Eine Kamera nimmt zwei Personen auf

Influencer im HR-Bereich

Von Chiara Ferragni zu Aimee Song. Die Influencerwelt wächst und wächst. Dabei werden längst nicht mehr nur Produkte präsentiert und Trends gesetzt. Mittlerweile werden ganze Imperien erbaut, die sogar auch bei den Preteens bekannt sind. Aber nicht nur in der Welt der Mode, Schmucks und Accessoires setzen Influencer Trends oder erschaffen sie. Auch das HR hat sie. Wie diese erfolgreich wurden und wie Ihr Unternehmen interne Influencer erschaffen kann, erfahren Sie hier.

Influencerbusiness is real Business

Vor nicht allzu langer Zeit wurde der Job des Influencers belächelt. Sprüche wie «Das ist doch kein echter Beruf» und «sollen die mal etwas Richtiges machen», kamen aus allen Ecken. Dass das im Jahr 2021 längst outdated ist, zeigen die Zahlen. Chiara Ferragni beispielsweise, die 2009 ihren Blog und anschliessend die Webseite «The Blonde Salad» gründete, katapultierte sich mit Markenbotschafterdeals in den Influencerhimmel hoch. Alleine auf Instagram folgen ihr fast 25 Millionen Menschen. Auch aus anderen Bereichen, wie etwa TikTok, spriessen Influencer hervor. Charli D’Amelio ist das beste Beispiel dafür. Was sie berühmt gemacht hat? Tanzen. Wie viele Follower sie mittlerweile hat? 125,5 Millionen. Ein YouTube Channel, eine eigene Fernsehshow und Modelinie sind dabei herausgekommen, die auch sie in den sozialen Medien unsterblich gemacht hat. Doch auch andere Influencer, die mediale Berühmtheit erlangt haben, können sich die Schultern klopfen. Werbedeals, Red Carpet oder TV-Auftritte, unzählige Einladungen zu Events, Geschenke und Colaborations gehören zur Tagesordnung. Warum wir ihnen das alles aufzeigen? Weil das Influencerbusiness eben echtes Business ist.

HR und Influencer – wie soll das gehen?

So absurd sich das im ersten Moment anhört, so real ist es: Auch das HR hat Influencer. Und grundsätzlich kann jedes Unternehmen ihre Influencer kreieren und einsetzen. Damit Unternehmen damit aber loslegen können, müssen wir erst einen Blick auf die HR-Influencer werfen. Das Personalmagazin kürt jedes Jahr die Top-Influencer der HR-Branche. Unter anderem bewegen die sich auch auf Plattformen wie LinkedIn und Xing oder betreiben ihre eigenen Blogs, sind CEOs, Autoren oder HR-Chefs. So beispielsweise Cawa Younosi. Er macht sich als Head of HR bei SAP Deutschland für Diversity und die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf stark. Auch Anna Kaiser, die Tandemploy mitgegründet hat, setzt sich für Diversity und Jobsharing ein. Der Persoblogger Stefan Scheller bloggt und wirft ein kritisches Auge auf Themen wie Employer Branding, Recruiting und mehr. Auch Gero Hesse, der mit seiner Webseite Saatkorn Themen wie New Work, HR-Startups und HR Tech anspricht, ist erfolgreich in dem, was er tut. Was bei den meisten nicht fehlen darf: ein Podcast. Gar keine schlechte Idee. Denn genau in diesen Situationen können wichtige Vernetzungen und eine enorme Reichweite generiert werden. Eine andere Herangehensweise ist die Kommunikation auf Englisch. Einige HR-Influencer wie Alexander Osterwalder, der das «Business Model Canvas» mitentwickelt hat, kommuniziert ausschliesslich in dieser Weltsprache auf LinkedIn. Doch egal, wie und womit nun seine Meinung kundgetan wird, wichtig ist eine gute Vernetzung und ein Gespür für Social Media. Dabei gehört es sich, auf seine Community zu hören und mit ihr zu interagieren.

Jobbotschafter für das eigene Unternehmen

Nebst den externen HR Influencern, die teilweise hochrangige Geschäftsmitglieder sind, gibt es auch interne Influencer. Das Ziel hier ist zwar auch, Bekanntheit in der Branche zu erlangen, aber eher im B2C Bereich. Dabei sind es meist Mitarbeitende aus dem HR-Bereich, die bereits ein Gespür und einen starken Online-Auftritt haben, die für das Unternehmen eingesetzt werden. Auf sozialen Medien rücken sie die Firma ins grüne Licht und gewähren spannende Einblicke hinter die Kulissen. Anders als eine normale Werbekampagne können sich die internen Influencer ganz natürlich und authentisch mit Tweets, Reposts und Selfmade Videos präsentieren und so auch potenzielle Kandidaten anziehen. Dass die Strategie funktioniert, beweist das Jobbotschafterprogramm der OTTO Group, welches 2018 gegründet wurde. Dabei wurden 100 Mitarbeitende zu Botschaftern für das Unternehmen ausgebildet. So konnten diese neuen oder zukünftigen Mitarbeitenden das Unternehmen näherbringen.

Das Influencerbusiness boomt. Nicht zuletzt, weil am Ende des Tages es immer noch Menschen sind, die anderen Menschen am erfolgreichsten etwas verkaufen können.

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