteil ihrer Tätigkeit – und nutzt diesen auch ausgiebig als Werbeinstrument für eigene Zwecke.

Werbe-Agenturen und Recruiting

Die befragten Werbe-Agenturen geben an, dass sie vor allem Facebook (82%), Twitter (82%) und Xing (64%) als Plattformen verwenden. Diese Netzwerke werden hauptsächlich als Recruiting-Instrument (73%), zur externen Kommunikation mit Medien (53%) oder zur internen Kommunikation mit Mitarbeitenden (50%) verwendet. Im Zuge der Suche nach neuen Talenten twittern über 60% aller Personaler und auch YouTube kann mit seinen 57% bereits als etabliertes Instrument betrachtet werden.

Die Relevanz der sozialen Kanäle wird gemäss einer Mehrheit der Befragten noch deutlich zunehmen, da sie für eine ganzheitliche Kommunikation und eine umfassende Marketingstrategie unabdingbar sind. Obwohl so eine mögliche Einflussnahme und in der Folge das Momentum über die Kontrolle der eigene Marke abgeschwächt wird, bieten sie Potenzial für eine erhöhte Interaktion zwischen Werbetreibenden und Konsumenten. Dies wiederum ist ein grosser Vorteil für eine adäquate und spezifische Ansprache von neuen Talenten.

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