Mann, der mit Smartphone am Laptop sitzt und Sinnbild für Corporate Influencer ist

Interne Jobbotschafter oder: Corporate Influencer im Recruiting (1/2)

Wer könnte überzeugender Werbung für ein Unternehmen machen als die Mitarbeitenden dieser Firma? Eben. Darum setzen immer mehr Unternehmen auf interne Jobbotschafter, sogenannte Corporate Influencer. Diese sollen auf authentische Art und Weise auf Social Media die Vorteile und/oder Expertise des Unternehmens aufzeigen. 

Was sind Jobbotschafter? Definition

Corporate Influencer – wie die Jobbotschafter auch genannt werden – nehmen im Rahmen des Recruitings einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Da die Talente am Arbeitsmarkt knapp sind, wird die persönliche Weiterempfehlung des Unternehmens zentral. Jobbotschafter sind Mitarbeitende, die gezielt die Rolle des «internen Influencers» eingenommen haben. Sie sprechen in sozialen Medien über das Unternehmen – nicht mit perfektionierten Videos, sondern ehrlich und authentisch. Sie sprechen quasi aus dem Nähkästchen und plaudern über das Unternehmen: Weiterbildungsmöglichkeiten, Arbeitskultur, Arbeitsplatz – dem Inhalt ihrer Beiträge sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Natürlich setzen sie dabei das Unternehmen ins rechte Licht. Schliesslich ist Corporate Influencing kein Selbstzweck, sondern nach wie vor eine Marketing-Strategie, bei der es darum geht, potenzielle Mitarbeitende zu gewinnen.
Natürlich würden sich dafür auch externe Influencer anbieten. Den Blogbeitrag über Influencer im Recruiting finden Sie hier.

Warum Corporate Influencer? Vorteile

Genau wie wir bei Produktempfehlungen eher unseren Freunden als dem Verkäufer glauben, wirken Mitarbeitende glaubwürdiger als HR- oder Marketing-Fachleute, wenn es um positive Aussagen über das Unternehmen geht. Denn: Aussagen von Gleichgesinnten sind authentischer. Verbreiten Mitarbeitende Markenbotschaften, werden diese bedeutend öfter geteilt als wenn die Botschaft über das Unternehmensprofil publiziert wird. Ein weiterer Vorteil, wenn Markenbotschaften von Mitarbeitenden verbreitet werden, ist das Netzwerk der internen Influencer: Mitarbeitende kennen andere Personen aus ihrem Fachgebiet. Veröffentlicht ein IT-Spezialist einen Beitrag über das Unternehmen auf einer Business-Plattform wie z.B. LinkedIn oder XING, so erreicht dieser Post automatisch dessen Berufskollegen.

Natürlich spricht das Rekrutieren mittels Jobbotschaftern schlussendlich auch aus finanziellen Gründen für sich: Kommen neue Mitarbeitende über Empfehlungen, sinken die Recruiting-Kosten, da die Akquise bereits gemacht ist. Ausserdem sind Mitarbeitende, die über eine Empfehlung kommen in der Regel motivierter für die entsprechende Stelle.

Wie Corporate Influencer nutzen? Tipps

Als Corporate Influencer bieten sich Mitarbeitende an, die ein grosses berufliches Netzwerk haben und sich gerne selbst in Szene setzen oder präsentieren. Idealerweise verfassen sie nicht nur Posts auf LinkedIn oder anderen Social Media-Kanäle über das Unternehmen, sondern erstellen auch Kurzvideos, in denen sie über ihre Weiterbildung, ihren Job oder ähnliches sprechen. In der Regel macht es Sinn, wenn der Corporate Influencer mit der Kommunikations-, HR- oder Marketing-Abteilung in engem Austausch ist. Diese Abteilungen können die Posts und Beiträge mit dem Jobbotschafter diskutieren, den Content prüfen oder gemeinsam zukünftige Themen und Inhalte definieren. Denn: Corporate Influencing ist nach wie vor Marketing. Entsprechend ist es wichtig, dass der Jobbotschafter die Strategie und Kultur des Unternehmens einhält. Als wirkt als Repräsentant der Firma und muss sich seiner Verantwortung als Markenbotschafter bewusst sein.

 

Haben auch Sie bei Ihnen im Unternehmen interne Jobbotschafter oder Corporate Influencer? Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen!

Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar