LinkedIn und Xing stellten Recruiting-Neuerungen auf der „Zukunft Personal“ vor – wer gewinnt?

Auf Europas Grösster Fachmesse zum Thema Personalmanagement („der Zukunft Personal“) stellten Xing und LinkedIn ihre Neuerungen vor. Es ist kein Geheimnis, dass die beiden Konkurrenten seit geraumer Zeit versuchen in den Markt des anderen einzudringen. Es bleibt abzuwarten, ob die neuen Konzepte dieses Vorhaben vorantreiben werden.

LinkedIn besitzt mit 47 Millionen registrierten Usern, welche hauptsächlich aus Amerika stammen, deutlich mehr Mitglieder als Xing. Allerdings hat Xing gerade im deutschsprachigen Bereich die Nase vorn. LinkedIn hat es hierzulande schwer Fuss zu fassen und die Chancen stehen auch für die Zukunft eher schlecht.

Quelle

Welche Neuerungen stellte Xing vor?
Xing liess kürzlich in einer Pressemitteilung verlauten, dass inzwischen mehr als 70.000 Personalmanager auf Xing aktiv sind und dabei bereits 39% selbst aktiv nach neuen Mitarbeitern suchen.

Genau auf diese Zielgruppe will sich Xing weiterhin spezialisieren. Der Director des Job-Bereichs Stefan Schmidt-Grell, kündigte für das vierte Quartal eine neue Recruiter-Mitgliedschaft an. [via]

Bisher sind noch keine detaillierten Informationen über die neue Mitgliedschaft veröffentlich worden. Einzig ist klar, dass die Personalsuche für die Recruiter signifikant verbessert werden soll.
Sobald detaillierte Informationen verfügbar sind werden wir darüber berichten.

LinkedIns neues Recruiting Tool:
LinkedIn hingegen stellte auf der Messe sein neues Recruiting-Tool, namens „LinkedIn Recruiter“ bereits detailliert vor. LinkedIn setzt den Fokus also auch deutlich auf die Personalmanager.
Das Tool besteht aus mehreren Teilen; dem Recruiter, dem Jobs Network, dem Talent Direct, dem Employer Advertising sowie den Custom Company Profiles.

Was bieten die einzelnen Teile?
Zu den nützlichsten Tools gehört sicherlich der LinkedIn Recruiter. Da das Businessnetzwerk inzwischen 47 Millionen Mitglieder zählt, ist eine effiziente Such- und Filterfunktion unerlässlich. Genau dies bietet der Recruiter. Zudem bietet er komplette Profilansichten, direkte Benachrichtigungsmöglichkeiten und Funktionen welche die Teamarbeit erleichtern. Das LinkedIn Jobs Network bietet den Arbeitnehmern die Möglichkeit, Anzeigen zu vakanten Stellen auf LinkedIn selbst zu publizieren. Die Anzeigen werden dank genauem Targeting nur in einem relevanten Umfeld platziert. Zusätzlich werden die Anzeigen mittels viralem Marketing gestreut. Ebenso nützlich ist die Funktion, dass Personalverantwortliche automatisch eine Empfehlung für einen zukünftigen Arbeitnehmer eingeblendet bekommen, wenn diese/r auf das Jobprofil passt. Mit den anderen drei Teilen des Tools lassen sich E-Mail Kampagnen lancieren, klassische Werbung schalten oder umfangreiche Unternehmensprofile anlegen.

Tipp zum weiterlesen

Fazit:
Es ist sicherlich kein Zufall, dass beide Business-Netzwerke relativ zeitnah neue Konzepte im Recruiting-Bereich vorgestellt haben. Es bleibt jedoch abzuwarten, welche Strategie überzeugender ist. Detaillierte Schlussfolgerungen können ohnehin erst gezogen werden, sobald Xing weitere Informationen zu seiner Recruiter-Mitgliedschaft der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.
Was halten Sie von den neuen Konzepten? Welches finden Sie spontan überzeugender?

1 Comment
  • Interessierter Leser

    1. Oktober 2009 at 16:45

    Hoch spannend, was da auf uns zukommen wird. Frage: Wird das auch entsprechend akzeptiert und benutzt? Ausser von Grosskonzernen? Wenn ich sehe, wieviele Stellenanzeigen Sätze enthalten wie: “Nur schriftliche Bewerbungen werden berücksichtig”, oder die Telefonnummern der Firmen genau so wie die URL im Stelleninserat bewusst nicht angezeigt und über Google gesucht werden müssen ….etc.
    Ob da in der weiten KmU-Landschaft die Prozesse im HR Bereich so schnell und um jeden Preis in elektronisch gesteuerte Abläufe integriert werden?
    Aber, die Richtung ist eingeschlagen und über wie vieles haben wir vor drei Jahren gelacht, das heute “jedes Kind” ganz selbstverständlich nutzt!
    Ich habe mal in einer Firma gearbeitet, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen dem BREITEN Markt einige wenige Jahre voraus war. Resultat: Konkurs. Nachfolger verdienen sich heute ohne besondere Verkaufsanstrengung eine goldene Nase mit der Technologie die wir damals anboten.

Schreiben Sie einen Kommentar