Vorhang auf für: Social Distribution

Bereits vor einigen Wochen haben Sie einen Blogbeitrag zum Thema Social Recruiting gelesen. Dieser Beitrag soll das Thema Social Distribution vertiefen und Ihnen praktische Tipps & Tricks mit auf den Weg geben. So erreichen Sie Ihre Zielgruppe effizient und überzeugen potentielle Kandidatinnen und Kandidaten mit einem professionellen Auftritt auf Social Media.

Do’s

Kanalgerechte Tonalität
Sie wollen eine Stelle auf Social Media bewerben? Gute Idee – sofern Sie die Linkposts an den jeweiligen Kanal (LinkedIn, Twitter, Facebook) anpassen. Vermeiden Sie es, ein- und denselben Posttext für sämtliche Kanäle zu verwenden. Jeder Kanal hat nämlich einen eigenen Tone of Voice. Darf der Posttext auf Facebook ein wenig frecher und witzig sein, so sollten Sie auf LinkedIn eher professionell und neutral kommunizieren. Trotzdem gilt auch auf LinkedIn: Marketing-Sprache und werberische Formulierungen sind von gestern. Bringen Sie die Social Media Nutzer mit kreativen und überraschenden Formulierungen zum Schmunzeln.
Übrigens: Hashtags sind auf Facebook zwar möglich, aber nicht empfehlenswert. Sie gehören klar zu Instagram und sollten darum auch nur auf diesem Kanal eingesetzt werden.

Zur Handlung auffordern
Bei jedem Social Media Post sollten Sie Ihre Follower zu einer Handlung auffordern. Geht es darum, dass sich Kandidaten auf die Stelle bewerben? Oder wollen Sie einfach das Engagement Ihrer Community fördern oder zur Wettbewerbsteilnahme animieren? Oder möchten Sie potentielle neue Mitarbeitende zum Tag der offenen Tür in Ihrem Unternehmen einladen? Je nach Art Ihres Posts (Linkpost, Engagement-Post, Wettbewerb) sollten Sie Ihren Call-to-Action anpassen. «Jetzt bewerben», «Jetzt anmelden», «Hier mehr erfahren!» – fordern Sie Ihre Community zu einer Handlung auf!

Geschwindigkeit ist alles
Social Media lebt von seiner Geschwindigkeit – bei Social Distribution müssen also auch Sie als Recruiter schnell sein. Wenn Sie zwei Tage brauchen, um auf einen Facebook-Kommentar zu reagieren, dann haben Sie leider schon verloren. Vergewissern Sie sich, dass Sie Zeit haben, die externen Anfragen zu bearbeiten, d.h. die sogenannte Community zu managen. Ist dies nicht der Fall, können Sie sich überlegen, welches Team sich darum kümmern könnte: Vielleicht jemand aus dem Bereich Content-Production, Unternehmenskommunikation oder haben Sie gar ein spezifisches Community Management? Wichtig ist dabei, dass die Person Social Media-affin ist und weiss, dass Höflichkeit das oberste Gebot ist: Zeitnah reagieren, sich bei Hinweisen bedanken und für Fehler entschuldigen.

 

Dont’s

Ellenlanger Posttext
Haben Sie gewusst, dass Sie auf Facebook im Prinzip einen Post mit 63’000 Zeichen verfassen könnten? Natürlich macht das aber überhaupt keinen Sinn – denn das liest wohl niemand. Die Faustregel besagt, dass Posttexts auf Facebook nicht länger als 140 Zeichen haben sollten. Andernfalls kommt der «mehr anzeigen»-Button, was es zu vermeiden gilt. LinkedIn lässt ein paar Zeichen mehr zu: Zum Verfassen Ihres Posts bleiben Ihnen 250, bei Twitter sind es mittlerweile gar 280 Zeichen. Sie sehen: In der Kürze liegt die Würze!
Schreiben Sie – ganz nach dem Pyramidenprinzip – das Wichtigste zuerst. Denn der rasche und unaufmerksame Leser wird es vielleicht gar nicht über den ersten Satz des Posts schaffen…

Falscher Kanal für die falsche Zielgruppe
Sie werben für eine Teamleiter-Stelle auf Snapchat? Ihr Praktikum für Maturitätsabgänger haben Sie auf LinkedIn und Facebook ausgeschrieben? Dann ist bei Ihrer Social Media-Strategie gründlich etwas schiefgelaufen… Überlegen Sie sich gut, welche Stelle Sie auf welchem Kanal bewerben – denn nicht alle Zielgruppe benutzen dieselben Social Media-Kanäle: 14-29-Jährige sind vor allem auf Instagram aktiv, berufliche soziale Netzwerke wie LinkedIn oder XING werden erst ab ca. 30 Jahren relevant und die Zielgruppe 50+ hält in erster Linie auf Facebook auf. Das Giesskannenprinzip – also alle offenen Stellen und alle Unternehmensposts auf sämtlichen Kanälen zu publizieren – ist Zeit- und Ressourcenverschwendung.

Rechtschreibfehler, falsche Links & Co.
Wo gehobelt wird, fallen Späne – trotzdem sollten Sie tunlichst vermeiden, dass sich in Ihren Unternehmensposts Tippfehler einschleichen. Befolgen Sie das Vier-Augen-Prinzip und lassen Sie Ihre Texte von jemandem gegenlesen, bevor Sie diese publizieren. Links, die nicht funktionieren oder auf die falsche Seite führen, sind nicht nur unschön, sondern sorgen für eine schlechte Conversion. Bilder bewegen und schaffen Emotionen. Versichern Sie sich deswegen in der Link-Vorschau, dass das Bild qualitativ gut angezeigt wird und das Format stimmt. Verpixelte Bilder werfen – im wahrsten Sinne des Wortes – ein schlechtes Bild auf Ihr Unternehmen.

 

Haben Sie Erfahrung mit Social Distribution? Wie werben Sie auf Social Media für Ihre offenen Stellen?

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