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How to: Soft Skills messen

Belastungsfähigkeit, Flexibilität, kommunikative Kompetenz, Risikobereitschaft oder Kreativität – Soft Skills werden im Arbeitsmarkt immer wichtiger. Für Sie als Recruiter bedeutet dies, im Bewerbungsverfahren herauszufinden, ob der Kandidat die nötigen Soft Skills mitbringt. Wie sich die sogenannten «weichen Fähigkeiten» messen lassen und was das mit einem Sushi-Restaurant zu tun haben kann, erfahren Sie hier.

Soft Skills – was ist das?

Soft Skills sind persönliche, soziale oder auch methodische Kompetenzen, die überfachliche Qualifikationen beschreiben. Es geht also um die Charaktereigenschaften einer Person, die mit der Persönlichkeit und nicht etwa mit seinem Fachwissen zu tun haben. Im Gegensatz dazu gibt es die Hard Skills, d.h. die technischen Fähigkeiten. Optimalerweise bringt der Kandidat sämtliche Hard Skills sowie die für den spezifischen Job nötigen Soft Skills mit – dann stimmt das Gesamtpaket.

Soft Skills – warum werden sie zunehmend wichtiger?

Fachkräftemangel
Recruiter sollten darauf achten, dass der Kandidat nicht nur das Potenzial für die aktuelle Stelle, sondern auch für eine mögliche Umschulung mitbringt (Selbstmotivation, Lernbereitschaft, Interesse, Flexibilität).

Internationales Recruiting
Welchem Schweizer Abschluss entspricht dieses ausländische Zeugnis? Unternehmen sind zunehmend mit schwer vergleichbaren Zertifikaten und Abschlüssen konfrontiert. Konzentrieren Sie sich darum auch auf die Soft Skills, die im Job vonnöten sein werden und testen Sie diese im Bewerbungsverfahren.

Digitalisierung
Die Jobs werden sich in den nächsten Jahrzehnten verändern, da Maschinen und moderne Technologie viele repetitive Tätigkeiten ersetzen oder automatisieren können. Mitarbeitende mit spezifischen technischen Fähigkeiten werden dementsprechend an Bedeutung verlieren. Was hingegen im Verlauf der Digitalisierung nicht ersetzt werden kann, sind Mitarbeitende mit den nötigen Soft Skills.

Soft Skills – wie lassen sie sich messen?

Es ist gar nicht mal so einfach herauszufinden, ob ein Kandidat kreativ ist oder Problemlösefähigkeit besitzt – aber auch nicht unmöglich. Das Start-up Knack aus dem Silicon Valley zum Beispiel scheint eine Lösung gefunden zu haben: Sie zielen auf Gamification ab. Ihr Spiel «Wasabi Waiter» zeigt den Recruitern, wie die Kandidatinnen und Kandidaten in konkreten Situationen agieren würden. Während die Kandidaten spielen, erstellt ein Algorithmus im Hintergrund ein Qualifikationsprofil, resp. Psychogramm hinsichtlich Selbstkontrolle, Kreativität, sozialer Intelligenz und Problemlösefähigkeit. Anhand dieser Daten kann der Recruiter dann besser entscheiden, ob der Kandidat die nötigen Soft Skills besitzt.

Wasabi Waiter im Detail

Prospective-Blog-Wasabi Waiter

Die Kandidaten schlüpfen in die Rolle eines Kellners in einem Sushi-Restaurant. Auf der Theke sind verschiedene Sushi-Portionen, die mit Emotionen versehen sind (z.B. glücklich, traurig, verärgert). Der Kellner muss nun diejenige Portion für seine Kunden wählen, die zu deren jeweiligem Gemütszustand (an den Gesichtszügen erkennbar) passt. Die Challenge dabei: Es kommen immer mehr Gäste – mit immer mehr Emotionen. In welcher Reihenfolge bedient der Spieler seine Gäste? Wie reagiert er auf deren Gesichtszüge? Wie organisiert er die Abläufe? Die gesammelten Daten geben Auskunft, ob der Kandidat aus Fehlern lernt, Prioritäten setzen kann und effizient, aufmerksam und hartnäckig ist.

 

Was halten Sie von Spielen wie Wasabi Waiter, um Soft Skills zu messen? Wie messen Sie die «weichen Fähigkeiten» Ihrer Kandidatinnen und Kandidaten?

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