Employer Branding für Recruiter nicht zu unterschätzen

Dass Employer Branding ein wichtiger Punkt für jedes Unternehmen ist, das ist keine Neuigkeit. Jedoch geraten gerade solche Basics öfter mal in den Hintergrund. Dabei ist eine entsprechende Unternehmenspositionierung unerlässlich für den Erfolg des Recruiting-Prozesses. Wir stellen diese Woche einige wichtige Erkenntnisse vor.

Folgendes fiktives Szenario: Peter M ist derzeit auf Stellensuche und selektiert die Anzeigen dabei auf Internet-Plattformen. Er findet zwei Jobangebote die für ihn interessant sein könnten. Beide Anzeigen bieten die gleichen Aufgabengebiete zu gleichem Lohn. Eine der Anzeigen stammt von einer namenhaften Firma, die andere von einer völlig unbekannten. Welche Stelle hat sein Interesse wohl mehr geweckt?

Was war noch gleich Employer Branding?

Regula Looser definiert dies auf der Seite www.ci-portal.de folgendermassen:

„Die Kernaufgabe von Employer Branding ist die strategische und langfristige Positionierung eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber – sowohl gegenüber potenziellen, als auch bestehenden Mitarbeitenden. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Konzeption neuer Stellenanzeigen, sondern vielmehr um das Entwickeln einer strategisch fundierten Arbeitgebermarke, die an allen Berührungspunkten konsistent zum Ausdruck kommt – visuell und inhaltlich“.

Peter assoziiert mit dem Unternehmen also gewisse Eindrücke, die er von diesem im Laufe der Zeit gewonnen hat. Im besten Fall sind diese so positiv, dass er sich auf die entsprechende Stelle bewirbt.

Wie können die Firmen dies erreichen?
Alleinstellungsmerkmale im Produktmarketing werden als Unique Selling Propositions kurz USP bezeichnet. Im Employer Branding wird dies als Employment Value Proposition (EVP) betitelt. Unterschiedliche Namensgebungen, aber eigentlich ist der gleiche Vorgang gemeint. Firmen müssen es schaffen, durch geschicktes Marketing und intelligente Kommunikation gewisse Eigenschaften aufzuweisen, die nur sie selbst haben.

Einige Tipps:

  • Der Auftritt der Firma muss einheitlich gestaltet sein, gutes und konsequent umgesetztes CI ist unerlässlich. Nur so besitzt eine Firma einen Widererkennungswert.
  • Zu Beginn eines Arbeitgeberkonzeptes sollten die Stärken und Schwächen der Firma kritisch betrachtet werden, auch Mitarbeitergespräche können hier entscheidende Hinweise liefern.
  • Die Mitarbeiter sollten frühzeitig bei der Strategieentwicklung mit eingebunden werden, da diese das Unternehmen nach aussen ebenfalls repräsentieren.
  • Sollte das Feedback der Mitarbeiter negativ ausfallen, gilt es im ersten Schritt die angesprochenen Mängel der Mitarbeiter zu beheben. Diese tragen massgeblich dazu bei, das Unternehmen voran zu bringen.
  • Eine Konkurrenzanalyse garantiert den aktuellen Überblick über den Markt und die Mitbewerber. Wenn ich weiss mit welchen Angeboten die Konkurrenz die Stellensuchenden für sich gewinnt, kann ich dies zu meinem Vorteil nutzen.
  • Employer Branding ist ein kontinuierlicher Prozess, der über alle Abteilungen hinweg und im Team gelebt werden muss.

Quelle: www.pixelio.de

Nur: wie wichtig ist Employer Branding und wie macht man das…?
Eine Umfrage von Universum Communications unter HR-, Employer Brander- sowie PR- und Marketing-Verantwortlichen ergab, dass für 69 Prozent der Unternehmen das primäre Ziel ist, mittels Employer Branding langfristig den Personalbedarf zu decken. Quelle

Aber es geht beim Employer Branding nicht darum, möglichst viele potenzielle Bewerber anzusprechen, sondern die richtigen! Menschen die in das Unternehmen passen, ein ähnliches Mindset haben und die geforderten Skills mitbringen.

Tipps dazu, wie Ihr Unternehmen mit Employer Branding ein attraktiver Arbeitgeber werden und eine Arbeitgebermarke entwickeln, finden Sie im Fachartikel unter www.business-wissen.de

1 Comment
  • Anonymous

    21. August 2018 at 17:04

    Ein sehr interessanter Artikel. Der Link zu http://www.business-wissen.de funktioniert leider nicht für weiterführende Informationen.

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