Do’s und Dont’s für die Kalt-Akquise im Recruiting auf LinkedIn

InMail Nachrichten sind, richtig eingesetzt, ein wertvolles Netzwerk-Tool. Sie ermöglichen Recruitern, auch mit Personen in Kontakt zu treten, welche noch keine Netzwerk-Kontakte sind. Gerade Headhunter nutzen dieses Feature gerne für die Kalt-Akquise.

Gemäss einem Artikel von LinkedIn stieg die Interaktionsrate zwischen Recruitern und Standard-Mitgliedern in den letzten zwei Jahren um 40% an. Die Antwortrate von möglichen Kandidaten erhöhte sich gegenüber den Vorjahren um 25%. Mehr LinkedIn-Mitglieder finden dank dieser Funktion eine neue Stelle. Doch für Recruiter kann dies eine zusätzliche Herausforderung bedeuten: Wenn die Anzahl der Nachrichten, welche von Firmen versandt werden, rasant steigt, muss der Inhalt umso überzeugender sein. Sonst läuft man Gefahr, in der Nachrichtenflut unterzugehen. Dies hat LinkedIn zum Anlass genommen, die Art der Nachrichten von erfolgreichen Recruitern unter die Lupe zu nehmen und ist dabei auf folgende Erfolgsfaktoren gestossen. Diese Erkenntnisse gelten übrigens nicht nur für Recruiter, sondern sind auch für LinkedIn Mitglieder gültig, welche die Plattform “nur” zum Netzwerken nutzen.

Schreiben Sie eine persönliche Nachricht und heben Sie Gemeinsamkeiten hervor

Mail-Templates sind eine praktische Sache – kommen aber leider beim Empfänger häufig nicht gut an. Wenn Sie Ihre Standard-Message mit ein paar persönlichen Aussagen ergänzen, steigert dies die Öffnungsrate von InMails um bis zu 15%.

Gemeinsamkeiten herauszuheben wirkt unterstützend dabei, eine persönliche Verbindung zu den Kandidaten aufzubauen. Ebenso erhöht es Ihre Chancen, eine Antwort zu erhalten. So gaben LinkedIn Mitglieder an, dass sie eher jemandem zurückschreiben, der auf der Plattform in den gleichen Gruppen aktiv ist. Die Antwort-Chancen werden gar um 27% erhöht, wenn man bei der Kontaktaufnahme Bezug auf einen ehemaligen gemeinsamen Arbeitgeber nimmt, für den man tätig war.

LinkedIn_Akquise

Verzichten Sie auf zu viele Details

Wer bereits in der ersten Kontaktaufnahme von Terminvereinbarungen, Salär und dem Austausch von weiteren Kontaktdaten spricht, verschlechtert damit seine Chancen auf eine Antwort. Falls Sie beispielsweise ein gelungenes Employer Branding Video haben, können Sie ganz unverbindlich darauf verweisen. Aber verzichten Sie in der ersten Nachricht auf zu viele Verbindlichkeiten.

Wichtig ist, dass zuerst ein Austausch stattfindet und ein gewisses Vertrauen aufgebaut wird, bevor es konkret wird. Dies ist auch elementar, wenn Sie sich mit jemandem verbinden, von dem Sie gerne Referral-Informationen in Erfahrung bringen möchten. Ebenso wichtig: Achten Sie auf einen aussagekräftigen Titel der Nachricht und halten Sie diese kurz. Die besten Antwortquoten erzielen gemäss LinkedIn solche Nachrichten, welche zwischen 200 und 500 Zeichen lang sind. Eine interessante Erkenntnis gab es bezüglich des Timings der Nachrichten: Das berufliche Netzwerk stellte keine Unterschiede zwischen den Öffnungsraten der Nachrichten an den verschiedenen Wochentagen fest. Sie können diese also von Montag bis Sonntag zu demjenigen Zeitpunkt versenden, der für Sie persönlich passend ist.

Nehmen Sie auf das Profil und gemachte Interaktionen Bezug

Erfolgreiche InMail Nachrichten nehmen auf das Profil und die Arbeitserfahrungen des Empfängers Bezug. Um herauszufinden, ob jemand ein guter Cultural Fit für Ihre Firma ist, empfehlen sich Fragen nach Interessen und Karrierezielen. Vermeiden Sie das Empfehlen von Positionen, welche auf einem niedrigeren Level sind als die Stelle, welche der Empfänger innehält. 70% aller LinkedIn Mitglieder, welche eine neue Stelle antraten, kombinierten dies mit einem Aufstieg auf der Karriereleiter.

Interessant sind natürlich auch Kontakte, welche Ihrer Firma bereits auf LinkedIn folgen und/oder bereits einmal Inhalte von Ihnen geteilt haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese eine Nachricht beantworten, ist 80% höher als bei denjenigen Mitgliedern, die noch nie mit Ihrem Unternehmen interagierten.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Kalt-Akquise im Recruiting mit Nachrichten auf LinkedIn gemacht?

 

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