Personal Branding 2.0 – Ich bin die wichtigste Marke meines Lebens

Mein Name ist weder Porsche noch Apple und Coca-Cola trinke ich nur. Ich erwirtschafte auch keine Nettoergebnisse von einigen hundert Millionen Dollar wie Nike. Eine Marke bin ich dennoch und wenn ich‘s mir genau überlege, sogar die wichtigste Marke meines Lebens.

Mein Auftritt im Netz markiert Präsenz. Ich bin mein eigener Brandmanager und ich verstecke mich nicht (…müsste eigentlich in mein CV…). Suchmaschinenergebnisse über mich zu minimieren ist nicht mein Stil, zu auffällige Lockmittel vermeide ich.

Die Sozialen Netzwerke nutzen

Auf meinem Twitter-Account berichte ich aktiv über Gemütslage, Tipps, Links und mein gegenwärtiges Tun. Ich arbeite an meinem Corporate Branding, habe sowohl auf Facebook, Xing wie auch auf Twitter das gleiche Photo hochgeladen und sogar ein Profil auf Google eingerichtet. Kein Partyfoto, genauso wenig wie ein aufgesetztes Anzugsportrait, welches überhaupt nicht meinem Naturell entsprechen würde. „Ich bin ja nicht auf Jobsuche, sondern schlicht interessierter und aktiver Nutzer der digitalen Medien“. Auf YouTube stelle ich kein Bewerbungsvideo, zu banal und nur in ganz wenigen Fällen erfolgreich.

Werbung in eigener Sache

Die aktive Nutzung verschiedener Social Media Tools ermöglicht es mir, Werbung in eigener Sache zu machen und meine Stärken in den Vordergrund zu stellen. Ich bin auffindbar über Google oder Bing, wo auch immer Recruiter und andere HR-Verantwortliche nach mir suchen. Finden tun sie grössere und kleinere Puzzle-Teile, welche am Schluss ein positives Gesamtbild von mir ergeben. Ich heb mich von der Masse ab, bin originell und ungewöhnlich im positiven Sinne, denke langfristig und pflege meine Marke ständig.

Kommunizieren mit Recruitern

Immer mehr Internetuser entdecken das Netz und Community-Plattformen wie Xing, YouTube, Twitter, Facebook oder LinkedIn als Baumaterial und Vertriebskanal zur Förderung der eigenen Karriere. Entsteht da der alte Konkurrenzkampf nur auf einer anderen Ebene? Für mich nicht. Das klassische Bewerbungsverfahren mit CV, Zeugnissen etc. durchlaufe ich nach wie vor, nur biete ich Recruitern und den für mich interessanten Firmen die Chance, sich schon im Vorfeld ein Bild über meine Aktivitäten und Interessen, meinen Humor, meinen Schreibstil etc. zu machen. Ich erspare mir, mein Leben im Bewerbungsgespräch innert kürzester Zeit aufzeigen zu müssen. Vielmehr besteht die Chance, dass die Recruiter mich auf einzelne Dinge, die sie im Netz über mich gelesen haben, ansprechen.

Mein Name ist Lars Hofstetter, ich inszeniere mich und bin nicht mehr aus der Welt wegzudenken.

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