Interview mit Robindro Ullah über PainPoints, Value Propositions und Blockchain im HR – Teil 2

Im Teil 1 des Interviews beantwortete Robindro Ullah Fragen zur Jobsuche im 21. Jahrhundert und PainPoints. Lesen Sie im zweiten Teil mehr über die HR-Innovationen in Asien und Europa, Blockchain und Zukunftsstrategien.

Herr Ullah, Sie sind international tätig. Welches sind die grössten Unterschiede im Bereich HR-Innovationen etwa zwischen Asien und Europa?

Der wichtigste Unterschied ist sicherlich die Mobile-Einstellung. Asien tickt Smartphone. In Europa bzw. vor allem in der DACH-Region ist man noch nicht so weit. Mobile First ist die Devise. Was natürlich erleichternd hinzu kommt ist die sehr Technologie offene Haltung der meisten Nutzer in Asien. Ganz gleich welchen Alters, alle haben verstanden, dass die Digitalisierung im Wesentlichen Vorteile bringt, die es zu nutzen gilt. Da haben wir vor allem in der DACH-Region eine eher konservative Haltung. Innovationen werden daher in Asien willkommen geheissen, wohingegen im DACH-Raum eher die “Zu Fall bringen”-Mentalität herrscht.

Wie stehen Sie zur Blockchain-Technologie im HR?

Die Technologie ist ja bereits etwas älter und Beispiele unter anderem aus Zug zeigen, dass  eine Anwendung auf personenbezogene Daten durchaus Sinn macht. Damit ist HR für die Anwendung prädestiniert. Aber auch Beispiele der US-amerikanische Hochschulen, die beginnen, ihre Abschlüsse und Zeugnisse in der Blockchain abzulegen, zeigen, in welche Richtung es geht.

Was spüren Sie, wenn Sie sich mit HR-Fachpersonen über die Zukunft unterhalten?

Das kann sehr unterschiedlich sein. Man umgibt sich ja schnell mit Gleichgesinnten, sodass eine Bubble entsteht, in der man eine moderne neue HR-Welt skizziert. Diskutiert man diese
dann mit konservativeren Vertretern unserer Zunft, platzt die Bubble aber schnell mal. Oftmals wird das zuvor erwähnte “Zu Fall bringen” angewandt. Es geht nicht darum, eine strahlende Zukunft für HR zu ermöglichen. Meist geht es darum, Versionen der Zukunft abzumoderieren und sehr detailliert darzulegen, warum die nicht funktionieren können. Kurzum: eine MacherInnen-Kultur verspüre ich nur selten.

Wer soll am Innovation Lab teilnehmen?

Das InnoLAB ist für HR-Fachpersonen aus dem Bereich Recruiting bzw. Talent Acquisition, die sich darauf einlassen können, Dinge mit einem frischen Wind zu betrachten. Dabei sollte man  sich davon lösen, dass der Wind immer unmittelbar etwas mit der tagtäglichen Herausforderung  zu tun haben muss. Weiter werden wir nur kommen, wenn wir neue Verbindungen und Kombinationen zulassen. Wer also in die Ferne blicken möchte und zeitgleich Themen wie Stellenanzeigen und Prozessschritte betrachten will, ist bei uns genau richtig.

Jetzt anmelden

Seien Sie dabei am Innovation Lab 2019 und sicheren Sie sie jetzt eines der begehrten Tickets. Mehr Infos und Anmeldung: www.innovationlab.prospective.ch

Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar