Internet avanciert zu wichtigem Rekrutierungsmedium

Mit der aktuellen Arbeitgeberstudie «Recruiting Trends Schweiz 2008» von monster.ch, durchgeführt vom Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg, wurden jüngst die Top-500-Unternehmen der Schweiz zu ihren Rekrutierungsgewohnheiten und zu den Veränderungen im Bewerbungseingang befragt. [via] Dabei lassen sich zwei Trends erkennen:

1. Die Mehrheit der Einstellungen erfolgt über das Internet

Genau genommen wird über die Hälfte der Einstellungen erfolgt über das Internet [via]. Und 81,1 Prozent der freien Stellen werden auf der eigenen Website ausgeschreiben, gar sieben von zehn Stellenanzeigen über eine Internetstellenbörse.

Dabei ist ersichtlich, dass das Internet als Rekruitierungs-Kanal gegenüber dem letzten Jahr stark an Bedeutung gewonnen hat. Print konnte ebenfalls zulegen, aber weniger stark.

Interessant wäre zu wissen, wie intensiv Web 2.0-Kanäle wie zum Beispiel Social Networks oder Video-Plattformen in der Rekrutierung bereits zum Einsatz kommen.

2. Noch dominiert die klassische Bewerbermappe, doch elektronische Bewerbungen werden zunehmen

Aktuell treffen noch beinahe zwei Drittel der eingereichten CVs bei den HR-Abteilungen als Mappe ein. Allerdings erreicht bereits jede dritte Bewerbung den Rekrutierer per E-Mail, und immerhin 11,5 Prozent sind mittlerweile Formularbewerbungen.

Aber:

Ein Umdenken scheint indessen bereits einzusetzen: Im Ausblick auf das Jahr 2012 will nur noch jeder vierte Umfrageteilnehmer an der Postbewerbung festhalten. Genauso viele rechnen per dann vor allem mit E-Mail-Bewerbungen. 22,4 Prozent der Firmen aus der aktuellen Befragung gehen davon aus, dass die effizienzsteigernde Bewerbung per Formular in fünf Jahren stark zunehmen wird – dies stellt einen noch stärkeren Zugewinn als bei den E-Mail-Bewerbungen dar.

So erstaunt es wenig, dass sich Schweizer Personalabteilungen mehr IT-Unterstützung für die HR-Prozesse wünschen.

Die beiden Trends zeigen deutlich, wie das Internet zu einem wichtige Rekrutierungsmedium avanciert.

[Bildquelle]

2 Comments
  • Robert Pöhler

    1. Juni 2010 at 10:14

    Ob eine Bewerbung per eMail oder per Post kommt, wirft auch schon einen ersten Eindruck auf den Bewerber. Wenn sich jemand in einem IT-Unternehmen bewirbt, sollte er sich nach meiner Ansicht schrifltich bewerben oder sich die Mühe machen den PGP-Schlüssel seines vielleicht künftigen Arbeitgebers abzufragen.

    Man erhält nämlich teilweise wirklich Bewerbungen für den Bereich IT-Security welche unverschlüsselt übers Netz kommen. In dem Fall erübrigt sich dann auch das weitere Lesen der Unterlagen.

    Daher bin auch ich ein Freund der klassischen Bewerbungsmappe.

  • Sabine

    22. Januar 2014 at 10:48

    Dem Artikel wäre von meiner Seite noch ein wichtiger Hinweis anzufügen: Bewerber sollten bei der Wahl des Bewerbungsweges unbedingt darauf achten, welche Form das Unternehmen bevorzugt. Es kann gut sein, dass man eine Email Bewerbung absendet, die sofort im virtuellen Papierkorb landet, weil der dortige Personalchef einer von der alten Schule ist. Bei Stellenausschreibungen auf der Seite des Unternehmens ist meistens die Form der Bewerbung vorgegeben. Antwortet man auf ein Zeitungsinserat, ist vermutlich die gute alte Bewerbungsmappe sinnvoll. Am sichersten ist es, sich vorher telefonisch beim Unternehmen zu erkundigen, welche Art von Bewerbung bevorzugt wird.

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