Freelancing ist Art der Zusammenarbeit, die weiter an Bedeutung gewinnt

Freelancing – die Zukunft der Arbeitswelt?

Viele Arbeitnehmer wünschen sich die Freiheit, ihre Aufträge, die Kunden, das Arbeitspensum sowie den Arbeitsort selbst wählen und je nach Bedarf anpassen zu können. Aber nur wenige Unternehmen können ihren Mitarbeitern so viel Flexibilität bieten – darum gibt es immer mehr Leute, die als Freelancer tätig sind. Gemäss einer Umfrage von Deloitte Schweiz arbeiten rund ein Viertel der Schweizerinnen und Schweizer als Freelancer. Lohnt es sich vielleicht auch für Ihr Unternehmen, ab und zu Freelancer hinzuzuziehen?

Details zum Freelancing

Freelancer arbeiten für ein oder mehrere Unternehmen auf Auftragsbasis ohne Festanstellung. Diese Art der zeitlich begrenzten Zusammenarbeit bietet sich vor allem in den Bereichen IT, Werbung oder Medien an – dort werden Freelancer meistens für einmalige Tasks engagiert, wie etwa dem Programmieren eines Portals, für einen Website-Feinschliff oder als Redaktor für einen Beitrag. Auch Übersetzungstätigkeiten, beispielsweise einer Website, gehören zu den klassischen Freelancer-Aufträgen. Unternehmen und Freelancer finden sich übrigens auf spezifischen Freelancer-Jobportalen.

Vorteile: Was spricht dafür, einen Freelancer hinzuzuziehen?

Flexibel sein: Ein Freelancer kann punktuell und oft relativ kurzfristig angefragt und eingesetzt werden. Ist im Büro Not am Mann oder ein grosses Projekt in Aussicht, kann der Freelancer für einen gewissen Zeitraum hinzugezogen werden. Sobald der Auftrag abgeschlossen ist, endet auch dessen Vertrag.

Lohn sparen: Beschäftigt ein Unternehmen freie Mitarbeitende anstelle von Festangestellten, kann es Lohnkosten sparen. Das Unternehmen zahlt nämlich nur für Tätigkeiten, die tatsächlich erledigt wurden. Dies ist vor allem für Firmen interessant, die unter schwankender Auftragslage leiden: Festangestellte müssen nämlich auch dann bezahlt werden, wenn gerade wenig los ist – nicht so die Freelancer.

Expertise mieten: Oft sind Freelancer Cracks in einem ganz bestimmten Gebiet und haben bereits für verschiedene Auftraggeber gearbeitet. Dementsprechend gross resp. breit ist ihr Know-how. Nicht selten besuchen Freelancer in ihrer Freizeit Schulungen oder Fortbildungsveranstaltungen – denn ihr Wissen ist ihr Kapital. Ist eine Aufgabe im Vorfeld bereits sehr genau definiert, kann gezielt nach einem Freelancer gesucht werden, der die dafür nötigen Skills mitbringt.

Schnell rekrutieren: Einen Festangestellten zu rekrutieren, dauert in der Regel relativ lange und ist äusserst aufwändig. Anders die Rekrutierung von Freelancern: die Rekrutierungskosten sind geringer und dank speziellen Rekrutierungsplattformen und Projektbörsen lässt sich schnell eine passende Hilfe finden.

Nachteile: Was spricht dagegen, einen Freelancer hinzuzuziehen?

Einblick in Unternehmensdetails: Oft erhalten Freelancer tiefen Einblick in Abläufe oder Details des Unternehmens, die nicht nach aussen getragen werden sollten. Ein gewisses Vertrauen zum Freelancer ist also nötig, damit eine Zusammenarbeit erfolgreich sein kann. Zudem empfiehlt es sich, eine Vertraulichkeitserklärung aufzusetzen – so sind Sie als Unternehmen auf der sicheren Seite.

Individuelle Arbeitsweise: Wer einen Freelancer engagiert, der muss sich bewusst sein, dass der Freelancer sein eigener Chef ist. Er arbeitet nach seinem System und seiner Struktur. Da er die internen Zusammenhänge nicht oder nur wenig kennt, wird er zudem wohl eher weniger nachhaltig oder langfristig denken.

 

Was denken Sie über Freelancing? Arbeiten Sie bereits mit Freelancern zusammen? Warum (nicht)?

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