Rekrutierung via Roboter – das Erfolgsmodell der Zukunft?

Eine Rekrutierung, welche vollständig von Computern abgewickelt wird, ist nicht mehr länger nur ein fernes Zukunftsszenario. Wie ein Artikel in der Computerwoche aufzeigt, wird dies bereits praktiziert.

Der Druckerhersteller Xerox nutzt eine neuartige Methode, um seine Bewerber auf Herz und Nieren zu prüfen. Mithilfe eines Statistikprogramms werden Gemeinsamkeiten von langjährigen Mitarbeitenden festgelegt. Aufgrund der daraus abgeleiteten Kriterien – so zum Beispiel, wie viele soziale Netzwerke von den Mitarbeitern genutzt werden – wird durch ein Analyseprogramm entschieden, ob ein Kandidat für die Einstellung in Frage kommt. Die Rolle des Personalers dabei ist verschwindend klein: Er muss am Schluss nur noch sein OK zum Vorschlag des Computers geben.

Das Ziel: Per Knopfdruck den idealen Kandidaten finden

Mit diesem Vorgehen steht Xerox nicht alleine da, vor allem grosse US-Konzerne nutzen diese Möglichkeit schon jetzt häufig. Statt bei der Rekrutierung auf das Bauchgefühl zu achten, wird die Entscheidung einer Maschine überlassen. Aus den gesammelten Daten von langjährigen Mitarbeitern wird errechnet, was einen „idealen“ Mitarbeiter ausmacht. So wird zum Beispiel ausgewertet, wo diese Mitarbeiter studiert haben, wie ein typischer Werdegang eines langjährigen Mitarbeiters aussieht und welche Eigenschaften ihn auszeichnen.

Der von Xerox angewendete Computertest wertet aufgrund der Antworten der Kandidaten aus, ob die Bewerber dem von der Firma gewünschten Profil entsprechen. Dies soll die Qualität der Neueinstellungen steigern und dafür sorgen, dass die eingestellten Mitarbeiter länger für die Firma tätig sind.

Ist die „Roboter-Rekrutierung“ fair?

Rekrutierung per RoboterGemäss des Artikels urteilen die Computer oft gerechter als die Personaler. So können auch Angestellte mit einem nicht ganz makellosen Lebenslauf per Computer eine Runde weiterkommen, so zum Beispiel Personen mit einer kriminellen Vergangenheit. Wie die Statistiken aus der Call Center-Branche zeigen, sind diese nämlich häufig produktiver als Kollegen mit einer makellosen Vergangenheit. Ob dies auch für andere Branchen bereits geprüft wurde, wird in diesem Artikel nicht erläutert.

Auch für sogenannte Job-Hopper, also Arbeitnehmer, welche häufig die Stelle wechseln , soll die Befragung per Computer bessere Chancen bieten. Während Personalfachkräfte solche Personen gerne schon beim ersten Durchschauen des Lebenslaufs aussortieren, kann die computerisierte Datenanalyse beispielsweise ausrechnen, ob die Kündigungswahrscheinlichkeit bei dem betreffenden Kandidaten aussergewöhnlich hoch ist – oder eben doch nicht.

Den vollständigen Artikel zum Thema finden Sie hier.

Ersetzen Roboter künftig Personaler und kann ein Algorithmus den Menschen ersetzen? Wie beurteilen Sie diese Situation?

 

 

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1 Comment
  • Robotik

    26. Februar 2014 at 20:19

    Es ist schon erstaunlich wozu die Robotik mittlerweile im Stande ist, wenn man sie mit der richtigen Software kombiniert. Diese Sparte im Maschinenbau wird auch in Zukunft starke technologische Fortschritte machen. Wenn man überlegt wie viel Geld alleine Google in die Robotik steckt. Aber die Nachfrage ist offensichtlich da.

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