Zwei ausgestreckte Arme greifen nacheinander

Mitarbeiterbindung trotz Distanz? So gelingt’s

Auch eineinhalb Jahre nach Ausbruch der Pandemie ist Homeoffice noch immer ein grosses Thema in Unternehmen. Denn auch jetzt findet die Kommunikation zwischen Firma und Mitarbeitende digital statt. Dabei ist wohl vielen Personalern bereits aufgefallen, dass die Situation einige Herausforderungen mit sich bringt. Vor allem, wenn es in Sachen Mitarbeiterbindung geht. Wie sie diese trotz Bildschirm und Distanz meistern, erfahren Sie hier.

Das richtige Mindset

Was früher wöchentlich oder ein Mal im Monat im Konferenzraum stattgefunden hat, musste sich nun vor den Bildschirm verlagern. Egal, ob Kunden-, Verkaufs- oder Mitarbeitendengespräche – oder eben Kaffeepausen. Die Änderungen haben einige Hürden mit sich gebracht. Von technischen bis hin zu charakteristischen Anpassungen. Für die einen war es ein willkommenes Geschenk, endlich zwischenmenschliche Kontakte digital abzuwickeln, für die anderen war es und ist es noch immer eine Unannehmlichkeit. Doch egal wer welche Präferenz hat, schlussendlich werden viele internen Abwicklungen vor dem Laptop geführt. Und die Trends zeigen klar, dass in Zukunft Homeoffice weiterhin bestehen bleiben wird. Die automatische Distanz zwingt vor allem Personaler und HR-Mitarbeitende zum Umdenken. Dabei rücken vor allem Empathie, Verständnis und Vertrauen in den Vordergrund. Was muss man also für die jetzige und zukünftige Situation beachten?

Do’s and Dont’s

Das Stichwort Vertrauen ist ein besonders wichtiger Punkt. Denn nun können Abteilungsleiter oder HR-Manager nicht mehr «den Mitarbeitenden mal eben über die Schulter blicken». Jetzt muss darauf vertraut werden, dass diese ihre Arbeiten gewissenhaft und rechtzeitig erledigen. Vor allem für solche, die gerne die Kontrolle behalten, ist dies ein Learning. Möchten Sie dennoch sichergehen, dass alles am Schnürchen und zu Ihrer vollsten Zufriedenheit läuft, sollten Sie auf die Zufriedenheit der Mitarbeitenden achten. Denn motivierte, glückliche Arbeitskollegen haben meist weniger Gründe, die Arbeitsprozesse willentlich – oder unwillentlich – zu verlangsamen. Sollte dennoch etwas nicht funktionieren, muss schnellstmöglich der Grund herausgefunden werden. Gibt es technische Probleme? Bereitet das ständige Daheimsein Mühe? Oder ist es vielleicht ein völlig anderer Grund? Gleisen Sie bei ersten Anzeichen unbedingt Mitarbeitendengespräche auf (Wenn diese nicht schon regelmässig geschehen) und zeigen Sie, dass Sie und die Belegschaft dasselbe Ziel haben. Dabei sollten Sie, wie auch vor der Pandemie, eine Stütze und auch eine Art Schutzschild für Ihre Abteilung sein.

Weitere Do’s sind:
  • Regelmässig Team-Meetings mit der gesamten Abteilung/Belegschaft erstellen. Das sorgt trotz der Distanz für ein Gemeinschaftsgefühl.
  • Team-Events. Sei es als später Nachmittagstee oder ein Spieleabend – die Mitarbeitenden freut es und die Stimmung hebt es auch.
  • Persönliche Feedback Calls regelmässig einplanen
  • Webinare und E-Learnings sollten ein Angebot sein.
  • Neue Angestellte sollten genügend eingearbeitet und bestärkt werden und ausreichend Ansprechpartner haben

 

Dont’s:
  • Ständige Kontrolle durch unregelmässiges Anrufen oder durch E-Mails schreiben
  • Mangelndes Vertrauen durch Unbeständigkeit
  • Fehlende Hilfestellung
  • Mangelnde Einarbeitung neuer Mitarbeitenden
  • Nicht ausreichende individuelle Förderung im Bereich Eigenkompetenz
  • Ignorieren Sie nicht ein schlechtes Teamklima
  • Behandeln Sie alle Mitarbeitenden gleich

 

Wenn Sie diese Empfehlungen beachten, sollte Ihnen eine gute Mitarbeiterbindung nicht mehr im Weg stehen.

Wie gehen Sie mit dieser Thematik um? Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen.

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