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Die Stellentitel dem Zufall überlassen? – Besser nicht!

Specialist Healthcare, Pflegefachperson (w/m/d) oder Superstar im Gesundheitsbereich? Den passenden Titel für die Stellenanzeige zu finden, ist manchmal gar nicht so einfach. Immerhin entscheidet oftmals der Titel darüber, ob die Stellenanzeige überhaupt angeklickt, respektive gelesen wird. Erfahren Sie hier, was Sie bei der Wahl des Jobtitels berücksichtigen sollten, warum Titel wie Content Ninja nur bedingt effektiv sind und was Stellentitel mit SEO zu tun haben.

Kreative Stellentitel – nur mit Vorbehalt

Online Marketing Hero, Fearless Frontend Ninja oder Struktur-Nerd sind nur Beispiele – der Fantasie scheint keine Grenzen gesetzt zu sein, wenn es um Stellentitel geht. Berufsbezeichnungen der unterhaltsamen Art ziehen zwar viel Aufmerksamkeit auf sich, sind aber mit Vorsicht zu geniessen: Oder kennen Sie etwa jemanden, der im Google Suchfeld «Content Guru Job Zürich» eintippt? Eben. Entsprechend klein ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Jobsuchende auf eine solche Stellenanzeige stösst.
Abgesehen davon sollten Sie Wert darauf legen, dass der Stellentitel zur Unternehmenskultur passt: Bei Start-ups, die im Bewerbungsgespräch sofort das Du anbieten und Sneakers bei der Arbeit erlauben, ist der Stellentitel Content Ninja wenig(er) überraschend. Derselbe Stellentitel bei einer Stellenanzeige eines klassischen Grossunternehmens wirkt hingegen deplatziert. In diesem Fall empfiehlt sich eher der formelle Titel Frontend Entwickler (w/m/d) oder Programmierer (w/m/d).

Wer trotz allem auf kreative Stellentitel setzen möchte, kann sich von diesem Beitrag inspirieren lassen:

 

Englisch vs. Deutsch

Die Frage, ob Sie einen Deutschen oder Englischen Stellentitel wählen sollen, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Englische Stellentitel bieten sich vor allem für Unternehmen an, die global tätig sind. So haben alle Mitarbeitenden, welche dieselbe Tätigkeit verrichten, denselben Stellentitel – egal, ob in Delhi, Dublin oder Davos. Zudem klingt die englische Variante für das deutsche Ohr oftmals professioneller oder zumindest schicker. Ein Titel, respektive eine Stellenbezeichnung transportiert eben auch Prestige…
Trotzdem sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie nach einem Field Operator suchen wollen oder doch lieber den Titel Aussendienstmitarbeiter (w/m/d) wählen. Viele Stellenbezeichnungen sind auf Deutsch einfach bekannter und rufen weniger Unklarheiten oder Fragen auf. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt – denn auch bei der Stellensuche will niemand die Katze im Sack kaufen. Eindeutige Titel, unter denen sich die Jobsuchenden etwas vorstellen können, sind das A&O.

Ihr Freund und Helfer: SEO

Wie so oft, wenn es um Online-Themen geht, ist SEO zentral. Optimieren Sie Ihre Stellentitel also für die Suchmaschine: Überlegen Sie sich Stellentitel, die Sie als passend empfinden und überprüfen Sie diese Begriffe anschliessend im Web mittels Keyword-Tools. So erfahren Sie das Suchvolumen Ihrer Stellentitel. Ausserdem werden Ihnen bei der Keyword-Recherche – beispielsweise mit Google Trends – Synonyme angezeigt. Dadurch finden Sie heraus, ob potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten im Web eher den Begriff Trainer oder Coach suchen und ob das Keyword Programmierer ein höheres Suchvolumen hat als Software-Entwickler.

(w/m/d) & Co.

Das dritte Geschlecht beim Stellentitel hinzuzufügen ist kein nice-to-have, sondern seit dem 1.1.2019 gesetzlich verlangt – zumindest in Deutschland. Obwohl es in der Schweiz nicht obligatorisch ist, folgen bereits erste Schweizer Unternehmen dem Beispiel aus Deutschland und fügen bei ihren Stellentiteln die Abkürzung „d“  hinzu. Alternativen zu d (divers) bieten die Abkürzungen gn (geschlechtsneutral) und i (intersexuell).

 

Worauf achten Sie beim Erstellen der Stellentitel? Wählen Sie Stellentitel auf Deutsch oder Englisch? Was halten Sie von kreativen Stellenbezeichnungen?

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