Berufsbilder im Bereich Social Media noch wenig definiert

Immer mehr Unternehmen setzen Social Media-Kanäle für ihr Recruiting, für das Marketing oder als Vertriebskanal ein. Die logische Konsequenz. Der Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich steigt. Im Vergleich zu vielen anderen Berufsbildern herrscht hier allerdings Uneinigkeit, sowohl was die einzelnen Tätigkeitsbereiche als auch das Gehalt angeht. Wir liefern Ihnen einen Überblick über die aktuelle Situation sowie Tipps für den Einstieg in die Social Media-Branche.


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Insbesondere in Amerika werden Fachkräfte die sich auf Facebook, Twitter, Blogs und weiteren Web 2.0-Kanälen spezialisiert haben, stark gesucht. So verzeichnet die Suchmaschine Indeed.com im November 2010 3x mehr Jobs mit dem Stichwort „Social Media“ als noch ein Jahr zuvor. Dies ist nicht weiter verwunderlich, schliesslich unterscheidet sich Social Media Marketing grundlegend von herkömmlichem Marketing.

Für den grösstmöglichen Erfolg sollte also der Fachmann ran. Doch genau hier liegt das Problem. So vielfältig Social Media auch ist, so zahlreich sind auch die Jobbezeichnungen die damit verbunden sind. Social Media-Entwickler, Community Manager, Social Media Manager oder Experte für digitale Strategien. Dies sind nur einige Beispiele, welche allerdings deutlich machen, wie unterschiedlich die einzelnen Aufgabengebiete sein können. Der Social Media-Entwickler beispielsweise beschäftigt sich eher mit den technischen Aspekten und weniger mit der Marketingstrategie.

Bislang existieren noch keine einheitlichen Jobbezeichnungen und Aufgabendefinitionen. Dies kann sich von Unternehmen zu Unternehmen stark unterscheiden. Genauso verhält es sich auch mit dem Gehalt. Während Berufseinsteiger mit einem Jahresgehalt zwischen 30.000 und 40.000 US Dollar rechnen können, erhalten Berufserfahrene zwischen 50.000 und 75.000 US Dollar.

Tipps für den Einstieg in die Social Media-Branche

Auf Grund der genannten Problematiken ist es für Interessierte umso wichtiger ein breites Wissensspektrum zu besitzen. Die einzelnen Skills sollten im Lebenslauf auf jeden Fall detailliert aufgeführt werden.

Letzte Woche berichteten wir ausführlich über das Thema Personal Branding. Für Social Media-Begeisterte ist es absolut unerlässlich eine eigene Marke aufzubauen. Ohne entsprechende Profile in den relevanten Kanälen wie beispielsweise Twitter oder Facebook, erscheint es wenig glaubwürdig, dass man sich in diesem Bereich wirklich auskennt. Nur weil z.B. ein Automechaniker Literatur zu diesem Thema gelesen hat, muss er dies noch lange nicht in konkreten Situationen anwenden können. Im Social Web ist dies nicht anders. Da das Internet und das Social Web sehr schnelllebig sind, sollte zusätzlich darauf geachtet werden immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Dies stellt im Normalfall eine tägliche Aufgabe dar.

Wer sich konkret auf einen Job bewerben möchte, darf in diesem Bereich ruhig Kreativität beweisen. Warum z.B. nicht ein Bewerbervideo auf YouTube hochladen oder per Slideshare Präsentation, statt der herkömmlichen Bewerbung per E-Mail?

Fazit

Fachkräfte im Social Media-Bereich werden zwar immer wichtiger, allerdings sind die Berufsbilder hier derzeit noch zu wenig definiert. Es bleibt zu hoffen, dass sich dies bald ändert.

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