Pepper Roboter SoftBank

Roboter statt Menschen? Künstliche Intelligenz im Recruiting

Sich bei einem Roboter vorzustellen, mag vielleicht noch etwas seltsam erscheinen, wird aber zweifellos das Recruiting der Zukunft prägen. Am Beispiel des Chemie- und Pharma-Konzerns Bayer beleuchten wir, wie künstliche Intelligenz (KI) die HR-Branche verändert.

HR- und Recruiting-Experte Gero Hesse erläuterte im Interview mit Prospective, was aus seiner Sicht modernes Recruiting bringen wird: «mehr Strategie, mehr Ganzheitlichkeit und mehr TECH-Integration».

Hesse erwähnte im Zusammenhang mit technischem Fortschritt das Unternehmen Bayer. Der weltweit tätige Chemie- und Pharma-Konzern stellte kürzlich vier Roboter vor. Mit diesen soll der nächste Schritt modernen Recruitings eingeläutet werden.

Roboter mit Humor

Der von Bayer auf den Namen «Bobby» getaufte Roboter ist eines von vier Modellen, das künftig beim Recruiting zum Einsatz kommen soll. Im folgenden Video zeigt Hans-Bernd Schmitz von Bayer, wie ein Gespräch zwischen Mensch und Maschine ablaufen kann:

Entwickelt wurde der Roboter vom japanischen Hersteller SoftBank Robotics,  genauer vom französischen Hersteller Aldebaran, der mehrheitlich zu SoftBank Robotics gehört. Wie SoftBank schreibt, sei das Modell «viel mehr als ein Roboter» und sieht diesen als «ein Begleiter, der in der Lage ist, zu kommunizieren». Ausgestattet ist das Modell mit zahlreichen Sensoren, Hindernis-Detektoren sowie drei Kameras.

Eingesetzt wurden die Roboter bisher beispielsweise an Messen. Dort sollten sie vor allem einfache Fragen beantworten und Interessierten unter anderem Auskunft über das Unternehmen geben oder ihnen mitteilen, auf welchem Weg sie sich am besten bewerben. Realistisch ist auch, dass Roboter in naher Zukunft neben dem Kontakt mit Bewerbenden auch zur internen Mitarbeiter-Kommunikation genutzt werden.

Bisher erst ergänzend anstatt ersetzend

Mit einem Roboter zu sprechen, mag für Europäer noch etwas seltsam anmuten – besonders bei einem so persönlichen Thema wie der eigenen Bewerbung. Bisher ersetzen Roboter im HR und Recruiting auch (noch) keine Menschen. Sie sind vor allem noch dazu da, «echte» Recruiter aus Fleisch und Blut zu entlasten und gewisse Routine-Aufgaben wie das Erteilen von Auskünften abzunehmen.

Das Potenzial ist enorm, nicht nur betreffend Effizienz-Steigerung und Kosten-Senkungen im HR und Recruiting, sondern auch beim Vermeiden menschlicher «Makel». So unterliegen Roboter nicht dem «Halo-Effekt», der beim Recruiting eine unerwünschte Wahrnehmungsverzerrung verursachen kann.

Künstliche Intelligenz (KI) bietet neben Robotern zahlreiche weitere Möglichkeiten fürs Recruiting. So lassen sich heute bereits mit einer Sprach-Analyse-Software relativ effizient erste Rückschlüsse auf Persönlichkeit und Eignung von Bewerbenden ziehen.

Wir bleiben dran und werden in nächster Zeit weitere konkrete Beispiele beleuchten, die zeigen, wie Trends und Innovationen rund um das Thema künstliche Intelligenz im HR und Recruiting Einzug halten.

Via und Bildmatrial

Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar