Warum ein gutes Reputationsmanagement wichtig ist und wie es gelingt

Erfolgreiches Reputationsmanagement für Unternehmen

Was tun Sie für Ihren guten Ruf? Der Aufbau einer guten Reputation benötigt viele Ressourcen. Eines ist sicher: Eine hohe Reputation und unternehmerischer Erfolg hängen eng zusammen.

 Reputationsmanagement – was ist das?

Ob ein Unternehmen vielversprechende Kandidaten rekrutieren kann, hängt zunehmend auch davon ab, was der Firma für ein Ruf bzw. Reputation vorauseilt. Reputation basiert (im Gegensatz zum Image) immer auf Erfahrungen. Positive Erfahrungen setzen das Erkennen und Verstehen von Zusammenhängen voraus, was zum Beispiel durch qualifizierte Kommunikation erreicht werden kann. Allerdings genügt gute Kommunikation allein nicht, um eine nachhaltig gute Reputation zu erwirken. Vielmehr geht es um anhaltende Akzeptanz, Vertrauen und enge Beziehungen sowie darum, dass Worte und Taten in Einklang stehen.

Interessant ist, dass die Person an der Spitze eines Unternehmens enorm bedeutsam ist. Sie beeinflusst die Reputation der ganzen Firma zu mehr als 50%. Doch auch Faktoren wie das Verhalten in Krisen und schwierigen Situationen, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit oder das ethische Verhalten von Management und Mitarbeitenden wirken sich – positiv oder negativ – auf den Ruf eines Unternehmens aus und damit auf den Erfolg oder Misserfolg bei der Rekrutierung. Grundsätzlich haben die Unternehmen ihre Reputation aber selbst in der Hand und die genannten Faktoren können stark zu den eigenen Gunsten beeinflusst werden.

Tipps für einen guten Ruf

Um von Stellensuchenden als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, kann man einiges tun. Es beginnt damit, dass man die Kandidaten im Bewerbungsprozess von Beginn weg und bis zum Schluss ernstnimmt, auch im Falle einer Absage. Ein bedeutender Aspekt ist zudem das Community Management über Social Media. Wer auf Fragen, Beschwerden oder Anmerkungen nicht eingeht, muss sich nicht wundern, einen schlechten Ruf zu haben. Die Social-Media-Plattformen sollten aber auch dazu genutzt werden, tiefere Einblicke oder Blicke hinter die Kulissen der Unternehmung zu geben. Dies gibt potentiellen Bewerberinnen und Bewerbern ein umfassenderes Bild ihres möglichen künftigen Arbeitgebers. Wer sieht, dass zwar viel gearbeitet wird, aber auch, dass eine gute Grundstimmung und ein angenehmes Klima herrschen, ist eher gewillt, sich auf eine Stelle zu bewerben.

Alle Zielgruppen ansprechen

Für ein wirkungsvolles Reputationsmanagement braucht es zudem einen Rundum-Blick, der alle externen und internen Anspruchsgruppen, die eine Firma hat, einschliesst. Die Wahrnehmung des Unternehmens auf dem Markt gilt es laufend kritisch zu prüfen und nach Möglichkeit positiv zu beeinflussen. Dabei können Reputationstreiber helfen. Dies sind besondere Kompetenzen innerhalb eines oder Eigenschaften des Unternehmens. Damit die Reputationstreiber aber effektiv wirken können, müssen sie aktiv vermittelt werden – durch entsprechende PR- und Kommunikationsmassnahmen. Es geht darum, das positive Reputationsprofil des Unternehmens bekannt zu machen und das Unternehmen als kompetentes, verantwortungsbewusstes und klar am Nutzen der (zukünftigen) Mitarbeitenden orientiertes Unternehmen zu präsentieren. Das bildet die Basis für ein spannendes und glaubwürdiges Profil. Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung bewusst sind, ihr gerecht werden und es entsprechend kommunizieren, beeinflussen ihre Reputation zusätzlich.

Issue Management betreiben

Während es lange dauert, sich einen guten Ruf zu erarbeiten, braucht es nicht viel, diesen wieder zu verlieren. Das Spektrum möglicher Risiken ist breit, es reicht von Risiken im operativen Geschäft, über unternehmensstrategische oder finanzielle Risiken bis hin zu kritischen Aspekten der Corporate Social Responsibility (z. B. schlechte Arbeitsbedingungen, Restrukturierungsprozesse mit Arbeitsplatzabbau oder Unternehmensübernahmen). In all diesen Situationen besteht die Gefahr, dass einzelne Personen oder ganze Gruppen ein Unternehmen negativ wahrnehmen und bewerten, was sich schliesslich auf die Reputation auswirkt. Unternehmen müssen also auf solche Reputationsrisiken vorbereitet sein und diese aktiv annehmen. Auch unbedachte Äusserungen eines Top-Managers oder Gerüchte können öffentliche Aufmerksamkeit erfahren und den Ruf beeinflussen.

Es gilt also in jedem Fall, dem Reputationsmanagement eine hohe Beachtung zu schenken und aktiv zu sein – ganz im Sinne von «agieren, statt reagieren».

Welche Unternehmen betreiben Ihrer Meinung nach sehr gutes Reputationsmanagement? Wir sind neugierig auf Ihre Beispiele.

Keine Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar