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Content ist King – auch im Recruiting

Stellen Sie sich vor: Mit spannendem Content über Ihre Projekte, sozialen Engagements und weitere Unternehmensinformationen in Zeitschriften oder auf Social Media machen Sie potentielle Kandidaten auf Ihr Unternehmen aufmerksam. Diese haben dann Lust, bei Ihnen zu arbeiten und bewerben sich proaktiv auf eine offene Stelle. Das wäre effizient – das wäre Content Recruiting!

Das ist Content Recruiting

Bei Content Recruiting gelangen Sie mit spannenden Unternehmensinhalten an Ihre Zielgruppe, d.h. an Ihre potentiellen Kandidaten – und zwar noch bevor diese ein Stelleninserat von Ihnen gesichtet haben. Die erste Ansprache erfolgt also via Content in Print-Medien oder Social Media (vgl. Blogbeitrag Social Recruiting). Egal, ob Fachartikel von Ihren Experten, Blogbeiträge über spannende Projekte Ihres Unternehmens, Bilder von sozialen Engagements im Facebook und Arbeitgeber-Auszeichnungen im LinkedIn, Videos von Mitarbeitenden oder Podcasts über Fachthemen – mit solchen Inhalten werden Sie Interesse wecken. Im besten Fall geht das Interesse der Rezipienten so weit, dass sie sich selbständig und proaktiv informieren, ob in Ihrem Unternehmen eine Stelle offen ist. Der Erstkontakt zwischen Ihrem Unternehmen und den Kandidaten entsteht also nicht durch ein Stelleninserat, sondern über spannende Inhalte.

So betreiben Sie Content Recruiting

Zielgruppe definieren
Wen möchten Sie mit Ihren Unternehmensinhalten erreichen? Suchen Sie Mitarbeitende im Marketing oder der IT? Trainees, Fachspezialisten oder Führungskräfte? Jede Zielgruppe muss mit relevanten und treffenden Inhalten gewonnen werden. Es liegt auf der Hand, dass Sie die Aufmerksamkeit von Programmieren wohl eher mit einem Blogbeitrag über Blockchain gewinnen als einem Video über die Entwicklung von Hypothekarzinsen. Machen Sie sich also Gedanken über Ihre Zielgruppe und deren Interessen, damit Sie ihnen relevanten Content bieten können.

Content sammeln
Worüber hat Ihr Unternehmen bereits kommuniziert? Was gibt es zu erzählen? Wo finden Sie fertige Inhalte, die Sie verwenden könnten? Wer sind die Experten in Ihrem Unternehmen, die über ein Thema schreiben oder berichten können? Sammeln Sie bestehende Inhalte – gegebenenfalls, indem Sie bei Ihren Kollegen im Marketing, Unternehmenskommunikation oder Verkauf nach Themen-Hinweisen fragen.

Content planen
Wann wollen Sie worüber berichten? Damit sie nicht willkürlich unzusammenhängenden Content veröffentlichen, muss ein Redaktionsplan her. Thematisch verwandte Beiträge sollten beispielsweise zeitlich aufeinanderfolgend publiziert werden oder miteinander verlinkt sein. Wenn Sie Events oder saisonale Themen haben, können Sie diesen Content gleich im entsprechenden Monat einplanen. Und auf welchem Kanal möchten Sie überhaupt welchen Content publizieren? Vermeiden Sie es, in einer Woche mehrere LinkedIn-Posts zu publizieren und dann wieder monatelang nichts zu veröffentlichen…

Content erstellen
Das Thema ist gewählt, der Kanal ist definiert und das Publikationsdatum steht? Dann geht es nun um die Erstellung des Contents: Interviews halten, Artikel schreiben, Videos drehen, Bilder erstellen – was sich am besten für die Zielgruppe, den Kanal und das Thema eignet. Vergessen Sie dabei das Storytelling nicht! Denn mit Geschichten bleiben Sie länger in den Köpfen Ihrer Zielgruppe, als mit trockenen Zahlen und Fakten.

Content streuen
Der beste Content nützt Ihrem Unternehmen nichts, wenn er von niemandem gesehen wird. Stellen Sie sicher, dass Ihre Videos, Artikel und Fotos gestreut werden. Wie? Mittels Linkposts auf Social Media, an Messen oder in Whitepapers. Achten Sie dabei auf die Wahl eines zielgruppenspezifischen Kanals: Erfahrene Fachkräfte werden Sie kaum mit Content auf Snapchat auf Ihr Unternehmen aufmerksam machen können, während Sie Ihre Trainee-Programme nicht ausschliesslich auf Facebook bewerben sollten.

Content analysieren
Erstellen und veröffentlichen Sie nicht einfach Content um des Contents willen. Machen Sie nach einem vordefinierten Zeitraum einen Schritt zurück und analysieren Sie Ihre publizierten Inhalte: Welche Videos haben mehr Views als andere? Warum? Wurden Sie von der relevanten Zielgruppe gesehen? Welche Reichweite konnten Sie mit Ihren LinkedIn-Posts generieren? Wie viele Leute haben sich Ihren Fachartikel im Online-Magazin durchgelesen und wie viele sind nach wenigen Sekunden gleich wieder abgesprungen?
Denn nur wer weiss, welche Inhalte funktionieren und warum, der kann erfolgreiches Content Recruiting betreiben.

 

Was halten Sie von Content Recruiting? Sinn oder Unsinn?

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