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Mentor, Mentee & Mentoring

Angenommen, Sie hätten bei Ihrer Arbeit stets jemanden zur Seite, der mit Ihnen sein Wissen und seine Berufserfahrung teilt, Ratschläge zur Karriere erteilt und Ihnen Zugang zu einem grossen beruflichen Netzwerk gibt. Hört sich gut an, oder? Und genau darum geht’s beim Mentoring!
Erfahren Sie mehr über das klassische Förderinstrument der Personalentwicklung und lernen Sie, welche Voraussetzungen Mentor und Mentee mitbringen sollten, damit das Programm erfolgreich ist.

Mentor und Mentee im Tandem

Das Prinzip des Mentorings besteht darin, dass ein berufserfahrener Mitarbeitender (Mentor) und eine vielversprechende Nachwuchskraft (Mentee) ein Tandem bilden. Dadurch soll der Mentee auf eine zukünftige Führungsposition vorbereitet werden oder sich beruflich und persönlich weiterentwickeln. Der Mentor seinerseits erhält Einblicke in Prozesse und Arbeitsweisen anderer Abteilungen und schult seine Coaching-Skills. Aber nicht nur Mentee und Mentor profitieren vom Programm, sondern auch Unternehmen: Durch Mentoring wird auch der unternehmensinterne Wissenstransfer und interne Vernetzung sichergestellt.

Der Mentor als Meister

Im Zentrum des Mentorings steht klar der Mentee. Der Mentor fungiert als eine Art Lehrer und Vorbild und gibt seine Erfahrungen und Ratschläge weiter. Oberstes Ziel des Mentors ist die Weiterentwicklung des Mentees – und zwar die berufliche sowie die persönliche.
Ein guter Mentor ist nicht nur jemand, der ranghoch, sondern auch empathisch ist und zuhören kann. Steht der Mentee vor beruflichen Herausforderungen oder Entscheidungen, soll sich der Mentor in ihn hineinversetzen können. Schliesslich geht es beim Mentoring nicht um das blosse Vermitteln von Know-how, sondern auch um mentale Unterstützung.
Der Mentor darf oder gar soll auch kritisch sein: Von konstruktiver und wohlwollender Rückmeldung kann der Mentee enorm profitieren.

Der Mentee als Schüler

Da es beim Mentoring in erster Linie um den Mentee geht, sollte sich dieser vorgängig Gedanken zu seinen Erwartungen an das Programm machen: Will ich einfach bei wichtigen Entscheidungen Rat beim Mentor einholen oder möchte ich, dass er mich über einen längeren Zeitraum eng begleitet und Feedback gibt? Wie viel Zeit möchte ich überhaupt in das Mentoring stecken: eine Stunde pro Woche oder bloss ein Treffen pro Monat?
Mentees sollen offen sein für Ratschläge und Kritik. Je mehr sich der Mentee verschliesst, umso weniger kann er vom Mentor lernen.

Rezept für ein erfolgreiches Mentoring

Damit Mentor und Mentee im Rahmen des Mentoring-Programms möglichst viel voneinander profitieren, ist etwas besonders wichtig: Sympathie. Haben der Mentor und Mentee einen guten Draht zueinander, wird der Mentee die Ratschläge des Mentors besser annehmen können. Sympathie entsteht unter anderem durch Gemeinsamkeiten. Damit ist nicht gemeint, dass der Mentor und Mentee zwingend aus demselben Unternehmensbereich kommen müssen, sondern dass sie Übereinstimmungen in Sachen Werte, Einstellung, Arbeitsweise und beruflicher Hintergrund haben. Falls Sie als HR die Tandems bestimmen, sollten Sie dies berücksichtigen.

 

Bieten Sie Mentoring in Ihrem Unternehmen an? Wie sind Ihre Erfahrungen damit?

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