Prospective über Gamification im Personalmarketing

Let’s play! Gamification im Personalmarketing

Sammelaktionen, Highscores und Wettbewerbe – spielerische Elemente sind in der Kundenansprache keine Seltenheit. Und was in der Kundenbindung funktioniert, sollte doch eigentlich auch bei der Mitarbeiter-Akquise funktionieren, oder? Und genau das sieht Gamification im Personalmarketing vor.

Was ist Gamification überhaupt?

Bevor diskutiert wird, wie Gamification im Personalmarketing eingesetzt werden kann, soll der Begriff «Gamification» erläutert werden. Gamification stammt vom Wort «game» (engl. für «Spiel») – und das macht auch Sinn. Denn ums Spiel oder Spielen geht es bei Gamification: Spielerische Elemente werden in einen normalerweise spielfremden Kontext übertragen. Der Kontext ist dabei meistens digital (nicht zwingend).

Warum Gamification?

Die Strategie der Gamification wird angewendet, um bei der Zielgruppe bestimmte Motivationen und Verhaltensweisen zu fördern. Immerhin ist bekannt, dass gewissen Spielmechanismen bei uns Menschen positive Impulse oder gar Glückshormone auslösen. Werden Informationen mit diesen positiven Emotionen verknüpft, bleiben Sie länger im Gedächtnis. Diese Tatsache können Firmen für sich nutzen: Mit spielerischen Elementen im Personalmarketing können sie eine Engaging User Experience kreieren und bleiben bei den potenziellen neuen Mitarbeitenden besser in Erinnerung. Ein angenehmer und nicht zu unterschätzender Nebeneffekt: Firmen, die beim Personalmarketing Gamification nutzen, heben sich von der Konkurrenz ab. Längerfristig soll also mit Gamification die Interaktion zwischen einem Unternehmen und der Zielgruppe – hier also konkret die Kandidatinnen und Kandidaten – gesteigert werden.

Gamification im Recruiting

Besonders die junge Generation, die Digital Natives, sind besonders affin für Elemente der Gamification, denn sie ist mit Mobile Games und Online Spielen aufgewachsen. Self-Assessment Tests, die im Look wie ein Computerspiel gestaltet sind, oder Berufswahl-Test, welche den Berufsalltag online simulieren, sind dabei hoch im Trend. Weiter können Sie in Ihrem Unternehmen Gamification im Bewerbungsprozess einbinden, indem Sie interaktive Frage-Spiele kreieren, die es ermöglichen, die persönliche Eignung der Kandidaten für die entsprechende Stelle zu ermitteln. Das hilft Ihnen als Recruiter dann auch gleich bei der Vorselektion der Kandidatinnen und Kandidaten.

Um Ihr Recruiting zu gamifizieren, müssen Sie aber nicht zwingend ganze Spiele programmieren lassen. Auch kleinere spielerische Elemente können sich schon positiv auf Ihr Personalmarketing auswirken. Darunter fällt etwa der Fortschrittsbalken bei der Online-Bewerbung: Damit hat der Kandidat sein Ziel stets im Blick und hat ein realistisches Erwartungsmanagement, was den Fortschritt der Bewerbung angeht. Der Fortschrittsbalken gibt dem Kandidaten zudem das angenehme Gefühl, vom Unternehmen durch den Bewerbungsprozess geführt zu werden. Ist die Bewerbung vollständig ausgefüllt, ist der Balken bei 100% – ein Erfolgsgefühl für die Kandidaten! Warum dann nicht eine virtuelle Rakete am Computerbildschirm abfeuern lassen?
Erwägen Sie auch, auf der Karriereseite lange Beschreibungstexte durch interaktive Infografiken zu ersetzen. So können Kandidatinnen und Kandidaten die Informationen selbständig «entdecken».

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Gamification im Recruiting positiv auf die Kandidatenbindung auswirkt. Dabei können Sie auf grössere Spielelemente oder auch auf kleinere zurückgreifen. Klar ist: Ihr Unternehmen wird sich von Ihrer Konkurrenz abheben und den Kandidatinnen und Kandidaten in bester Erinnerung bleiben.

Welche Erfahrung haben Sie mit Gamification im Personalmarketing? Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare.

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