BMW fährt mit seinem Employer Branding der Konkurrenz davon

Employer Branding besteht in Zeiten von Social Networks längst nicht mehr nur aus Offline-Kampagnen. Durch die wachsende Nutzung von Facebook und Co. erwarten immer mehr Arbeitnehmer, gerade die Young Professionals, dass die Unternehmen in diesen Kanälen ebenfalls präsent sind. Dabei ist es allerdings noch lange keine Erfolgsgarantie lediglich eine Fanpage oder einen Twitter-Account zu eröffnen. Wir stellen Ihnen diese Woche die Karrierefanpage des Automobilherstellers BMW näher vor und zeigen mit diesem Beispiel einige Erfolgskriterien auf.

Allgemeine Infos

Die Karriere Fanpage von BMW richtet sich sowohl an Schüler/Studenten als auch an Young Professionals/Professionals. Neben generellen Informationen über das Unternehmen für die verschiedenen Jobgruppen, ist für den User vor allem der JobChannel interessant. Der Fan erhält hier die Möglichkeit, sich die Vakanzen für seinen Bereich anzuschauen. Die gefundene Stelle kann anschliessend mit dem Netzwerk geteilt werden.

1. Spezielle Karrierefanpage einrichten

Gerade bei sehr grossen Unternehmen ist es auf jeden Fall sinnvoll, eine Fanpage speziell für Jobsuchende zu eröffnen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Fans der allgemeinen Fanpage zu viele Informationen erhalten, die für sie nicht von Interesse sind. Im Falle von BMW sind dies immerhin 5.764.365 Fans. Das gleiche gilt natürlich auch umgekehrt. Facebook-Nutzer, die sich für Karrierechancen bei BMW interessieren, möchten auch nur gezielte Informationen erhalten. Das Selbe gilt auch für den Twitter-Account.

2. Auf die Zielgruppe zugeschnittene Informationen anbieten

Entschliesst sich ein User dazu Fan einer Karriere Fanpage zu werden, dann interessieren diesen dementsprechend allgemeine Informationen über das Unternehmen oder Produktneuheiten eher weniger. Es sollten aus diesem Grund auch nur, speziell für die Zielgruppe, interessante Inhalte veröffentlicht werden. Im Falle von BMW hat der User lediglich die Möglichkeit, sich über die verschiedenen Jobarten zu informieren und sich im JobChannel die derzeitigen Vakanzen anzeigen zu lassen. Der JobChannel bildet damit auch das Herzstück der Fanpage.


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3. Design

Wie bei sonstigen Fanpages auch, sollte diese optisch ansprechend gestaltet sein. Es ist allerdings nicht zielführend das Design der allgemeinen Fanpage 1:1 zu kopieren. Typische Corporate Design Grundlagen können selbstverständlich übernommen werden, allerdings sollte die Karriere Fanpage, insbesondere bei einem grossen Unternehmen wie BMW, seriös sein und zum Image des Unternehmens passen.

4. Social Media-Grundlagen beachten

Ein Auftritt auf Facebook ist keine Einwegkommunikation. Interaktionen und Dialoge mit den Arbeitgebern, bzw. Fans, sollten das Ziel sein. Leider halten sich nicht alle Unternehmen an diesen Grundsatz. Auf Fragen von Fans sollte allerdings möglichst zeitnah und hilfreich geantwortet werden. Ist dies nicht der Fall, kann das zu Frustrationen bei den Fans führen.

5. Aussergewöhnliche Inhalte anbieten

Karriere Fanpages sind von Natur aus weniger spannend und die Möglichkeiten der Publikation von Inhalten eher beschränkt. BMW veranstaltete unter den aktuellen Praktikanten des Unternehmens kürzlich einen internen Videowettbewerb. Ziel der ganzen Aktion war, in einem Rap-Video aufzuzeigen, dass ein Praktikum bei BMW alles andere als langweilig ist. Zielgruppe sind dabei Studierende. Das schlussendliche Gewinnervideo wurde auf der Fanpage nicht nur vorgestellt, sondern erhielt sogar einen eigenen Tab.


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Weniger positiv fällt allerdings auf, dass das eigentliche Video nicht mehr auf YouTube betrachtet werden kann. Es ist derzeit nicht abzuschätzen ob es sich hier um einen kurzfristigen Fehler handelt oder ob es von BMW wirklich so gewollt ist.

Fazit

Eine Karriere-Fanpage erfolgreich zu unterhalten hängt sicher von einigen Erfolgsfaktoren ab, allerdings spielt natürlich die Grösse und Bekanntheit eines Unternehmens ebenfalls eine sehr grosse Rolle. Die BMW Karrierepage hat aktuell 22.748 Fans. Im Vergleich zu anderen Fanpages ist dies überdurchschnittlich gut.

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