Bezahlte Probewochen – ein neues Recruiting-Erfolgsmodell?

Fehlbesetzungen können Firmen teuer zu stehen kommen – vor allem im KMU-Bereich, wo eine personelle Fehlentscheidung gravierende Auswirkungen für den ganzen Betrieb haben kann. In den USA nimmt ein neuer Trend Einzug, um diesen Fehlbesetzungen entgegenzuwirken. Mithilfe von bezahlten Probewochen soll schnell festgestellt werden, ob Kandidat und Job/Firma zusammenpassen.

In diesem kürzlich publizierten Artikel wird das Modell der bezahlten Probewochen. erklärt.Der Unterschied zum herkömmlichen Modell: Statt einer dreimonatigen Probezeit werden Angestellte zuerst für 1 bis 2 Probetage eingestellt. Machen sie während den Probetagen einen guten Eindruck, kommt es zu einer mehrwöchigen Probeanstellung. Dabei werden die Kandidaten nicht im klassischen Sinne eingearbeitet, sondern müssen mit viel Eigenverantwortung ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Bewähren sie sich in dieser kurzen Phase, erhalten sie einen festen Arbeitsvertrag.

Bezahlte Probewochen

Modell bewährt sich in den USA

Es werden im Artikel mehrere Arbeitgeber zitiert, für welche sich das Probewochen-Modell bezahlt gemacht hat. Die hoffnungsvollen Kandidaten wurden meist einem konkreten Projekt zugeteilt und konnten so zeigen, was sie können. Gemäss den im Artikel befragten Arbeitgebern ist die Qualität der Angestellten, welche nach diesen Probewochen einen Arbeitsvertrag erhielten, sehr hoch. Die Fälle, in denen es schon bald wieder zu einer Kündigung kam, sind dagegen eher selten. Das Modell bewährt sich also.

Revolutionieren bezahlte Probewochen bald auch das Recruiting in der Schweiz?

Dieses Modell hat sicherlich einige Vorteile, sowohl für Arbeitnehmer, wie auch für Arbeitgeber. So merkt man gegenseitig sehr schnell, ob man zueinander passt und erfährt mehr übereinander, als bei einem Job-Interview. Der Arbeitgeber erhält einen vertieften Einblick, ob der Kandidat einer Aufgabe wirklich gewachsen ist. Und wenn dies nicht der Fall ist, hatte er noch nicht den ganzen Rekrutierungsaufwand und kann sich zeitnah neu orientieren. Umgekehrt weiss der Arbeitnehmer so auch relativ schnell, was ihn in einer Firma konkret erwartet. Und er hat die Möglichkeit, sein zukünftiges Aufgabengebiet sowie sein Team besser kennenzulernen. So können diese mehrwöchigen bezahlten Probephasen zu einer Win/Win Situation werden.

Nun stellt sich die Frage, ob sich das Modell auch in der Schweiz und Europa Fuss fassen wird. Was denken Sie? Wie finden Sie das Modell mit den bezahlten Probewochen?

 

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1 Comment
  • STAFF FINDER

    20. Oktober 2014 at 10:10

    Guter Beitrag! Wir haben auch schon darüber geschrieben, wie man Fehlrecruiting vermeidet. Liebe Grüsse

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