Tipps, damit Ihnen das Onboarding auch remote gelingt

So klappt das Onboarding auch im Home-Office

Die aktuelle Situation stellt uns alle vor neue Herausforderungen – auch das HR: Am 1. April werden wieder unzählige Mitarbeitende ihren ersten Arbeitstag in einer neuen Firma haben – ohne das Firmengebäude zu betreten. Eine neue Stelle im Home-Office anzutreten, ist nicht ganz ohne. Umso wichtiger, dass Sie als HR wissen, worauf es beim Online-Onboarding ankommt. Nachfolgend finden Sie einige Tipps, sodass sich die neuen Kollegen von Anfang an gut begleitet fühlen.

Geräte organisieren und testen

Stellen Sie sich vor: Ihre neuen Mitarbeitenden sitzen zuhause und können nichts machen – weil ihnen wichtige Zugriffsberechtigungen oder gar der Laptop fehlen. Das darf natürlich nicht passieren. Lassen Sie den neuen Mitarbeitenden die nötigen Devices wie Laptop, Tastatur, Headset etc. frühzeitig per Post zukommen und kontrollieren Sie akribisch, ob alle nötigen Devices und Zugriffe funktionieren.

Welcome Day per Video-Konferenz

Normalerweise erhalten die neuen Mitarbeitenden in den ersten paar Tagen alle wichtigen Informationen über das Unternehmen: Wer arbeitet in meinem Team? Wer ist wofür zuständig? Wie ist das Unternehmen strukturiert? Welche Prozesse sind definiert? Und was ist eigentlich die Vision des Unternehmens? Stellen Sie sicher, dass die neuen Mitarbeitenden diese Fragen erklärt bekommen – etwa in Form eines Webinars.
Grössere Unternehmen veranstalten nicht selten einen Welcome Day, an dem alle Neuankömmlinge gemeinsam begrüsst und die Firmenkultur präsentiert wird. Dieser Welcome Day muss nicht ins Wasser fallen: Mittels Live-Übertragung oder über eine Video-Konferenz können die Vertreter einzelner Geschäftsbereiche nach wie vor alles Wichtige über das Unternehmen erzählen.

Kommunikation ist das A&O

Was auch unter normalen Bedingungen gilt, gewinnt im Rahmen des Home-Office noch mehr an Bedeutung: die Kommunikation. Stellen Sie sicher, dass sich die neuen Mitarbeitenden mit ihren Teamkollegen austauschen können – sei es via Skype for Business, Zoom oder einen informellen Gruppenchat im WhatsApp. Grundsätzlich steht nicht nur der fachliche Austausch, sondern auch die soziale Integrierung des neuen Teammitglieds im Zentrum.
Besonders die Vorgesetzten sollten regelmässig mit den neuen Mitarbeitenden in Kontakt treten und deren Gemütszustand messen. Es ist auf jeden Fall besser, einmal zu viel als einmal zu wenig mit dem neuen Kollegen zu telefonieren oder zu skypen.

Gotte-Götti-System

Stellen Sie – wenn möglich – den neuen Mitarbeitenden einen Götti oder eine Gotte zur Seite. Bestenfalls handelt es sich bei dieser Bezugsperson um einen erfahrenen Kollegen – auch wenn im Fokus der Beziehung nicht zwingend das Operative, sondern eher das Zwischenmenschliche steht: Der Götti ruft seinen neuen Kollegen regelmässig an und erkundigt sich nach dessen Wohlergehen. Am besten erfolgt dieser Anruf täglich und in Form eines Video-Calls anstelle eines Telefonats, damit auch die Mimik berücksichtigt werden kann. Mit diesem regelmässigen privaten Austausch soll verhindert werden, dass sich der neue Mitarbeitende zuhause alleine gelassen oder gar einsam fühlt.

Wissensaufbau dank E-Learnings

E-Learnings sind in den meisten grösseren Unternehmen bereits seit einiger Zeit gang und gäbe. Durch die aktuelle Lage ist die Digitalisierung aber in Windeseile vorangetrieben worden und im Internet lassen sich diverse Weiterbildungskurse zu verschiedenen Themen finden. Externe Weiterbildungsmöglichkeiten sind beispielsweise Webinare. Bei internem Know-how – zum Beispiel zu Arbeitsprozessen oder internen Tools – können dem neuen Kollegen Video-Tutorials oder schriftliche Anleitungen weiterhelfen. Stellen Sie stets sicher, dass bei allen E-Learning-Unterlagen eine Ansprechperson notiert ist, an die sich der neue Mitarbeitende bei Fragen wenden kann.

 

Sie sehen: Onboarding ist wichtig – gerade jetzt. Immerhin haben die ersten Wochen im neuen Unternehmen einen grossen Einfluss auf das Engagement und die Zufriedenheit des Mitarbeitenden. Das wirkt sich längerfristig auch seine Leistung aus. Von einem optimalen Onboarding profitiert also nicht nur der neue Mitarbeitende, sondern auch Sie vom HR und das ganze Unternehmen.

 

Haben Sie Erfahrung mit remote Onboarding? Wir sind gespannt auf Ihren Kommentar.

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