„Bravo Job Attacke“ – Berufsberatung über 3D-Community „sMeet“

Ein weiteres Beispiel, wie Unternehmen und die Politik langsam die Möglichkeiten von Social Media-Anwendungen und Virtuelle Welten zu entdecken beginnen: In Zusammenarbeit mit Experten des Bundesamts für Arbeit und McDonalds lanciert Bravo auf der Online-Community sMeet das Projekt „Job Attacke in 3D“. Ziel der Aktion: Jugendlichen die Möglichkeit bieten, über einen weiteren Kanal Informationen für die Berufswahl zu erhalten – und das interaktiv.

sMeet ist eine audiovisuelle 3D-Community-Plattform, andere sprechen auch von einer Virtuellen Welt. Über den eigens für die Kampagne auf sMeet eingerichteten „3D Job Attacke-Raum“ sollen sich deutsche Jugendliche ab dem 09. Juni 2009 über ihre berufliche Zukunft informieren können, indem sie sich mit Experten austauschen, diskutieren oder mit anderen Jugendlichen über Themen rund um die Berufswahl live chatten. Hier wird gezeigt, wie und wo sich die Jugendlichen Informationen beschaffen können, wo sie Hilfe und Tipps für zukünftige Bewerbungsschreiben und –gespräche erhalten und wie sie Jobangebote durchstöbern können. Alles dreidimensional.

Unternehmen und die Politik entdecken Social Media-Anwendungen

Lange Zeit waren Unternehmen betreffend Social Media im Recruiting eher etwas zurückhaltend und vorsichtig – wenn nicht sogar skeptisch. Das Bravo-Beispiel zeigt deutlich, dass immer mehr Unternehmen und Politiker die Möglichkeiten von Social Media-Anwendungen zu entdecken beginnen, und nicht nur in Amerika mit Virtuellen 3D-Welten wie Second Life im Umfeld der Rekrutierungs-Messen experimentiert wird – Und einsehen, dass es unmöglich ist, sich dem Trend zu entziehen.

Immer mehr  werden auch die Recruiting-Prozesse von Web 2.0-Anwendungen affektiert: Wurde beispielsweise Twitter vor einigen Monaten noch als Spielzeug verspottet und abgeschrieben, so musste eingesehen werden, dass das Microblogging-Tool für Unternehmen und die damit verbundenen Recruiting-Prozesse von grosser Wichtigkeit sein können (lesen Sie doch bei Interesse unsere Artikel-Serie zum Thema „Twitter im Zusammenhang mit Recruiting“).

Zielgruppen werden dort am besten und effizientesten erreicht, wo sie sich aufhalten. Besonders Jugendliche werden immer Internet-affiner – Soziale Netzwerke und Online-Communities werden vermehrt zu einer Selbstverständlichkeit, das Internet avanciert zum Lebensraum.

Die Kampagne scheint daher ein Schritt in die richtige Richtung zu sein: Jugendliche können sich über ein komplexes Thema in einer ihnen vertrauten Atmosphäre und unter Gleichgesinnten informieren  – dies mag unter Umständen den Druck der wichtigen Berufswahl etwas aufweichen – denn: Was Spass macht, gelingt leichter.

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