Fachkräftemangel fordert Recruiter heraus

Der Mangel an Fachkräften hat sich 2019 weiter zugespitzt: Vor allem in Pflege-,  Ingenieur- und Technikberufen wird es immer schwieriger, geeignete Mitarbeitende zu finden. Der Arbeitgeber- hat sich zum Arbeitnehmermarkt gewandelt. Darum sollten sich Recruiter nicht nur auf aktiv Stellensuchende konzentrieren, sondern auch den passiven Kandidatenmarkt ins Auge fassen.

Vier Kategorien im Kandidatenmarkt

Active (20%): Diese Kategorie ist aktiv auf Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung. Sie bilden den Aktiven Kandidatenmarkt.

Tiptoer (15%): Ist einem allfälligen Stellenwechsel nicht abgeneigt, resp. denkt konkret darüber nach. Da sich der Tiptoer aber (noch) nicht aktiv auf Stellensuche begeht, gehört er zum Passiven Kandidatenmarkt.

Explorer (44%): Genau wie die Tiptoer sind auch sie nicht aktiv auf Stellensuche. Sie sind offen für Gespräche über berufliche Perspektiven, denken aber nicht konkret über einen Stellenwechsel nach.

Super Passive (20%): Jeder Fünfte ist glücklich in seiner derzeitigen Position und darum an einer neuen Stelle nicht interessiert. Sie denken weder über einen Stellenwechsel nach, noch möchten sie Gespräche über mögliche berufliche Perspektiven führen.

Alle Kandidatenmärkte ansprechen

Recruiter sollten sich – vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels – nicht nur auf den aktiven Kandidatenmarkt konzentrieren: Tiptoer und Explorer sind zwar nicht aktiv auf Stellensuche, aber offen für ein Gespräch oder ein Angebot – sofern es ihrer Wechselmotivation entspricht. Super Passive hingegen gar nicht: Sie sind so zufrieden mit ihrer aktuellen Stelle, dass sie diese nicht wechseln werden.

Fazit

Sie sehen: Auch vermeintlich «Nicht-Interessierte», resp. nicht aktiv Stellensuchende können sich unter gegebenen Umständen für Ihre offene Stellen interessieren. Gehen Sie aktiv auf die Tiptoer und Explorer zu, betreiben Sie Active Sourcing und nutzen Sie und unkonventionelle Ausschreibungswege! So erhöhen Sie Ihre Chancen, ein passendes Talent zu finden – Fachkräftemangel hin oder her.

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