Lehrstellensuche in Zeiten von Corona, oder: Schnuppern bei der LUKB geht auch virtuell

Mit dem Entscheid für eine bestimmte Lehrstelle legen Jugendliche einen wichtigen Grundstein für ihre Zukunft. Doch bei welchen Unternehmen soll man sich bloss bewerben? Die Entscheidung erleichtern können Schnuppertage, wie sie etwa die Luzerner Kantonalbank anbietet. Und weil diese während des Lockdowns nicht stattfinden konnten, hat man auf virtuelle WhatsApp-Schnuppertage umgestellt.

Schnuppertage: Ein bewährtes Konzept

Es gibt ein Leben nach der Schule und auf das freuen sich gerade Tausende Jugendliche, die im August 2020 eine Lehrstelle antreten und somit die ersten Schritte ins Berufsleben wagen. Die Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz kann sich allerdings herausfordernd darstellen, gibt es doch so viele Berufe und noch mehr denkbare Arbeitgeber.

Um das Interesse der Schulabgängerinnen und -abgänger rechtzeitig zu gewinnen und sie zu einer Bewerbung zu animieren, setzt die Luzerner Kantonalbank auf Schnuppertage. Dabei erhalten potenzielle zukünftige Lernende vor Ort einen vertieften Einblick in die Ausbildung, können Fragen stellen und Bankenluft schnuppern. In diesem Frühling musste dieses vielversprechende Angebot durch die vom Bund verordneten Corona-Massnahmen allerdings ausfallen – zumindest im gewohnten Rahmen. Denn die LUKB entschied sich kurzerhand, die Schnuppertage einfach virtuell durchzuführen und den Schülerinnen und Schülern auf diese Weise Einblick in ihren möglichen künftigen Arbeitsplatz zu gewähren.

„Schnuppern“ über WhatsApp

Jugendliche verbringen viel Zeit im Internet und sind dort häufig auf Social Media unterwegs. Die Voraussetzungen für die Durchführung virtueller Schnuppertage sind also ideal.  Die Luzerner Kantonalbank entschied sich für den Messaging-Dienst WhatsApp als geeigneten Kanal und lancierte im April die WhatsApp-Schnuppertage, um die Jugendlichen auch während Corona bei der Wahl der passenden Lehrstelle zu unterstützen: Über WhatsApp nahmen zwei Lernende die Interessentinnen und Interessenten mit in ihren Arbeitsalltag. Zudem beantwortete sie Fragen zur Ausbildung, zur Arbeitgeberin, zur Berufsschule, zum Bewerbungsprozess u.v.m., die direkt im Chat gestellt werden konnten. Der Chat war ein sogenannter Broadcast, was den Teilnehmenden ermöglichte, innerhalb des Chats anonym zu bleiben.

Unverbindlich und offen für alle

Die Anmeldung für den WhatsApp-Schnuppertag gestaltet sich ziemlich einfach und ist auf der Webseite der LUKB Schritt für Schritt beschrieben. Wer genug gesehen hat, kann jederzeit aus dem Chat austreten und den Schnuppertag so für sich für beendet erklären. So ist es also auch möglich, von unterwegs zu „schnuppern“ bzw. nur kurz reinzuschauen, etwa weil man eine konkrete Frage hat, die den Entscheidungsprozess beeinflusst – passiv schnuppern, sozusagen. Diese hohe Flexibilität muss heute sein und ist für beide Seiten von Vorteil. Ein weiterer Vorteil ist, dass auch Eltern – wenn sie es denn wünschen und ihre Kinder es zulassen – teilnehmen können, um der Tochter oder dem Sohn bei der Entscheidung zu helfen.

Mit dem WhatsApp-Schnuppertag in die Zukunft

Das Konzept kommt an und deshalb wird es auch in die Zukunft mitgenommen. Auch wenn damit ein echter Schnuppertag vor Ort nicht ersetzt werden kann, will die Luzerner Kantonalbank das virtuelle Angebot auch weiterhin als ergänzende Massnahme anbieten.

Haben Sie ebenfalls Erfahrung mit virtuellen Schnuppertagen? Was spricht dafür, was dagegen? Wir freuen uns auf den Meinungsaustausch.

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