Eine Gruppe Menschen unterschiedlichen Alters sitzen und schauen auf einen Computer

Jung vs. Alt – gibt es Unterschiede im Bewerbungsverhalten der Generationen?

Andere Wertvorstellungen, Haltungen und Verhaltensweisen. Wenn wir die jüngere mit der älteren Generation vergleichen, erkennen wir schnell Unterschiede. Nicht nur im täglichen Leben zeigen sich diese, sondern auch – oder vor allem – im beruflichen Alltag. 

Digital oder analog?

Bis vor einigen Jahren war es üblich, seine Bewerbung schön ausgedruckt per Einschreibebrief an das ausgewählte Unternehmen zu schicken. Um diese zu erhalten, stellten Firmen ihre Anzeigen meist in der Zeitung oder auf ihrer Webseite aus. Dann wurde entweder per Mail oder per Anruf ein Bewerbungsgespräch vereinbart. Heutzutage ist ein solches Vorgehen nicht mehr ganz so üblich. Zwar gehen noch viele Bewerbungen per E-Mail ein, die Stellenanzeigen haben sich aber schon längst von analogen zu digitalen Plattformen verschoben.

Jung vs. Alt im Bewerbungsprozess

Gerade die junge Generation Z sucht heutzutage per Smartphone oder Tablet nach neuen Stellen. Nicht selten kommt es vor, dass diese ihre Bewerbung gleich mit wenigen Klicks uploaden. Was sie erwarten? Ein möglichst einfacher und schneller Bewerbungsprozess. Vorgefertigte Formulare, automatisch ausgefüllte Felder und Chatbots. Für diese Generation schon praktisch ein Muss. Ältere Generationen hingegen kann diese Schnelligkeit des Öfteren verwirren. Denn wer nicht mit Computern, Google und Co. aufgewachsen ist oder nur Grundlagen in der Schule hatte, der traut der Digitalisierung noch nicht – oder versteht sie nicht. Für diese Gruppe ist es wichtig, per Mail oder per «jetzt bewerben» Button durch den Prozess geführt zu werden. Auch ein klassischer Anruf wird geschätzt.

Die Vorstellungen der Generationen

Die Generationen X, Y und Z sind auf dem Arbeitsmarkt unterschiedlich verteilt. Jede bringt ihre Werte und Vorstellungen mit. Generation X ist bestrebt, ein gutes, sicheres Einkommen für die Familie zu gewährleisten. Das Streben nach Erfolg und einem anerkannten Status ist ihnen wichtig. Aufgewachsen sind sie analog. Ihre Anfänge hatten sie auf Schreibmaschinen und in verrauchten Grossraumbüros. Generation Y hingegen hat den Vormarsch der Computer in vollem Masse mitbekommen. Sie sind mit Klapphandys und Schlaghosen gross geworden. Doch auch sie haben noch gelernt, Bewerbungen analog in einem Bewerbungsdossier zu verschicken. Die Werte haben sich aber verschoben. Sie streben nach einer positiven Work-Life-Balance. Geld ist nicht mehr so wichtig. Dafür ein gutes Arbeitsklima. Für die jüngste Generation Z, ist Zufriedenheit am Arbeitsplatz am wichtigsten. Dadurch, dass sie die Digitalisierung praktisch mit dem Schnuller aufgesogen haben, achten sie sehr darauf, welche Arbeitsmodelle ein Unternehmen bietet und wie einfach der Bewerbungsprozess ist.

Was muss ein Unternehmen beachten?

Zunächst sollte Ihnen klar sein, wen sie grundsätzlich ansprechen möchten. Ist Ihr Unternehmen eher auf junge Mitarbeitende aus, so sollten Sie den Bewerbungsprozess möglichst den Wünschen der jüngeren Generation anpassen. Möchten Sie erfahrene Arbeitskräfte einstellen, sollten Sie darauf achten, nicht zu komplex zu werden. Streben Sie nach einer möglichst hohen Diversität, so kann ein Mix helfen. Schlussendlich kann es aber nicht schaden, sich über Trends und Neuigkeiten zu informieren und diese gegebenenfalls anzuwenden.

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