Employee Advocacy: Vermeiden Sie diese Stolpersteine (Teil 2)

Im ersten Teil dieser Blogserie haben wir den Begriff „Employee Advocacy“ und dessen Potenzial erläutert. Heute geht es darum, bei der Implementierung mögliche auftretende Stolpersteine zu umgehen.

Mit Employee Advocacy werden die Mitarbeiter zu Firmen-Botschaftern und teilen relevante Informationen in ihren eigenen beruflichen und sozialen Netzwerken. Damit dies zielgerichtet geschehen kann, müssen einige Voraussetzungen in den Firmen gegeben sein. So ist es wichtig, den Firmen-Angestellten den Sinn von Employee Advocacy näher zu bringen und diese dazu zu motivieren, sich selber als Experten in den eigenen Themen-Fachbereichen zu positionieren. Folgende Stolpersteine sollten dabei vermieden werden:

Fehlende Firmenkultur und Motivation

Würden Sie Content einer Firma teilen, welche dauernd mit negativen Neuigkeiten in den Medien vertreten ist? Oder für eine die dafür bekannt ist, schlechte Feedbacks auf Bewertungsplattformen von Kunden und/oder Mitarbeitern zu erhalten?

Wohl eher nicht. Genauso geht es Ihren Angestellten. Mitarbeiter, welche der Firmenführung misstrauen oder innerhalb der eigenen Firma nicht über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten werden, sind kaum dafür motiviert, Content ihres Arbeitgebers in ihrem eigenen Netzwerk zu publizieren. Wer möchte schon eine Stellenausschreibung einer Firma teilen, wenn er selber nicht hinter der Ausschreibung stehen kann? Einer der Grundpfeiler, damit Employee Advocacy funktionieren kann, ist somit eine positive Firmenkultur. Das Vertrauen zu den Angestellten sollte fortlaufend aus- und aufgebaut werden. Finden Sie beispielsweise mit Hilfe von Mitarbeiterbefragungen heraus, was sich die Mitarbeiter in Sachen Informationskultur wünschen, was ihnen in der Unternehmenskultur fehlt und prüfen Sie Ideen, welche Ihre Angestellten gerne umsetzen würden. Mit einer guten Unternehmenskultur schaffen Sie den idealen Nährboden für gelungene Employee Advocacy.

Wenn die Geschäftsleitung selber nicht aktiv ist auf Social Media

Wer das Potenzial von Employee Advocacy nutzen möchte, sollte selber mit gutem Beispiel vorangehen. Teilen Sie Artikel auf Ihrem LinkedIn Profil und stellen Sie Ihrer Community Fragen. So bleiben Sie am Puls Ihrer Zielgruppe, erhalten im besten Fall wertvolle Inputs zur eigenen Produkteentwicklung und steigern Ihre Reichweite. Dokumentieren Sie Aktivitäten wie Likes und entstandenen Diskussionen mithilfe von Screenshots – so können Sie Ihren Teammitgliedern gezielt aufzeigen, was mit Aktivitäten auf Social Media alles erreicht werden kann.

Dem Nutzer vorschreiben, was und wie er es zu sagen hat

Glaubhaft ist nur, was authentisch ist. Und authentisch ist nur, was ehrlich gemeint und eigens verfasst ist. Leider setzen viele Firmen auf Gehirnwäsche und raten ihren Mitarbeitenden nicht nur was, sondern auch wie sie ihre Botschaften zu verbreiten haben. Hiervon raten wir strengstens ab, denn innerhalb einer Community sind solche «Fake News» schnell aufgedeckt und können im schlimmsten Fall gegen das Unternehmen verwendet werden. Bevor der Shitstorm grüsst empfehlen wir deshalb: Ermutigen Sie ihre Mitarbeiter dazu, Firmeninhalte zu teilen und zwar am Besten im jeweiligen Jargon der Person selbst. Sofern sich diese nämlich nicht im Ton vergreift, ist über das eine oder andere inhaltliche Faux Pas abzusehen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Employee Advocacy gemacht?

Via und Bildmaterial

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