Tipps, wie man einen Talentpool im Recruiting gewinnbringend einsetzt

Hilfreiche Tipps, um Talentpools richtig zu betreiben

Die Einführung eines Talentpools ist der erste Schritt zum systematischen und automatisierten Recruiting. Doch mit der Einführung allein ist es nicht gemacht. Wer damit langfristig erfolgreich sein und das Recruiting vereinfachen und vereinheitlichen will, muss den Pool auch richtig betreiben. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen.

Die Idee eines Talentpools ist im Grunde, dass Dossiers von Bewerberinnen und Bewerber, die sich bei Ihrem Unternehmen einst auf eine Stelle beworben haben, kategorisiert nach bestimmten Kriterien gesammelt werden, um bei einer Vakanz darauf zurückgreifen zu können. Das eingesetzte Softwaresystem macht in diesem Fall einen Profilabgleich des potentiellen Kandidaten mit den Anforderungen für die Stelle. Sind genügend Bewerberdossiers im Pool integriert, findet man im Idealfall ein passendes Teammitglied, ohne rekrutieren zu müssen.

Systematischer Aufbau eines Talentpools

Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz eines Talentpools ist dessen systematischer Aufbau, damit Recruiter später einen umfassenden Überblick über die Talente haben. Die Daten der Kandidatinnen und Kandidaten müssen nach verschiedenen Bewerbergruppen strukturiert werden, sodass sie entsprechend adressiert werden können, wenn eine Stelle frei wird. Darüber haben wir in unserem Blog bereits geschrieben.

Positive Candidate Experience

Damit die Daten der Bewerberinnen und Bewerber gespeichert – d.h. im Talentpool hinterlegt – werden können, braucht es die Zustimmung der entsprechenden Person. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Kandidat zustimmt ist grösser, wenn er oder sie ein individuelles Feedback bei der Absage erhalten hat. Dadurch ist die Person eher gewillt, zu einem späteren Zeitpunkt doch noch für das Unternehmen tätig zu werden, auch wenn es bei der ersten Bewerbung nicht geklappt hat.

Die Beziehung zu den Talenten, die man künftig vielleicht beschäftigen möchte, sollte aufrechterhalten werden, insbesondere dann, wenn die ursprüngliche Bewerbung länger her ist. Eine Möglichkeit ist, per Mail (Newsletter) oder Social Media mit den Personen in Kontakt zu bleiben. Gegebenenfalls müssen hin und wieder Kandidaten aussortiert oder Daten aktualisiert werden, da diese in der Regel bereits nach einem Jahr zumindest teilweise veraltet sind.

Kategorisierung der Dossiers

Um einen Talentpool gewinnbringend einsetzen zu können, muss man sich genau überlegen, nach welchen Kriterien die Profile der Talente sortiert werden sollen. Um bei einer Vakanz nicht lange suchen zu müssen empfiehlt es sich, den Talentpool auf die Kenntnisse und Qualifikationen der potentiellen Mitarbeitenden auszurichten sowie nach Standorten, besonderen Fähigkeiten und eventuell nach Kontaktquelle zu segmentieren.

Erweiterung des Talentpools

Damit unter möglichst vielen Talenten ausgewählt werden kann sollte der Pool laufend erweitert werden. Dies kann zum Beispiel an Karrieremessen geschehen, via Hochschulmarketing oder über aktuelle und ehemalige Mitarbeitende.

Ein Aufwand, der sich lohnt

Bis man auf einen Datensatz zurückgreifen kann, der sich bei der Rekrutierung effektiv Zeit spart, braucht es Geduld. Aber die aufzubringen lohnt sich. Bei systematischem Aufbau, kontinuierlicher Datenpflege und gutem Talent Relationship Management kann ein Talentpool schnell zum wichtigsten Rekrutierungsinstrument werden, das dem HR-Fachpersonal enorm viel Arbeit abnimmt. Denn die Softwaresysteme helfen dabei, innerhalb der gesammelten Daten die besten bzw. passendsten Talente zu identifizieren, die man dann nur noch kontaktieren, zum Bewerbungsgespräch einladen und schliesslich anstellen muss.

Was haben Sie für Erfahrungen gemacht? Haben Sie weitere Tipps?

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