Ein Arbeitsplatz mit Sicht auf eine bergige Landschaft steht repräsentativ für den arbeitsplatz der Zukunft

Der Arbeitsplatz der Zukunft – was jedes Unternehmen wissen muss

Seit nun fast einem Jahr hat sich nicht nur unser privates Umfeld um hundertachtzig Grad gedreht, auch die Arbeitswelt hat sich drastisch verändert. Wo noch im Januar 2020 Homeoffice, Out-of-Office und Co. als Luxus oder Alternativen zum Büroleben galten, sind diese nun mehr Alltagssituationen geworden. Da stellt sich für viele die Frage: Wie wird der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen? Und vor allem: was werden Unternehmen ihren Arbeitnehmenden bieten müssen, um noch attraktiv zu sein? Damit Sie und Ihr Unternehmen für diesen Wandel gut vorbereitet sind, haben wir die wichtigsten Fakten gesammelt.

Die Fakten im Überblick

Zugegeben, der Arbeitsmarkt hatte schon vor der Pandemie bereits begonnen sich den neuen Bedürfnissen und Wünschen der Arbeitnehmenden anzupassen. Dank besseren und vielfältigeren Ausbildungsmöglichkeiten haben diese ihre neue Verhandlungsstärke erkannt und sind jetzt um einiges vorsichtiger und wählerischer geworden. Seit COVID-19 hat sich dieses Denken nur verstärkt. Wenn Unternehmen also nicht flexibel in ihren Arbeitsmodellen sind oder werden, fliegen sie schnell aus dem Raster der attraktiven Arbeitgeber raus. Was also muss der Arbeitsplatz der Zukunft bieten?

Die Selbstständigkeit

Ganz oben auf der Rangliste der Arbeitnehmenden steht der Wunsch nach Selbstständigkeit und Selbstverwirklichung. Zukünftig ist es daher für Unternehmen wichtig Teil- und Vollzeitstellen anzubieten.

Das Freelancing

Auch das Freelancing wird immer beliebter, da es viel Flexibilität bietet. Der wohl attraktivste Punkt dabei ist, dass die Arbeitskonditionen vom Freelancer selbst bestimmt  werden. Darunter zählen Gehalt, Kunde, Arbeitszeit und Arbeitsort.

Temporäre Stellen

 Temporäre Mitarbeitende sind ebenfalls auf dem Vormarsch, da sich auch hier viel Spielraum in Bezug auf Zeiteinteilung ermöglicht.

Besseres Arbeitsklima

Ein weiterer Punkt ist das Arbeitsklima. Auf der Rangliste der Kriterien ist es signifikant gestiegen – vor allem seit letztem Jahr. Kein Wunder, da die meisten Unternehmen über Skype, Microsoft Teams und anderen, digitalen Plattformen kommunizieren. Die Gefahr, missverstanden zu werden ist durch E-Mails höher, da eine Kommunikationsebene «wegbricht». Das Resultat: Ärger und Unstimmigkeiten im Team, wo es eigentlich keine geben sollte. Führungspersonen sind deswegen besonders auf der zwischenmenschlichen Ebene gefordert. Aber die wohl meist gestellte Frage ist noch ungeklärt. Wird das Homeoffice die Zukunft sein?

Homeoffice vs. Büro – was wird sich wie durchsetzen?

Zwar ist das Homeoffice in vielen Unternehmen momentan omnipräsent, ein Dauerzustand wird dieses aber weniger werden. Was allerdings auf dem Vormarsch ist, sind hybride Arbeitsformen. Damit ist der Wechsel zwischen Homeoffice, Out-of-Office und Büroanwesenheit gemeint. Die Krise hat uns gezeigt, dass solche Arbeitsmodelle funktionieren, für die Zukunft wird sich aber wohl ein Mix etablieren. Was ist damit gemeint? In vielen Branchen – beispielsweise in kreativen Berufen – ist der direkte Austausch ein wichtiger Bestandteil des Arbeitsalltags. In der Gruppe funktionieren wir besser, weswegen Brainstorming-Prozesse, die von mehreren Personen zusammengetragen worden sind, oft produktivere Resultate hervorrufen. Wo dieser Schritt eher im Büro stattfinden sollte, können die weiteren Produktionsschritte im Homeoffice gemacht werden.

Hygienemassnahmen: Grössere Büroräume oder weniger anwesendes Personal?

Ein wichtiger Punkt in Bezug auf den Arbeitsplatz der Zukunft ist die Hygiene. Wie können Unternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden sichern und fördern? Social Distancing mag zwar erst seit letztem Jahr in aller Munde sein, das Konzept wird aber voraussichtlich noch einige Zeit bleiben. Dabei können Unternehmen mit Abstandsregeln, zugänglichen Desinfektions- und Waschstellen und einer begrenzten Anzahl an anwesendem Personal arbeiten. Falls Unternehmen es sich leisten können, können grössere Produktionsstätten etabliert werden, um den Mitarbeitenden mehr Abstand gewährleisten zu können. Was die Zukunft schlussendlich bringt, kann niemand sagen. Wer aber eine flexible und anpassungsfähige Denkweise an den Tag legt, der wird – oder hat bereits – den Arbeitsplatz der Zukunft in seinem Unternehmen etabliert.

Was wir aus den Fakten schliessen

Flexibilität ist das grosse Wort, das den Arbeitsplatz der Zukunft ausmachen wird. Das Fundament zu hybriden Arbeitsformen wurde, spätestens seit der Homeoffice-Pflicht, gesetzt und wird in Zukunft von Mitarbeitenden und potenziellen Kandidaten begrüsst, wenn nicht sogar verlangt, werden. Dass diese Konzepte funktionieren und nicht erst, durch viel Überzeugungskraft ausprobiert werden müssen, ist für viele Unternehmen eine enorme Erleichterung – und Sicherheit.

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