Facebook Live Streams im Recruiting: Praxisbeispiel von Helvetia Schweiz

Vor rund zwei Jahren haben wir hier zum ersten Mal thematisiert, ob Live-Streams der neuste Recruiting-Trend werden. Mittlerweile sind diese weit verbreitet und werden auch in der Schweiz in der Rekrutierung eingesetzt, so zum Beispiel vor kurzem bei der Helvetia.

Letztes Jahr haben wir über ein deutsches Praxisbeispiel geschrieben, bei welchem die Live-Stream App Periscope eingesetzt wurde. Seither wurde Live-Streaming auf Social Media-Kanälen massiv vereinfacht: Mittlerweile kann man dies direkt und ohne separate App auf Facebook und Instagram nutzen. Auch die sogenannten Stories auf diesen Plattformen wurden zu einem der Online-Trends 2017 und werden, vor allem auf Instagram, rege genutzt. Hier haben wir darüber geschrieben, wie die Stories im Bereich des Recruitings eingesetzt werden können.

Vorteile von Live-Streams

Live-Streams haben grosse Vorteile beim Einsatz im Social Recruiting: Sie sind kostengünstig und können auch spontan umgesetzt werden. Ebenso kann den Kandidaten die Gelegenheit geboten werden, auf diesem Weg einen ersten Eindruck von künftigen Vorgesetzten und Team-Mitgliedern zu gewinnen.

Helvetia nutzt Livestreaming fürs Recruiting

Helvetia Versicherungen Schweiz suchte vor rund drei Wochen via Livestream auf diesem Weg Kandidaten für eine Teamleitungs-Stelle Hypothekenkundenberater. Gleich zu Beginn des Streams wird angekündigt, wie lange die Übertragung in etwa dauern wird – für die Interessenten eine wertvolle Information. Anschliessen wurde die zu besetzende Stelle und das Wunschprofil des idealen Kandidaten genauer erläutert.

Livestream_Recruiting_Helvetia

Danach kommen zwei aktuelle Team-Mitglieder zu Worte und schildern, was sie sich von ihrem künftigen Teamleiter wünschen. Die gemachten Aussagen wirken überlegt, aber nicht nach Drehbuch vorgeschrieben, was die Aussagen sehr authentisch macht. Auch hier hat der Live-Stream Vorteile: Während man bei einem persönlichen Gespräch für eine solche Position das Team eher zu einem späteren Zeitpunkt kennenlernt, kann man sich als Interessent für diese Stelle bereits früh ein Bild davon verschaffen. Und so viel eher abschätzen, ob man selber in dieses Team passen würde – Stichwort Cultural Fit.

Die Erwartungen an den Wunschkandidaten wurden sehr klar formuliert und geben einen klaren Eindruck zum Anforderungsprofil. Die Möglichkeit zum Dialog wurde von den Zuschauern nicht genutzt, Rückfragen blieben während des Live-Streams aus. Es wurde jedoch zum Abschluss des Streams darauf hingewiesen, dass diese auch noch später via Facebook-Seite oder Messenger beantwortet werden. In den rund 20 Minuten des Streams erhielten Interessenten einen umfassenden Einblick in die Stelle, die Firmenkultur und in das Team, welches es zu leiten gilt.

Gutes Praxisbeispiel

Wie überall, wo etwas Neues ausprobiert wird, gäbe es natürlich auch bei Helvetia noch einige Feinheiten, die man optimieren könnte: Streckenweise ist der Ton etwas leise und die Beleuchtung im Video ist nicht optimal. Zudem wäre es sinnvoll gewesen, in der Video-Beschreibung auf Facebook auf das Stellenportal hinzuweisen, damit dieses mit einem Klick für Interessenten aufrufbar gewesen wäre. Inhaltlich und vom Ablauf her ist dies sicherlich ein gutes Praxisbeispiel dafür, wie Live-Streams im Recruiting funktionieren können. Das Video wurde bis anhin über 1‘200 Mal aufgerufen. Der erste potenzielle Kandidat liess auch nicht lange auf sich warten: Er kommentierte direkt während des Live-Streams und bekundete sein Interesse an der Stelle.

Das vollständige Live-Video können Sie hier oder auf dem Facebook-Kanal von Helvetia Schweiz anschauen.

Livestream zur ausgeschriebenen Stelle als Teamleitung Hypothekenkundenberater in Basel.

Posted by Helvetia Versicherungen Schweiz on Tuesday, October 10, 2017

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Live-Streams im Recruiting gemacht?

 

Bildmaterial: Screenshot von Facebook-Kanal Helvetia Schweiz

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