Eine Frau hat die Hände an die Stirn gelegt und schaut auf ihren Laptop

Schlechte Bewerbungen – was Sie jetzt dagegen tun können

Die Stellenausschreibungen sind schon seit einigen Tagen oder sogar Wochen online, doch die eintreffenden Bewerbungen sind allesamt unzureichend. Woran kann das liegen? Wir erklären Ihnen, warum sich unpassende Kandidaten bewerben und wie Sie diese verhindern können.

Mit jedem Tag, der vergeht und jeder geschriebenen Absage steigt der Frust in der HR-Abteilung. Doch nicht nur die Stimmung wird zunehmend schlechter, auch der Zeitaufwand steigt stetig an. Mühsam wird es primär dann, wenn zu viele Bewerbungen von unpassenden Bewerbenden eintrudeln. Zu wenig Erfahrung, zu ungenaue Fähigkeiten oder zu wenig Softskills sind dabei nur drei der vielen Gründe, warum man Kandidaten absagen muss. Doch wieso landen solche Bewerbungen überhaupt auf dem Arbeitstisch? In den allermeisten Fällen liegt der Fehler nicht bei den Kandidaten, sondern bei der Firma selbst. Zum Glück können mit einigen kleinen Anpassungen schon bald passende Bewerbungen in Aussicht stehen.

Gründe, warum Sie schlechte Bewerbungen erhalten

Ihre Stellenausschreibung ist zu generisch. Ist Ihre Stellenausschreibung eventuell zu breit gefächert oder eben zu allgemeingültig, erweitert sich der Kandidatenpool automatisch. Dabei kommen allerdings auch mehr unpassende Bewerbungen dazu. Einfach, weil zu viele Faktoren austauschbar sind. Schreiben Sie daher für jede einzelne Stelle eine neue, ganz individuelle Stellenausschreibung aus. Achten Sie beim Schreiben darauf, eine ausführliche Beschreibung der Tätigkeiten und geforderten Skills anzugeben. Können sich mögliche Kandidaten ein klares Bild aller zu erfüllenden Aufgaben und Ansprüche machen, so werden diese schnell entscheiden, ob sie für die Stelle geeignet sind. Sollten Sie in einem sehr spezifischen Feld suchen, müssen Sie dies unbedingt auch in der Beschreibung und im Berufserfahrungsfeld schreiben. Ansonsten werden sich hier etwa Anfänger oder Berufseinsteiger melden, obwohl Sie mehrjährige Erfahrungen und spezielle Skills benötigen.

Sie kennen Ihre Zielgruppe nicht. Wenn Stellenausschreibungen geschrieben werden, haben viele Personaler oftmals noch kein genaues Bild im Kopf, wen sie eigentlich suchen. Und wer seine Zielgruppe – und somit seine potenziellen Neuangestellten – nicht kennt, weiss auch nicht, wonach er eigentlich sucht. In solchen Fällen hilft es, eine genaue Recherche zu betreiben. Was sind die Wünsche meiner Zielgruppe? Welche Benefits kann meine Firma ihnen bieten? Nach der Recherche hilft es, mit sogenannten Personas zu arbeiten. Diese fiktiven Kandidaten stehen stellvertretend für echte Angestellte. Dabei kann eine Persona eine ziemlich weitreichende Backstory haben. Dabei können nicht nur Name, Alter und Wohnort definiert werden, sondern auch Interessen, Hobbys, Skills, Arbeitserfahrung, Persönlichkeit, Haustiere etc. Wichtig: Diese erfundene Person sollte Eigenschaften aus der vorangehenden Recherche aufweisen.

Ein weiterer Punkt, der in diese Kategorie fällt: Ein direkter Austausch mit der suchenden Abteilung kann Wunder bewirken. Sprechen Sie mit der Abteilungsleitung oder den Abteilungsmitarbeitenden und notieren Sie sich das Anforderungsprofil der offenen Stelle auf. Das hilft Ihnen, eine genauere Stellenbeschreibung zu verfassen.

Sie hören sich nicht im Unternehmen um. Beziehen Sie bei der Stellensuche unbedingt bereits bestehende Mitarbeitende ein. Vielleicht kennt jemand jemanden, der gerade auf Stellensuche ist oder der wunderbar zum Team passen würde. Über ein Intranet lassen sich offene Stellen besonders gut intern verbreiten. Möglicherweise möchte jemand auch intern die Abteilung wechseln?

Sie betreiben nicht genug Employer Branding. Employer Branding ist ein wunderbares Tool, um sein Unternehmen in der heutigen digitalen Welt in ein positives und nahbares, freundliches Licht zu rücken. Kandidaten informieren sich in der Regel immer vor einer Bewerbung über das Unternehmen. Da werden sie auch früher oder später auch entweder per Mundpropaganda oder auf den sozialen Medien von Ihrem Unternehmen hören. Fühlen sich mögliche Kandidaten schon vor einer Bewerbung angesprochen, steigt die Möglichkeit einer Kompatibilität. Denn gleich und gleich gesellt sich gern.

Weitere Punkte für unpassende Bewerbungen können sein:

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